Atemschutz Feuerwehr: Geräte, Anforderungen und Einsatzregeln

Atemschutz rettet Leben – das des Feuerwehrmanns im Brandeinsatz. In Deutschland sind über 200.000 aktive Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Was das bedeutet, welche Geräte es gibt und was die G26.3 damit zu tun hat.

Warum Atemschutz?

Brandrauch ist das größte Gefährdungspotenzial im Innenangriff – nicht die Flammen. Rauch enthält Kohlenmonoxid (CO), Blausäure (HCN), Salzsäure (HCl) und Sauerstoffmangel. Ohne Atemschutz ist ein Aufenthalt im Brandrauch bereits nach Sekunden tödlich.

Atemschutzgeräte im Überblick

GerätSchutzzeitEinsatz
Pressluftatmer (PA) 6 L / 300 bar20–30 minStandard-Innenangriff
Pressluftatmer (PA) 9 L / 300 bar30–45 minTunneleinsatz, langer Weg
Regenerationsgerät (KG250)bis 4 StundenBergwerk, U-Bahn, langer Einsatz
Filtergerät (Kombinationsfilter)abhängig vom FilterGefahrgut ohne Sauerstoffmangel
Fluchtgerät (ELSA)10–15 minSelbstrettung für Nicht-Träger

Atemschutztrupps – die Regeln

  • Mindestens zu zweit: Atemschutztrupps arbeiten immer paarweise (Truppführer + Truppmann)
  • Überwachung: Ein Atemschutzgeräteführer draußen überwacht Einatem-Zeit und Flaschendruck
  • Rückzugsreserve: 1/3 der Atemluft für den Rückweg reservieren
  • Notfall-Signal: Totmannschaltung oder Alarm bei Bewegungslosigkeit

Voraussetzung: G26.3

Wer Pressluftatmer tragen will, braucht die jährliche (ab 50 Jahren) bzw. alle 3 Jahre stattfindende G26.3-Untersuchung. Herz, Lunge, Sehen, Hören – alles muss fit sein.

Atemschutzwerkstatt

Jede Berufsfeuerwehr unterhält eine Atemschutzwerkstatt: Hier werden PAs gewartet, Masken geprüft und Flaschen befüllt (Kompressor auf 300 bar). Das ist Präzisionsarbeit – Fehler können tödlich sein.

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