Freiwillige Feuerwehr beitreten 2026: So geht’s Schritt für Schritt

Feuerwehr, aber kein Vollzeitjob – die freiwillige Feuerwehr schützt rund 23.000 Gemeinden in Deutschland. Jeder kann mitmachen. Wie der Beitritt abläuft, was dich erwartet und was du mitbringen musst, liest du hier.

Wer kann beitreten?

Für die aktive Abteilung der freiwilligen Feuerwehr gilt in den meisten Bundesländern:

  • Mindestalter: 16–18 Jahre (je nach Bundesland); unter 18 meist mit Einwilligung der Eltern
  • Höchstalter: Kein starres Eintrittsalter, aber Dienstende meist mit 60–67 Jahren
  • Wohnsitz: In der Regel Wohnsitz oder Arbeitsort in der Gemeinde
  • Gesundheit: Grundlegende körperliche Eignung (kein formaler Gesundheitscheck beim Eintritt, aber G26.3 für Atemschutz nötig)
  • Führungszeugnis: Kein Eintrag wegen bestimmter Delikte

So läuft der Beitritt ab

  1. Kontaktaufnahme: Wehr vor Ort kontaktieren (Website, Feuerwehrhaus) oder direkt beim Übungsabend vorbeischauen
  2. Gespräch: Kennenlerngespräch mit dem Wehrführer oder Gruppenführer – kein formales Vorstellungsgespräch
  3. Aufnahmeantrag: Kurzantrag mit persönlichen Daten; Aufnahme durch Vorstandsbeschluss oder Gemeinderat (je nach Satzung)
  4. Truppmann-Ausbildung Teil 1: Grundlehrgang (~25 Stunden) an der Gemeinde oder Kreisfeuerwehrschule – erste Kenntnisse Brandbekämpfung, Fahrzeugkunde, Sicherheit
  5. Probeeinsätze / Hospitation: Teilnahme an Übungen und unter Aufsicht ersten Einsätzen
  6. Truppmann Teil 2: Aufbaulehrgang (~80 Stunden) – vollständige Grundausbildung abgeschlossen

Was erwartet dich in den ersten Monaten?

PhaseInhaltZeitaufwand
Truppmann Teil 1Grundlagenwissen, Sicherheit, erste Praxis~25 Std. Blockwoche oder verteilt
Truppmann Teil 2Brandbekämpfung, TH, Atemschutz-Grundlagen~80 Std. über mehrere Monate
Übungen (laufend)Monatlicher Übungsabend, ggf. Zusatztermine1–2× pro Monat, je 2–3 Std.
Einsätze (unplanbar)Brand, TH, HilfeleistungJe nach Wehr 0–50 Einsätze/Jahr

Welche Kosten entstehen?

Die Schutzausrüstung (Helm, Jacke, Hose, Stiefel) wird komplett von der Gemeinde gestellt und gehört ihr. Für dich entstehen keine Kosten. Die Ausbildung ist ebenfalls kostenlos. Einige Wehren erheben einen kleinen Mitgliedsbeitrag für den Förderverein (meist 5–15 €/Jahr) – freiwillig.

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Häufige Fragen

Muss ich bei jedem Alarm ausrücken?

Nein. Die freiwillige Feuerwehr ist ein Ehrenamt – du entscheidest, wann du verfügbar bist. In der Praxis hat jede Wehr eine Mindestverfügbarkeit (z.B. Tagalarm-Bereitschaft), aber es gibt keine Strafe für verpasste Einsätze. Wer dauerhaft nicht verfügbar ist, wird intern besprochen.

Kann ich bei der FFw mitmachen, obwohl ich keinen Führerschein habe?

Ja. Für die Fußtrupps und Atemschutzeinheiten wird kein Führerschein benötigt. Fahrer großer Fahrzeuge (>3,5 t) brauchen Klasse C – die kann die Gemeinde finanzieren.

Was ist mit dem Job? Muss mein Arbeitgeber mich freistellen?

Ja – bei Alarmierungen während der Arbeitszeit sind Arbeitgeber in allen Bundesländern gesetzlich verpflichtet, Feuerwehrleute freizustellen. Das Gehalt wird weitergezahlt, und die Gemeinde erstattet dem Arbeitgeber den Aufwand.

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