
Berufsfeuerwehr Bonn: Bewerbung, Gehalt & Infos NRW 2026
Berufsfeuerwehr Bonn: Voraussetzungen, Einstellungstest, Besoldung nach Nordrhein-Westfalener Recht und aktuelle Stelleninfos 2026.
Die Berufsfeuerwehr Bonn gehört zu den gefragten Arbeitgebern im feuerwehrtechnischen Dienst in Nordrhein-Westfalen. Wer sich für den Einsatzdienst in der ehemaligen Bundeshauptstadt interessiert, steht schnell vor vielen Fragen: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wie läuft der Einstellungstest ab? Was verdiene ich als Beamter im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst – und wie bin ich krankenversichert? Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Informationen speziell für Bonn und ordnet sie in den größeren Zusammenhang von Besoldung und Krankenversicherung in NRW ein. Du erfährst, welche schulischen und körperlichen Anforderungen gelten, welche Stufen das Auswahlverfahren umfasst, nach welcher Besoldungsordnung Feuerwehrbeamtinnen und -beamte in Bonn bezahlt werden und wie die Krankenversicherung in Nordrhein-Westfalen über die Beihilfe geregelt ist. So kannst du realistisch einschätzen, ob und wie eine Bewerbung bei der Berufsfeuerwehr Bonn für dich infrage kommt. Alle Zahlen verstehen sich als Näherungswerte auf Basis der aktuell verkündeten Besoldungstabelle.
Steckbrief: Berufsfeuerwehr Bonn
Der folgende Steckbrief fasst die wichtigsten Eckdaten zur Berufsfeuerwehr Bonn zusammen. Er zeigt auf einen Blick, in welchem Bundesland du arbeitest, in welchem Besoldungsrahmen der Einstieg liegt und wie die Krankenversicherung geregelt ist.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen (NRW) |
| Einwohner | ca. 335.000 |
| Feuerwehrwachen (ca.) | 5 |
| Besoldung Einstieg | A7–A9 nach LBesO NRW, Beihilfe, Feuerwehrzulage |
| Krankenversicherung | Beihilfe (§ 75 LBG NRW) + beihilfekonforme Restkostenversicherung |
So liest du die Tabelle: Bonn liegt mit rund 335.000 Einwohnern im dicht besiedelten Rheinland und ist als Standort zahlreicher Bundesbehörden und internationaler Organisationen ein anspruchsvoller Einsatzraum. Feuerwehrbeamtinnen und -beamte im Einsatzdienst starten in Nordrhein-Westfalen im mittleren Dienst typischerweise in den Besoldungsgruppen A7 bis A9. Bei der Krankenversicherung gilt in NRW die Beihilfe: Der Dienstherr erstattet einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten, den Rest deckt eine beihilfekonforme Restkostenversicherung ab – eine freie Heilfürsorge wie bei der Polizei gibt es für Feuerwehrbeamte in NRW nicht. Weil die Besoldung Ländersache ist, unterscheiden sich Gehalt und Krankenversicherung von Bundesland zu Bundesland teils deutlich; einen Überblick dazu bietet unser Vergleich der Feuerwehr-Regelungen der Bundesländer.
Voraussetzungen für die Bewerbung
Bevor du dich bewirbst, solltest du prüfen, ob du die grundlegenden Anforderungen erfüllst. Für die Ausbildung zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister (Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt) nennt die Stadt Bonn auf ihrer Karriereseite diese Voraussetzungen – verbindlich ist die jeweils aktuelle Ausschreibung:
- Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand
- Gesellenprüfung in einem für die Feuerwehr geeigneten Handwerk oder eine förderliche abgeschlossene Berufsausbildung (etwa als Notfallsanitäter:in)
- Führerschein Klasse B
- Höchstalter in der Regel 40,5 Jahre zum Einstellungstermin (§ 14 LBG NRW, dort auch die Ausnahmen)
- Deutsches Schwimmabzeichen „Silber“ (kein Jugendabzeichen), spätestens zum Einstellungstest vorzulegen
- Gesundheitliche Eignung und volle körperliche Tauglichkeit für den feuerwehrtechnischen Dienst; die Untersuchungen veranlasst die Stadt
- Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaats
Die Kombination aus abgeschlossener Berufsausbildung und körperlicher Fitness ist typisch für den Einsatzdienst: Du bringst ein handwerkliches oder technisches Fundament mit und baust darauf die feuerwehrspezifische Ausbildung auf. Einen Rettungssanitäter-Schein setzt Bonn nicht voraus; eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter zählt aber ausdrücklich als förderliche Berufsausbildung. Die Ausbildung selbst dauert in Bonn je nach beruflicher Vorqualifikation 15 oder 18 Monate. Wer noch am Anfang steht, findet im Leitfaden Feuerwehrmann werden eine Schritt-für-Schritt-Orientierung zu Ausbildung und Bewerbung.
