Feuerwehr Psychologie: PTBS & psychische Belastung

Feuerwehrbeamte sind regelmäßig mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert: Tote, Schwerverletzte, Kinderunfälle, Suizide. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und Burnout sind in diesem Beruf deutlich häufiger als im Bevölkerungsschnitt.

Psychische Belastungen im Feuerwehrdienst

  • Konfrontation mit Tod und schwerem Leid
  • Einsätze mit Kindern oder bekannten Personen
  • Misserfolge trotz maximalen Einsatzes
  • Schichtdienst und gestörter Schlafrhythmus
  • Kumulative Belastung über viele Dienstjahre

PTBS bei Einsatzkräften

KennzahlWert
PTBS-Prävalenz bei Feuerwehrca. 10–15 % (Bevölkerung: ~3–4 %)
Häufig unerkanntViele Betroffene suchen keine Hilfe
Burnout-Ratedeutlich erhöht vs. andere Berufsgruppen

Unterstützungsangebote

  • Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV): Sofortbetreuung nach belastenden Einsätzen, meist durch ausgebildete Peers
  • Peer-Support-Teams: Kollegen, die für Gespräche ausgebildet sind (keine Therapeuten)
  • Betrieblicher Sozialdienst: Bei größeren Berufsfeuerwehren interne Anlaufstellen
  • Betriebsarzt: Erster Ansprechpartner bei Verdacht auf PTBS
  • Externe Therapie: Traumatherapeut, ggf. über Dienstunfallrecht finanziert

Dienstunfall bei psychischen Erkrankungen

PTBS und andere durch den Dienst ausgelöste psychische Erkrankungen können als Dienstunfall anerkannt werden. Voraussetzungen: nachweisbares Ereignis im Dienst, kausalem Zusammenhang, ärztliche Diagnose. Dann übernimmt der Dienstherr Behandlungskosten und ggf. Heilfürsorge.

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