Sporttest-Check Feuerwehr: Schaffst du die Anforderungen?
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Sporttest-Check Feuerwehr: Schaffst du die Anforderungen deiner Stadt?

Sporttest-Check: Wähle Hamburg, München, Köln oder Berlin, trag deine Werte ein und vergleiche sie mit den offiziell veröffentlichten Anforderungen – für andere Städte mit Checkliste.

6 Min Lesezeit · Aktualisiert: 23. September 2026

Der Sporttest ist bei der Berufsfeuerwehr eine der großen Hürden im Auswahlverfahren – wann er drankommt, legt jede Wehr selbst fest: In München steht er am Anfang, in Berlin brauchst du das Sportzertifikat schon bis zum Ende der Bewerbungsfrist. Der Sporttest-Check auf dieser Seite vergleicht deine aktuellen Werte mit den Anforderungen, die die Berufsfeuerwehren in Hamburg, München, Köln und Berlin selbst veröffentlichen. Du wählst die Stadt, trägst deine Ergebnisse ein und siehst sofort, welche Disziplin schon sitzt und wo dir noch etwas fehlt – in Hamburg und Köln sogar mit Punkten wie im echten Test. Für alle anderen Wehren gibt es bewusst keine erfundenen Richtwerte, sondern eine Checkliste, mit der du die Ausschreibung deiner Wunschwehr gezielt durchgehst. Der Check ersetzt nicht den offiziellen Test, zeigt dir aber, worauf du hintrainieren musst.

Bund, Länder und Kommunen: Warum die Anforderungen variieren

Einen bundesweit einheitlichen Feuerwehr-Sporttest gibt es nicht. Die Städte gestalten ihre Verfahren selbst – die Reihenfolge ebenso wie Disziplinen, Grenzwerte und Bewertung. In NRW zum Beispiel verlangt die Laufbahnverordnung nur ein Auswahlverfahren mit sportlichen Übungen, ohne Disziplinen oder Grenzwerte vorzugeben. Wie groß die Unterschiede sind, zeigen schon die vier Städte im Check: Hamburg vergibt in acht Disziplinen Punkte und verlangt mindestens 46, Köln rechnet mit 11 von 13 Punkten, in München musst du alle sieben Aufgaben bestehen, und Berlin prüft Kraft an Geräten, Gleichgewicht und einen 3.000-m-Lauf. Klimmzüge und den klassischen Cooper-Test nutzt keine der vier. Selbst gleich benannte Übungen unterscheiden sich im Detail, etwa bei der Personenrettung oder den Grenzzeiten. Deshalb rechnet der Check jede Stadt nach ihren eigenen Regeln – und für andere Wehren führt der Weg immer über deren offizielle Ausschreibung.

Schaffst du den Sporttest deiner Wunsch-Berufsfeuerwehr? Wähle die Stadt, trag deine aktuellen Werte ein und vergleiche sie mit den Anforderungen, die die Wehr selbst veröffentlicht. Für andere Städte bekommst du eine Checkliste statt ausgedachter Richtwerte.

Wichtig: Der Check nutzt nur Werte, die die jeweilige Wehr selbst veröffentlicht hat (Stand: September 2026). Wehren können ihre Tests ändern – prüf vor deiner Anmeldung immer die aktuelle Ausschreibung. Zeiten gibst du als Minuten:Sekunden (z. B. 14:30) oder in Sekunden ein.

So liest du dein Ergebnis richtig

Für Hamburg zeigt dir der Check je Disziplin die Punkte nach den veröffentlichten Tabellen und addiert sie. Bleibst du irgendwo unter der K.-o.-Grenze, ist der Test dort vorbei – egal, wie gut die anderen Disziplinen laufen. Für Köln zählt der Check die Punkte der sieben Ein-Punkt-Übungen und die Stufenpunkte von Lauf und Personenrettung. Für München und Berlin gilt: Jede Anforderung muss erfüllt sein, ausgleichen kannst du nicht. Liegt ein Wert knapp daneben, ist das ein klarer Trainingsauftrag, kein Grund zur Panik. Wiederhole den Check regelmäßig, damit du deinen Fortschritt siehst. Einen breiteren Überblick über Auswahlverfahren, Gesundheitschecks und Berufsalltag findest du im Feuerwehr-Magazin.

