Feuerwehrhelm: Typen, Normen, Farben und Lebensdauer

Der Feuerwehrhelm ist das markanteste Erkennungszeichen der Feuerwehr – und einer der wichtigsten Schutzgegenstände. Welche Typen es gibt, was die Farben bedeuten und wie lange ein Helm hält.

Norm und Anforderungen

Feuerwehrhelme in Deutschland müssen die EN 443:2008 erfüllen. Die Norm definiert:

  • Aufprallschutz (Stoßdämpfung, Penetrationsresistenz)
  • Flammenschutz (keine Entzündung bei 800 °C Flamme)
  • Elektrische Isolation (bis 440 V)
  • Sichtfeld (mind. 105° horizontal)
  • Kompatibilität mit Atemschutzmaske

Verbreitete Helmtypen in Deutschland

ModellHerstellerBesonderheit
HEROS-titanRosenbauerThermoplast, leicht, weit verbreitet bei BF
HEROS-smartRosenbauerKompakter Schnittschutz, häufig FFw
Gallet F1 SFMSA GalletVisier, hohes Sichtfeld, Bundeswehr-Feuerwehr
PegasoDrägerIntegriertes Visier, komfortabler Tragerahmen
Klassischer Rundkrempenhelmversch.Älterer Standard, in FFw noch häufig

Helmfarben und ihre Bedeutung

Die Farbe signalisiert die Funktion im Einsatz:

  • Rot / Signalrot: Standardfarbe für alle aktiven Feuerwehrleute
  • Weiß: Führungskräfte (Gruppenführer aufwärts), Einsatzleiter
  • Gelb / Signalgelb: in einigen Bundesländern (z.B. Bayern) Standardfarbe
  • Blau: THW (kein Feuerwehrhelm nach EN 443)

Lebensdauer und Austausch

Ein Feuerwehrhelm sollte spätestens nach 10–12 Jahren ausgetauscht werden, bei intensiver Nutzung früher. Nach einem schweren Aufprall sofort ersetzen – Thermoplast kann innere Risse haben, die von außen nicht sichtbar sind.

Mehr Ratgeber rund um die Feuerwehr

Gehalt, Bewerbung, Ausbildung und Technik – alles auf einem Portal.

Alle Ratgeber →
Nach oben scrollen