Einstellungstest
Die Stadt Bonn beschreibt das Auswahlverfahren für ihre Feuerwehr-Ausbildungsberufe auf einer eigenen Seite zum Auswahlverfahren ausführlich. Für Brandmeisteranwärter:innen gehören diese Bausteine dazu:
- Intellektueller Teil: Nacherzählung eines mündlichen Vortrags (30 Minuten), Rechentest mit Grundrechenarten ohne Taschenrechner (30 Minuten), Allgemeinwissen (15 Minuten) und ein logisch-analytischer Test (15 Minuten)
- Drehleitersteigen und Personenrettung: 30-m-Drehleiter in höchstens 60 Sekunden hinaufsteigen; einen Dummy drei Runden um zwei Pylonen rückwärts ziehen, ebenfalls in höchstens 60 Sekunden
- Sporttest: Balancieren über den Schwebebalken mit Sandsack (max. 50 s), mindestens 12 Liegestütze, 42 Wechselsprünge in 30 s, Beugehang von mindestens 45 s, seitlicher Medizinballwurf mit mindestens 7,50 m je Seite, 23 Übergriffe im CKCU-Test in 15 s, Kasten-Bumerang-Test in max. 19 s, 3000 m in höchstens 15 Minuten und 200 m Schwimmen (Stil frei) in höchstens 4 Minuten
- Vorstellungsgespräch: Einzelgespräch, das zusammen mit Testergebnissen, Zeugnissen und Unterlagen in die Schlussbilanz einfließt
In der Praxis unterschätzen viele Bewerber den Sporttest. Klimmzüge verlangt Bonn nicht – an der Stange wird der Beugehang gehalten –, dafür kommen neben dem 3000-m-Lauf viele Koordinations- und Kraftübungen zusammen. Bei den meisten Übungen erlaubt die Stadt einen Wiederholungsdurchgang, wenn die Mindestanforderung verfehlt wird; beim Lauf, beim Schwimmen, an der Drehleiter und bei der Personenrettung gibt es dagegen nur einen Wertungsdurchgang. Die gesundheitliche Eignung prüft die Stadt gesondert; Einzelheiten zur Untersuchung nennt sie auf ihren Karriereseiten nicht. Der schriftliche Teil prüft solides Schulwissen und logisches Denken – mit strukturierter Übung lässt er sich gut vorbereiten. Eine Übersicht über alle Stufen liefert unser Ratgeber zum Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr.
Besoldung in Nordrhein-Westfalen
Feuerwehrbeamte in Bonn werden nach der Landesbesoldungsordnung NRW (LBesO A) vergütet. Anders als Angestellte nach Tarifvertrag erhalten Beamtinnen und Beamte ein Grundgehalt, das sich nach Besoldungsgruppe (A7, A8, A9 …) und Erfahrungsstufe richtet. Mit jeder Stufe – also mit wachsender Berufserfahrung – steigt das Grundgehalt automatisch. Wichtig zu wissen: Die Besoldung ist Ländersache. Jedes Bundesland und der Bund verabschieden eigene Tabellen, deshalb verdient eine Feuerwehrfrau in NRW nicht automatisch dasselbe wie eine Kollegin in Bayern oder beim Bund. Für Bonn gelten die NRW-Werte. Zum Grundgehalt kommen typische Bestandteile des Einsatzdienstes wie die Feuerwehrzulage hinzu; abzuziehen ist der Beitrag zur Restkostenversicherung.
Einen bundesweiten Überblick, wie sich Feuerwehrgehälter zusammensetzen, findest du in unserem Ratgeber zum Feuerwehr-Gehalt. Die konkreten NRW-Grundgehälter für A7 bis A10 listet die Besoldungstabelle Nordrhein-Westfalen 2026 vollständig auf.
Krankenversicherung in Bonn
In Nordrhein-Westfalen erhalten Feuerwehrbeamtinnen und -beamte – auch im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehren – Beihilfe nach § 75 LBG NRW in Verbindung mit der Beihilfenverordnung NRW. Der Dienstherr erstattet damit einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten (Beihilfesatz in der Regel 50 %, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %); den Rest deckt eine beihilfekonforme private Restkostenversicherung ab. Eine freie Heilfürsorge sieht das Landesbeamtengesetz nur für Polizeivollzugsbeamte vor (§ 112 Abs. 2 LBG NRW); § 116 Abs. 2 LBG NRW verweist für den feuerwehrtechnischen Dienst nicht auf diese Vorschrift. Der Beitrag zur Restkostenversicherung hängt von Alter, Gesundheitszustand und Tarif ab und sollte von Anfang an eingeplant werden. Das gilt auch für Anwärterinnen und Anwärter; im Ruhestand steigt der Beihilfesatz auf 70 %.
