Der Schwimmtest ist ein Pflichtteil des Sporttests bei fast allen Berufsfeuerwehren. Die Anforderung ist überschaubar – 100 m in maximal 2:30 Minuten –, aber wer nicht regelmäßig schwimmt, kann trotzdem scheitern.
Anforderungen im Detail
| BF / Region | Strecke | Zeitlimit | Pflicht-Tauchen? |
|---|---|---|---|
| Bayern (München) | 100 m | 2:30 min | 15 m Streckentauchen |
| NRW (Köln, Düsseldorf) | 100 m | 2:30 min | Nein |
| Hamburg | 100 m | 2:15 min | Nein |
| Berlin | 100 m | 2:30 min | Nein |
Welcher Schwimmstil?
In der Regel ist der Schwimmstil frei. Brustschwimmen ist erlaubt, aber Freistil (Kraul) ist deutlich schneller. Wer 100 m in 2:30 min schaffen möchte, ist mit Freistil auf der sicheren Seite.
Training
- 2× pro Woche schwimmen – mindestens 8 Wochen vor dem Test
- Ziel: 100 m in unter 2:00 min → Puffer nach oben
- Kraftausdauer trainieren (Zugtraining für Schultern)
- Tauchtechnik üben, wenn Streckentauchen gefordert
8-Wochen-Trainingsplan für den Schwimmtest
Wer 2 Monate vor dem Sporttest regelmäßig schwimmt, kommt entspannt zur Prüfung. Ein Beispielplan:
| Woche | Einheit 1 | Einheit 2 | Ziel |
|---|---|---|---|
| 1–2 | 400m moderat (Brust/Kraul) | 400m moderat | Technik stabilisieren |
| 3–4 | 600m mit Tempowechsel | Intervall: 4×100m mit Pause | Ausdauer aufbauen |
| 5–6 | 800m kontinuierlich | 2×200m schnell + 200m Kraul | Tempo steigern |
| 7 | 1.000m Dauerschwimmen | Test: 100m Kraul auf Zeit | Zeitcheck (Ziel: <1:45) |
| 8 (Testwoche) | 200m locker | Prüfungssimulation: 100m volles Tempo | Sharpening |
Technik-Tipps für Nichtprofi-Schwimmer
Wer regelmäßig schwimmt, aber kein Vereinsschwimmer ist, kann mit diesen Tipps viel Zeit sparen:
- Freistil statt Brust: Freistil (Kraul) ist für 100m ca. 30–45 Sekunden schneller als Brustschwimmen. Das gibt erheblichen Puffer zur 2:30-Grenze
- Wendentechnik: Offene Wende (Berühren und abdrücken) statt Ausstieg — 5–10 Sekunden pro Wende gespart
- Atemrhythmus: Alle 3 Züge atmen (beidseits) statt jedes Mal — konstanteres Tempo
- Tauchen üben: Wo Streckentauchen gefordert (Bayern 15m), mindestens 10m sicher tauchen können — mit Druckausgleich üben
Häufige Fragen zum Feuerwehr-Schwimmtest
Welcher Schwimmstil ist erlaubt?
In der Regel frei — sowohl Brust als auch Kraul sind erlaubt. Einige BFs schreiben kein Hilfsmittel (Flossen, Pull-Buoy) vor. Im Zweifelsfall in der Ausschreibung oder beim Personalamt nachfragen.
Was passiert, wenn ich beim Schwimmtest scheitere?
Scheitern beim Schwimmtest bedeutet Ausscheiden aus dem laufenden Verfahren — es gibt keine zweite Chance in derselben Runde. Danach: gezielt Schwimmtraining aufnehmen, in der nächsten Bewerbungsrunde besser vorbereitet antreten. Das Scheitern am Schwimmtest ist einer der häufigsten vermeidbaren Ausschlüsse.
Ist der Schwimmtest für Wiederholer einfacher?
Nein — die Anforderungen sind identisch. Wer das zweite Mal antritt, hat aber den Vorteil der Erfahrung und weiß, was auf ihn zukommt. Viele Bewerber, die beim ersten Sporttest scheitern, bestehen beim zweiten Anlauf.
Die häufigsten Fehler beim Feuerwehr-Schwimmtest
Bewerber scheitern oft nicht an der Distanz, sondern an Details:
- Tauchen: Die 15 m Streckentauchen scheitern oft daran, dass Bewerber zu wenig geübt haben. Eine Unterbrechung (Auftauchen und Weitertauchen) zählt nicht. Trainiere 15 m am Stück — die Technik (wenig Kraftaufwand, hydrodynamische Körperposition) ist wichtiger als die Lungenkapazität
- Ausdauer unterschätzt: 200 m klingen wenig — aber mit Zeitvorgabe und Prüfungsstress erschöpft man sich schneller. In Trainingssessions 400 m schwimmen, damit 200 m komfortabel wird
- Brustschwimmer-Falle: Manche BFs verlangen bestimmte Schwimmstile oder Zeit-Mindestwerte (Kraul deutlich schneller). Vorab nachfragen, welcher Stil erlaubt ist
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