Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) gelten lange als unterschätzte Berufskrankheit im Feuerwehrdienst. Neue Forschungsergebnisse aus Deutschland und dem europäischen Ausland zeigen: Das Risiko ist höher als viele Dienstherren bisher angenommen haben.
Was die Studien zeigen
Analysen aus mehreren europäischen Ländern deuten darauf hin, dass 15–20 % aller hauptberuflichen Feuerwehrkräfte im Laufe ihrer Karriere klinisch relevante PTBS-Symptome entwickeln. In Deutschland gilt die Erkrankung offiziell als Dienstunfall — aber die Hürden für die Anerkennung sind nach wie vor hoch.
Häufigste Auslöser im Feuerwehrdienst
- Reanimationen, besonders bei Kindern
- Schwerverletzte nach Verkehrsunfällen
- Massenanfälle und Großschadensereignisse
- Kumulativer Stress durch jahrelange Einsatzbelastung
Was Beamte wissen sollten
Wer nach Einsätzen wiederkehrende Bilder, Schlafprobleme oder emotionale Taubheit erlebt, sollte frühzeitig die Einsatznachsorge des eigenen Dienstherrn oder externe Beratungsstellen kontaktieren. Viele Berufsfeuerwehren haben eigene psychologische Fachkräfte.