Feuerwehr Löschmittel: Welches für welchen Brand?

Nicht jedes Löschmittel passt zu jedem Brand. Das falsche Mittel kann die Lage verschlimmern – Wasser auf Speisefett endet in einer Fettexplosion, CO₂ auf Metallbrand ist wirkungslos. Hier sind alle Löschmittel und ihre Anwendungsbereiche.

Brandklassen als Grundlage

KlasseBrandgutBeispieleLöschmittel
AFestkörperHolz, Papier, Textilien, KunststoffWasser, Schaum, ABC-Pulver
BFlüssigkeiten / flüssig werdende StoffeBenzin, Diesel, Lacke, ÖleSchaum, CO₂, BC-Pulver
CGasePropan, Methan, WasserstoffABC-Pulver, CO₂ (Gaszufuhr sperren!)
DMetalleMagnesium, Natrium, LithiumMetallbrandpulver (speziell)
FSpeisefette und -öleFrittierfett, OlivenölF-Löschmittel (niemals Wasser!)

Wasser

Das meistgenutzte Löschmittel: günstig, überall verfügbar, hohe Kühlwirkung. Ideal für Klasse-A-Brände. Nicht geeignet: Flüssigkeitsbrände (Klasse B), brennende Metalle (D) und Fettbrände (F).

Schaum

Schaum (Wasser + Schaummittelkonzentrat) erstickt den Brand durch Abdeckung und Kühlung. Unterscheidung:

  • Schwerschaum: Verschäumungszahl 4–20× – Flüssigkeitsbrand, Tankbrand
  • Mittelschaum: 20–200× – Kellerbrände, Kabelkanäle
  • Leichtschaum: 200–1.000× – Raumfüllung, Holzlagerhallen

CO₂ (Kohlendioxid)

Erstickt den Brand durch Verdrängung von Sauerstoff. Hinterlässt keine Rückstände – ideal in Serverräumen, Museen, Archiven. Achtung: Erstickungsgefahr für Personen in geschlossenen Räumen.

Pulver

  • ABC-Pulver: Universell für A, B, C – aber stark verschmutzend
  • BC-Pulver: Für Flüssigkeits- und Gasbrände
  • D-Pulver / Metallbrandpulver: Ausschließlich für Klasse D
Merksatz: Wasser löscht Feuer durch Kühlen. Schaum durch Ersticken und Kühlen. CO₂ durch Ersticken. Pulver durch Inhibition der Verbrennungsreaktion.

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