Besonderheiten der Berufsfeuerwehr Bonn
Als ehemalige Bundeshauptstadt und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen hat Bonn ein besonderes Anforderungsprofil. Der Einsatzraum reicht von großen Klinik- und Verwaltungskomplexen über internationale Objekte bis zu Hochwasserlagen am Rhein:
- UN-Campus und Bundesministerien: Zahlreiche internationale Organisationen und Bundesbehörden im Stadtgebiet – hohe Sicherheitsanforderungen
- Universitätsklinikum Bonn (UKB): Eines der großen Universitätskliniken NRWs – komplexer Brandschutz und Rettungsdienst
- Rhein-Hochwasser: Bonn liegt am Rhein – Hochwassereinsätze sind Realität
- Krankenversicherung: Beihilfe plus Restkostenversicherung (§ 75 LBG NRW) – keine Heilfürsorge für Feuerwehrbeamte
| Kriterium | Bonn (NRW) |
|---|---|
| A7 Stufe 3 brutto (Eingangsstufe) | ca. 3.216 € |
| Krankenversicherung | Beihilfe + Restkostenversicherung |
| Höchstalter | in der Regel 40,5 Jahre zum Einstellungstermin (§ 14 LBG NRW) |
| Besonderheit | UN-Campus Sonderobjekte, Staatschutz-Kontakt |
Wegen der Bundesbehörden und internationalen Organisationen arbeitet die Bonner Feuerwehr eng mit weiteren Sicherheitsbehörden zusammen; für bestimmte Objekte können zusätzliche Sicherheitsanforderungen gelten. Geografisch liegt Bonn günstig zwischen Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis – wer in den großen Nachbarstädten keinen Platz findet, sollte Bonn als Alternative prüfen. Die aktuell ausgeschriebenen Ausbildungsplätze der Feuerwehr veröffentlicht die Stadt Bonn in ihrem Karriereportal „Bonn macht Karriere“. Einstellungstermine und Bewerbungsfristen stehen in der jeweiligen Ausschreibung – prüfe sie vor deiner Bewerbung.
Häufige Fragen zur Berufsfeuerwehr Bonn
Welche Krankenversicherung haben Feuerwehrbeamte in Bonn?
In Nordrhein-Westfalen erhalten Feuerwehrbeamtinnen und -beamte – auch im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehren – Beihilfe nach § 75 LBG NRW in Verbindung mit der Beihilfenverordnung NRW. Der Dienstherr erstattet damit einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten (Beihilfesatz in der Regel 50 %, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %); den Rest deckt eine beihilfekonforme private Restkostenversicherung ab. Eine freie Heilfürsorge sieht das Landesbeamtengesetz nur für Polizeivollzugsbeamte vor (§ 112 Abs. 2 LBG NRW); § 116 Abs. 2 LBG NRW verweist für den feuerwehrtechnischen Dienst nicht auf diese Vorschrift. Der Beitrag zur Restkostenversicherung hängt von Alter, Gesundheitszustand und Tarif ab und sollte von Anfang an eingeplant werden. Das gilt auch für Anwärterinnen und Anwärter; im Ruhestand steigt der Beihilfesatz auf 70 %.
Nach welcher Besoldungsordnung wird die Berufsfeuerwehr Bonn bezahlt?
Für Bonn gilt die Landesbesoldungsordnung NRW (LBesO A). Der Einstieg im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt in den Besoldungsgruppen A7 bis A9. Das Grundgehalt steigt mit jeder Erfahrungsstufe; in der Gruppe A7 reicht es nach der NRW-Tabelle (Stand 01.04.2026) je nach Stufe von rund 3.216 € bis 3.793 € brutto im Monat.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt bei der Berufsfeuerwehr Bonn?
Der Einstieg erfolgt in der Regel in Besoldungsgruppe A7. Nach der NRW-Besoldungstabelle (Stand 01.04.2026) beträgt das monatliche Grundgehalt in A7, Erfahrungsstufe 3, 3.215,64 € brutto. Hinzu kommt die Feuerwehrzulage; die Krankenversorgung läuft über Beihilfe plus Restkostenversicherung. Die genannten Beträge sind Grundgehälter und dienen als Näherungswerte.
Wie alt darf man für die Berufsfeuerwehr Bonn höchstens sein?
Die Stadt Bonn nennt für Brandmeisteranwärter:innen in der Regel ein Höchstalter von 40,5 Jahren zum Einstellungstermin und verweist dafür auf § 14 LBG NRW, der auch Ausnahmen regelt. Maßgeblich und verbindlich ist immer die jeweils aktuelle Stellenausschreibung der Stadt Bonn.
Brauche ich für die Bewerbung in Bonn eine private Krankenversicherung?
Ja, eine beihilfekonforme Restkostenversicherung: In NRW erhalten Feuerwehrbeamte Beihilfe (§ 75 LBG NRW), keine Heilfürsorge. Der von der Beihilfe nicht gedeckte Anteil – in der Regel 50 % – wird privat abgesichert; der Beitrag hängt von Alter, Gesundheitszustand und Tarif ab. Für die Bewerbung selbst ist der Abschluss nicht nötig, spätestens zur Ernennung sollte die Absicherung aber stehen.
In den ersten fünf Dienstjahren meist kein Ruhegehalt
Wirst du als Anwärter oder Beamter auf Probe dienstunfähig, bekommst du vor Ablauf der fünfjährigen Wartezeit in der Regel kein Ruhegehalt – es sei denn, die Dienstunfähigkeit geht auf einen Dienstunfall oder eine im Dienst erlittene Schädigung zurück – dann greift die Unfallfürsorge. Kostenlose Erstinformation anfordern: