Die Hürden für den Eintritt in die freiwillige Feuerwehr sind niedrig – aber nicht null. Wer sich engagieren möchte, sollte Alter, Wohnort und Grundfitness mitbringen. Hier sind alle Voraussetzungen im Überblick.
Alter
Das Mindestalter für die aktive Abteilung variiert je nach Bundesland:
| Bundesland | Mindestalter aktiv | Max.-Dienstalter |
|---|---|---|
| Bayern | 16 (mit Elterneinwilligung) | 63 |
| NRW | 17 | 67 |
| Baden-Württemberg | 17 | 65 |
| Hessen | 16 | 65 |
| Niedersachsen | 16 | 65 |
| Sachsen | 16 | 65 |
| Hamburg / Bremen | 18 | 65 |
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst kann man in der Alters- und Ehrenabteilung weiterhin aktiv sein (Veranstaltungen, Ausbildungsunterstützung).
Wohnsitz / Dienstort
In der Regel muss man in der Gemeinde oder dem Stadtteil wohnen, dessen Feuerwehr man beitreten möchte. Ausnahmen gibt es für Pendler: Wer in der Gemeinde arbeitet oder zur Schule geht, wird oft ebenfalls aufgenommen.
Körperliche Eignung
Es gibt keinen formalen Eignungstest beim Eintritt. Wer jedoch Atemschutzgeräteträger werden möchte (Pressluftatmer), benötigt die G26.3-Untersuchung – diese wird von der Gemeinde organisiert und bezahlt.
Führungszeugnis
Die meisten Wehren verlangen ein polizeiliches Führungszeugnis ohne relevante Einträge. Besonders bei der Jugendarbeit (Jugendfeuerwehr) ist ein erweitertes Führungszeugnis Pflicht.
Keine Pflicht: Vorwissen oder Ausbildung
Du musst nichts mitbringen – keine Ausbildung, keinen Führerschein, keine Vorkenntnisse. Alles Notwendige lernst du in der Truppmann-Ausbildung Teil 1 und 2.
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Häufige Fragen
Kann ich mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit beitreten?
Das kommt auf die Art der Einschränkung an. Viele Wehren haben Bereiche abseits des aktiven Innenangriffs (Fahrdienst, Außenangriff, Führungsunterstützung), für die auch Menschen mit eingeschränkter Gesundheit geeignet sind. Ein offenes Gespräch mit dem Wehrführer ist der beste erste Schritt.
Kann ich als Frau zur freiwilligen Feuerwehr?
Selbstverständlich. Frauen sind in der FFw genauso willkommen wie Männer und stellen bundesweit inzwischen etwa 13 % der aktiven Mitglieder.
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