
Feuerwehr Einsatzarten: Brand, TH, Rettung, ABC
Die Feuerwehr löscht weit mehr als Brände. Über 90 % aller Einsätze sind heute technische Hilfeleistungen, Rettungseinsätze oder Sicherheitswachen. Dieser Überblick erklärt die wichtigsten Einsatzarten und was sich hinter den Fachbegriffen verbirgt.
Die vier Haupt-Einsatzarten
| Einsatzart | Beispiele | Anteil (grob) |
|---|---|---|
| Brandeinsatz | Wohnungsbrand, Fahrzeugbrand, Flächenbrand | ca. 5–10 % |
| Technische Hilfeleistung (TH) | Verkehrsunfall, Sturmschaden, Ölspur | ca. 50 % |
| Rettungsdienst / First Responder | Notfallhilfe bis RTW eintrifft | stark steigend |
| ABC-Einsatz | Gefahrgut, Chemieunfall, Strahlenschutz | selten, hochspezialisiert |
Brandeinsatz
Vom Entstehungsbrand bis zum Großbrand: Hier zählen Menschenrettung, Brandbekämpfung im Innen- oder Außenangriff und die Riegelstellung gegen ein Übergreifen. Der Atemschutztrupp geht unter umluftunabhängigem Atemschutz vor.
Technische Hilfeleistung
Die größte Gruppe: eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen befreien, Bäume nach Stürmen beseitigen, Keller leerpumpen, Türen öffnen oder ausgelaufene Betriebsstoffe binden.
ABC-Einsatz (Gefahrgut)
Bei atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren rückt die Feuerwehr in Chemikalienschutzanzügen an, dichtet Leckagen ab und dekontaminiert Betroffene. Diese Einsätze sind selten, aber technisch und personell sehr aufwendig.
Häufige Fragen
Was ist die häufigste Aufgabe der Feuerwehr?
Mit Abstand die technische Hilfeleistung (TH) – etwa die Hälfte aller Einsätze. Dazu zählen Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Ölspuren und Türöffnungen. Reine Brandeinsätze machen nur rund 5–10 % aus.
Was bedeutet ABC-Einsatz bei der Feuerwehr?
Ein ABC-Einsatz betrifft atomare, biologische oder chemische Gefahren. Die Feuerwehr rückt in Chemikalienschutzanzügen an, dichtet Leckagen ab und dekontaminiert Betroffene.