Beispiel: Dieselben Werte, zwei Städte

Beispiel (fiktive Werte): Eine volljährige Bewerberin läuft 3.000 m in 14:30 min, schafft 13 Liegestütze im Takt, 50 Wechselsprünge, hält den Beugehang 45 Sekunden, wirft den Medizinball 8,0 m weit, kommt im CKCU-Test auf 24 Wiederholungen, braucht 16,0 Sekunden für den Kasten-Bumerang-Test und 58 Sekunden für die Personenrettung. Nach den Hamburger Tabellen ergibt das 6 + 6 + 8 + 6 + 6 + 6 + 6 + 8 = 52 Punkte – bestanden, weil sie über 46 liegt und keine K.-o.-Grenze reißt. In Köln bekäme sie mit denselben Werten für Wechselsprünge, Liegestütze (13 statt mindestens 12), Beugehang, Medizinball (8,0 statt mindestens 7,5 m), CKCU-Test (24 statt mindestens 23) und Kasten-Bumerang-Test (16,0 statt höchstens 19 s) je einen Punkt und für den Lauf unter 15 Minuten drei Punkte – zusammen 9. Für die nötigen 11 Punkte fehlen ihr dort noch 2 – etwa über die Personenrettung (3 × 22 m) in höchstens 70 Sekunden oder über Gleichgewichtstest und Personenrettung zusammen; die Hamburger Zeit für die Personenrettung lässt sich nicht einfach übertragen, weil beide Städte die Übung unterschiedlich beschreiben. Das zeigt: Dieselbe Form kann je nach Stadt unterschiedlich weit tragen.

Neben der körperlichen Vorbereitung lohnt sich für angehende und aktive Feuerwehrleute auch ein Blick auf die berufliche Absicherung: Kann der Dienst aus gesundheitlichen Gründen langfristig nicht mehr ausgeübt werden, ist das für Betroffene existenziell relevant. Mehr Hintergrund dazu findest du im Beitrag Dienstunfähigkeitsversicherung für Feuerwehrleute.

Häufige Fragen zum Feuerwehr-Sporttest-Check

Woher stammen die Werte im Sporttest-Check?

Aus den offiziellen Karriereseiten und Sporttest-Beschreibungen der Berufsfeuerwehren Berlin, Hamburg, München und Köln (abgerufen im September 2026). Die Wehren können ihre Tests jederzeit ändern – München weist ausdrücklich darauf hin. Maßgeblich ist immer die aktuelle Ausschreibung.

Gelten die gleichen Werte für Männer und Frauen?

Berlin und Hamburg verlangen ausdrücklich dieselben Leistungen von allen Bewerbenden. München und Köln nennen auf ihren Seiten ebenfalls keine getrennten Werte für Frauen; Köln bietet aber eine eigene Frauenriege für den Test an. Unterschiede gibt es in Hamburg und München nur für Minderjährige.

Warum fragt der Check keine Klimmzüge und keinen Cooper-Test ab?

Weil keine der vier Wehren sie nutzt. Statt Klimmzügen prüfen Hamburg, München und Köln den Beugehang, Berlin Brustpresse und Lat-Zug an Geräten. Die Ausdauer testen Berlin, Hamburg und Köln mit einem 3.000-m-Lauf, München mit einem Pendellauf.

Was bedeutet Punktesystem und was „jede Übung bestehen“?

In Hamburg sammelst du Punkte und brauchst mindestens 46; schwächere Disziplinen kannst du ausgleichen, solange du keine K.-o.-Grenze reißt. Köln verlangt 11 von 13 möglichen Punkten. In München musst du jede der sieben Aufgaben schaffen, in Berlin jede Mindestleistung.

Meine Stadt ist nicht dabei – was nun?

Wähle im Check „andere Wehr“. Dann erscheint eine Checkliste ohne Grenzwerte, mit der du die Ausschreibung deiner Wehr systematisch durchgehst: Disziplinen, Grenzwerte, Bewertungssystem, Schwimmnachweis, Höhentest, Fristen und Probetermine.

Ersetzt der Online-Check den echten Sporttest?

Nein. Der Check vergleicht nur deine eigenen Werte mit den veröffentlichten Anforderungen. Wie genau gemessen wird, wie viele Versuche du hast und ob eine Übung gültig war, entscheidet die Wehr am Testtag. Hamburg und Köln bieten dafür Probetermine an.

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