Der CSA – Chemikalienschutzanzug – ist die letzte Verteidigungslinie gegen hochgiftige Stoffe. Er schützt komplett gegen flüssige und gasförmige Chemikalien. Wer ihn trägt, muss wissen was er tut.
Was ist der CSA?
Der Chemikalienschutzanzug (CSA) ist ein gasdichter Ganzkörperschutzanzug der Kategorie 3 nach EN 943-1. Er umschließt den Träger vollständig – einschließlich Atemschutzgerät. Im Gegensatz zur normalen PSA dringt kein Außenluft durch.
Einsatzbereiche
- Gefahrgutunfälle (ausgelaufene Chemikalien, Tankwagenunfälle)
- CBRN-Einsätze (Chemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear)
- Industrieunfälle mit unbekannten Substanzen
- Gasleckagen mit toxischem Potential
Typen
| Typ | Norm | Schutzgrad |
|---|---|---|
| Typ 1a (gasdicht) | EN 943-1 | Vollschutz gegen Gas und Flüssigkeit |
| Typ 2 (nicht gasdicht) | EN 943-1 | Schutz gegen Sprühnebel, nicht gasdicht |
| Typ 3 | EN 14605 | Schutz gegen Flüssigkeitsstrahlen |
Anlegen und Ablegen
Das Anlegen eines CSA dauert zu zweit ca. 5–8 Minuten und ist intensiv trainiert. Einsatzzeit im CSA: begrenzt durch die Atemluftvorrat des PA (20–30 min) und die Wärmebelastung (Körpertemperatur steigt schnell). Nach jedem CSA-Einsatz ist eine Dekon-Dusche (Dekontamination) Pflicht.
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