Brände löschen — das ist nur ein Teil des Jobs. Das Berufsbild Feuerwehr hat sich stark gewandelt: Rettungsdienst, technische Hilfe, Ausbildung und Verwaltung machen heute den Großteil des Dienstalltags aus.
Was macht eine Berufsfeuerwehr wirklich?
Alarmierungsstatistik: Bei den meisten Berufsfeuerwehren machen Brandeinsätze nur ca. 10–20 % aller Einsätze aus. 40–60 % sind Hilfeleistungen (technische Rettung, Wasserschäden), 20–30 % Rettungsdienst (dort wo BF auch RD betreibt).
Typischer Dienst auf der Wache
| Tageszeit | Was passiert |
|---|---|
| 06:30–07:00 | Dienstübergabe, Fahrzeugcheck |
| 07:00–09:00 | Sport / Fitness (Dienst- oder Freizeit) |
| 09:00–12:00 | Ausbildung, Übungen, Gerätewartung |
| 12:00–13:00 | Mittagessen (gemeinsam auf Wache) |
| 13:00–17:00 | Unterricht, Verwaltung, Inspektionen |
| 17:00–06:30 | Bereitschaftsdienst mit Einsatzbereitschaft |
Aufgaben jenseits der Einsätze
- Ausbildung: Unterrichten von Kollegen, Anwärtern, Feuerwehren aus der Umgebung
- Gerätewartung: Atemschutzgeräte, Pumpen, Schneidgeräte müssen geprüft und gepflegt werden
- Brandschau: Brandschutzbegehungen in Gebäuden
- Öffentlichkeitsarbeit: Tag der offenen Tür, Schulbesuche, Brandschutzerziehung
- Verwaltung: Einsatzberichte, Beschaffungsanforderungen, Dienstplanpflege
Körperliche und psychische Belastung
Der Beruf belastet auf mehreren Ebenen:
- Physisch: Hitze, Schutzausrüstung (Atemschutz bis 30 kg), Heben und Tragen
- Psychisch: Konfrontation mit Tod, schweren Verletzungen, PTBS-Risiko (→ Infos zu PTBS)
- Circadian: Nacht- und Schichtdienst beeinflusst Schlaf und Gesundheit langfristig
Was Bewerber oft unterschätzen
- Bürokratie und Dokumentationspflicht nehmen zu
- Rettungsdienst ist an vielen BF Teil der Stelle — erfordert Rettungssanitäter/RS-Ausbildung
- Kollegialität und Teamarbeit sind entscheidend — du verbringst 24h am Stück mit denselben Menschen
- Sport muss lebenslang betrieben werden — wer in Stufe 5 oder 6 nicht mehr fit ist, bekommt Probleme
Tipp: Als Feuerwehrbeamter hast du Anspruch auf Beihilfe — eine private Krankenversicherung (PKV) kann deine Absicherung optimal ergänzen. Mehr zur PKV für Feuerwehrbeamte →
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