Feuerwehr Eignungstest 2026: Aufgaben, Tipps und Übungsmaterial
Bewerbung · 8. Juni 2026

Feuerwehr Eignungstest 2026: Aufgaben, Tipps und Übungsmaterial

Feuerwehr Einstellungstest: Welche Aufgaben kommen vor? Konzentration, Logik, Technik – mit Beispielen und Übungsquellen.

6 Min Lesezeit · Aktualisiert: 9. Juli 2026

Der schriftliche Eignungstest ist meist die erste Auswahlstufe beim Bewerbungsverfahren. Er testet Konzentrationsfähigkeit, technisches Verständnis und allgemeines Problemlösungsdenken – nicht allgemeines Schulwissen.

Wer sich für den Feuerwehrdienst bewirbt, egal ob als hauptamtlicher Beamter bei einer Berufsfeuerwehr oder auf einem anderen Weg in den Dienst, muss diese Hürde in der Regel als eine der ersten Stufen im Auswahlverfahren nehmen. Der Test richtet sich an alle Bewerberinnen und Bewerber unabhängig vom vorherigen Schulabschluss – entscheidend ist nicht das Vorwissen aus der Schulzeit, sondern die Fähigkeit, unter Zeitdruck konzentriert, logisch und technisch zu denken. Wer sich gezielt vorbereiten möchte, findet in diesem Ratgeber eine Übersicht der Testbereiche, zwei Beispielaufgaben zum Nachrechnen, den zeitlichen Ablauf des gesamten Bewerbungsverfahrens sowie Antworten auf die häufigsten Fragen. Ergänzend lohnt sich ein Blick in unsere Ratgeber zum Thema Feuerwehrmann werden und zur Feuerwehr-Ausbildung, um den gesamten Weg vom Bewerbungsverfahren bis zum Dienstantritt einzuordnen.

Was wird getestet?

TestbereichTypische Aufgaben
Konzentration / AufmerksamkeitDurchstreichen von Zeichen, Merkaufgaben, Zahlenreihen
Logisches DenkenAnalogien, Folgerungen, Matrizenaufgaben
Räumliches VorstellungsvermögenFiguren drehen, Würfelnetze, Spiegelungen
Technisches VerständnisZahnräder, Hebel, Strömungslehre, Mechanik
RechenaufgabenGrundrechenarten, Prozentrechnung, einfache Gleichungen
SprachverständnisTextverstehen, Wortbedeutungen, Satzergänzung

Die Tabelle zeigt die klassischen Testbereiche, wie sie bei den meisten Berufsfeuerwehren in Deutschland eingesetzt werden. Wichtig zu wissen: Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Test – jede Feuerwehr beziehungsweise jede Kommune oder jedes Bundesland gestaltet den eigenen Auswahlprozess selbst. Umfang, Schwierigkeitsgrad und Gewichtung der einzelnen Bereiche können sich daher von Dienststelle zu Dienststelle unterscheiden. Wer sich bei mehreren Feuerwehren gleichzeitig bewirbt, trifft folglich auf unterschiedliche Testformate – ein Grund mehr, sich nicht nur auf ein einzelnes Übungsheft zu verlassen, sondern die Bandbreite der Aufgabentypen zu kennen.

Beispielaufgaben

Die folgenden zwei Aufgaben zeigen beispielhaft, wie räumliches und technisches Denken im Test abgefragt werden – die Lösungswege lassen sich mit etwas Übung schnell verinnerlichen.

Räumliches Denken: Wenn du einen Würfel mit den Seiten 1–6 vor dir hast: Welche Zahl ist der 3 gegenüber? (Antwort: 4 – bei Standard-Würfeln gilt: 1+6=7, 2+5=7, 3+4=7)

Technisches Verständnis: Zahnrad A dreht sich mit 30 U/min im Uhrzeigersinn. Zahnrad B ist direkt verbunden und halb so groß. In welche Richtung dreht B, und wie schnell? (Antwort: Gegen den Uhrzeigersinn, 60 U/min)

Online-Tests zur Vorbereitung

  • Viele große BFs (München, Hamburg, Köln) bieten Übungsaufgaben auf ihrer Website
  • Plattformen wie „Testtrainer.de“ oder „probetest.de“ bieten BF-spezifische Tests
  • Bücher: „Einstellungstest Feuerwehr“ (verschiedene Verlage, aktuell halten)

Neben kommerziellen Übungsportalen bieten mittlerweile auch etliche Berufsfeuerwehren selbst kostenlose Beispielaufgaben auf ihrer Homepage an – ein guter erster Ansatzpunkt, weil sich Format und Aufgabentyp meist am ehesten mit dem tatsächlichen Test der jeweiligen Dienststelle decken. Wer mehrere Quellen kombiniert, bekommt ein realistischeres Bild als bei einem einzigen Übungsbuch.

Tipp: Das Niveau variiert je nach BF stark. Manche Tests sind sehr einfach (Grundschulmathematik), andere auf Fachabiturniveau.
Relevante Fachbegriffe:
  • einstellungstest
  • feuerwehr
  • auswahlverfahren
  • eignungstest
  • bewerber
  • konzentrationstest
  • technisches verständnis
  • räumliches denken
  • logik
  • rechenaufgaben
  • sporttest
  • medizin
  • assessment center
  • g26
  • online-test

Was wird beim Eignungstest geprüft — vollständige Übersicht

Der Eignungstest bei der Feuerwehr ist mehrstufig — jede Phase kann ein K.O.-Kriterium sein:

TeststufeInhaltBesonderheit
Onlinebewerbung / VorauswahlFormale Kriterien (Alter, Schul, Führerschein)Automatische K.O.-Filter
Schriftlicher TestMathematik, Physik, Chemie, DeutschMindestpunktzahl erforderlich
SporttestLauf, Klimmzüge, Schwimmen, KraftAlle Disziplinen müssen bestanden werden
Assessment CenterGruppenaufgabe, Interview, RollenspieleSoft Skills und Persönlichkeit
Medizinische Eignungsuntersuchung (G26.3)EKG, Lungenfunktion, Blut, SehtestUnabhängig von vorherigen Phasen

Diese Übersicht macht deutlich, dass der schriftliche Eignungstest nur eine von mehreren Hürden ist. Da jede Stufe unabhängig bewertet wird, reicht ein gutes Ergebnis im schriftlichen Test allein nicht aus – Sporttest, Assessment Center und die medizinische Untersuchung nach G26.3 müssen jeweils separat bestanden werden. Bewerberinnen und Bewerber sollten sich deshalb von Anfang an parallel auf alle Bereiche vorbereiten, statt sich ausschließlich auf den schriftlichen Teil zu konzentrieren.

Wie lange dauert das gesamte Bewerbungsverfahren?

Von der Online-Bewerbung bis zur Einstellungszusage vergehen typisch 3–9 Monate — je nach BF und Bewerberzahl:

  • Große BFs (Hamburg, München, Köln): 6–9 Monate (hohe Bewerberzahlen, viele Verfahrensrunden)
  • Mittelgroße BFs: 3–6 Monate
  • Kleine BFs: Teils 2–3 Monate, da weniger Bewerber

Tipp: Mehrere BFs gleichzeitig bewerben ist erlaubt und sinnvoll — Einstellungsjahrgänge sind begrenzt, und die nächste Runde kann ein Jahr entfernt sein.

Warum die Dauer so stark schwankt, hängt vor allem mit der Bewerberzahl und der Zahl der Verfahrensrunden zusammen. Kleinere Feuerwehren müssen weniger Bewerbungen sichten und können schneller entscheiden, während große Berufsfeuerwehren deutlich mehr Bewerbungen pro Einstellungstermin bearbeiten. Praktisch bedeutet das: Wer sich frühzeitig informiert und plant, sollte den Bewerbungsprozess nicht auf die letzten Monate vor der gewünschten Altersgrenze schieben, sondern rechtzeitig starten. Mehr Ratgeberartikel rund um die Bewerbung gibt es im Magazin.

Beispiel (Näherungswert): Wer sich gleichzeitig bei einer kleinen Feuerwehr (2–3 Monate Verfahrensdauer) und einer großen Berufsfeuerwehr wie Hamburg oder München (6–9 Monate) bewirbt, kann rechnerisch mit einem Unterschied von bis zu rund 6–7 Monaten zwischen den jeweils frühestmöglichen Einstellungszusagen rechnen. Wer die Wartezeit bei der großen BF nutzt, um sich parallel bei der kleinen BF zu bewerben, verkürzt die Zeit bis zur ersten möglichen Zusage im günstigsten Fall auf die kürzere der beiden Fristen, also etwa 2–3 Monate. Diese Rechnung ist ein reiner Näherungswert zur Einordnung und ersetzt keine individuelle Auskunft der jeweiligen Dienststelle.

Häufige Fragen zum Feuerwehr-Eignungstest

Was passiert, wenn ich eine Teststufe nicht bestehe?

Du bist aus dem laufenden Verfahren ausgeschieden. Im nächsten Bewerbungsjahrgang kannst du dich neu bewerben. Es gibt keine interne Sperrfrist — aber du solltest die Lücke sinnvoll nutzen und gezielt trainieren, was dich im letzten Versuch gekostet hat.

Gibt es eine Altersgrenze für Bewerbungen?

Ja — fast immer. Üblich: 32–36 Jahre je Bundesland. Bayern: 35 Jahre. NRW: 32 Jahre (Ausnahmen bis 37 bei besonderen Voraussetzungen). Nach Überschreitung ist eine Bewerbung formal ausgeschlossen. Frühzeitig bewerben ist daher wichtig.

Wie viele Versuche habe ich?

Je nach BF: 1–3 Bewerbungsversuche im Laufe des Lebens. Manche BFs haben keine formale Begrenzung, andere begrenzen die Teilnahme auf 2–3 Mal. Im Zweifel direkt bei der BF nachfragen — das ist keine Fangfrage, sondern zeigt Ernsthaftigkeit.

Kann ich mich bei mehreren Feuerwehren gleichzeitig bewerben?

Ja, das ist ausdrücklich erlaubt und sinnvoll. Da die Einstellungsjahrgänge begrenzt sind und die nächste Bewerbungsrunde teils erst wieder in einem Jahr stattfindet, bewerben sich viele Interessierte parallel bei mehreren Berufsfeuerwehren, um ihre Chancen zu erhöhen.

Ist der Eignungstest bei jeder Feuerwehr gleich schwer?

Nein. Das Niveau unterscheidet sich teils deutlich von Dienststelle zu Dienststelle — manche Tests bewegen sich auf Grundschulmathematik-Niveau, andere sind vom Anspruch her mit dem Fachabitur vergleichbar. Eine pauschale Einschätzung ist daher nicht möglich.

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