
Berufsfeuerwehr Freiburg: Bewerbung, Gehalt & Infos BW 2026
Berufsfeuerwehr Freiburg: Voraussetzungen, Einstellungstest, Besoldung nach Baden-Württemberger Recht und aktuelle Stelleninfos 2026.
Die Berufsfeuerwehr Freiburg sucht regelmäßig Nachwuchs. Hier findest du alle wichtigen Infos zu Voraussetzungen, Einstellungstest, Besoldung nach Baden-Württemberger Recht und den Besonderheiten der Stadt.
Die Berufsfeuerwehr Freiburg gehört zu den gefragtesten Arbeitgebern im Brand- und Katastrophenschutz Baden-Württembergs. Wer sich für den feuerwehrtechnischen Dienst in der Breisgau-Metropole interessiert, steht vor vielen Fragen: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, wie läuft das Auswahlverfahren ab, wie viel verdiene ich als Feuerwehrbeamter in Freiburg und wie bin ich krankenversichert? Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Informationen für deine Bewerbung – von den formalen Zugangsvoraussetzungen über den Einstellungstest bis zur Besoldung nach dem Landesbesoldungsgesetz Baden-Württemberg (LBesGBW). Angesprochen sind vor allem Berufseinsteiger und Quereinsteiger mit abgeschlossener Ausbildung, die den Schritt in den öffentlichen Dienst planen.
Du erfährst, welche Werte in den Besoldungstabellen stehen, wie du sie richtig liest, worin sich Freiburg von anderen Städten unterscheidet und welche Besonderheiten die Lage am Schwarzwald und im Dreiländereck mit sich bringt. Alle Angaben verstehen sich als Orientierung; maßgeblich sind stets die amtlichen Ausschreibungen der Stadt Freiburg. Wie der Einstieg in diesen Beruf grundsätzlich abläuft, zeigt ergänzend unser Leitfaden Feuerwehrmann werden, und weitere Ratgeber findest du im Magazin.
Steckbrief: Berufsfeuerwehr Freiburg
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bundesland | Baden-Württemberg (BW) |
| Einwohner | ca. 235.000 |
| Feuerwehrwachen (ca.) | 1 (Hauptfeuerwache; zzgl. Freiwillige Feuerwehr) |
| Besoldung Einstieg | A8 (Oberbrandmeister) im mittleren, A11 (Brandamtmann) im gehobenen Dienst nach LBesGBW, Feuerwehrzulage |
| Krankenversicherung | Heilfürsorge (§ 79 Abs. 1 LBG BW) oder – wenn die Stadt sie ersetzt hat – Beihilfe plus Zuschuss (§ 79 Abs. 4 LBG BW) |
Der Steckbrief bündelt die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Freiburg betreibt seinen Einsatzdienst über eine zentrale Hauptfeuerwache, ergänzt durch die Freiwillige Feuerwehr. Der Einstieg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt nach dem Landesbesoldungsgesetz Baden-Württemberg als Oberbrandmeister in Besoldungsgruppe A8. Beim Krankenversicherungsmodell ist Baden-Württemberg ein Sonderfall, den wir weiter unten im eigenen Abschnitt einordnen – die Tabelle nennt beide Modelle, weil die Stadt entscheidet. Wichtig: Die genauen Bedingungen legt die Stadt Freiburg in ihren jeweiligen Ausschreibungen fest, weshalb du diese vor einer Bewerbung immer prüfen solltest.
Voraussetzungen für die Bewerbung
Bevor du dich bewirbst, solltest du prüfen, ob du die formalen und gesundheitlichen Grundvoraussetzungen erfüllst. Für den mittleren Dienst zählen dazu vor allem ein Schulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, ein Führerschein und die körperliche Eignung. Die Feuerwehr Freiburg nennt auf ihrer Seite zur Berufsfeuerwehr diese Voraussetzungen:
- Mindestens erfolgreich abgeschlossene Hauptschule + abgeschlossene Ausbildung (alternativ zählt ein beruflicher Abschluss einer technischen Fachschule oder Fachoberschule)
- Führerschein mindestens Klasse B
- Ein Mindest- oder Höchstalter nennt die Feuerwehr Freiburg dort nicht – prüfe die aktuelle Ausschreibung
- Gesundheitliche Eignung für das Tragen von Atemschutzgeräten und bestandene schriftliche, sportliche und mündliche Eignungsprüfung
- Staatsangehörigkeit eines EU- oder EWR-Staates
- Wohnsitz während Ausbildung und Dienst im Umkreis von höchstens 25 km um Freiburg
- Keine Vorstrafen, polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge
In der Praxis lohnt es sich, die eigene Fitness früh und gezielt aufzubauen – der Sporttest ist für viele Bewerber die erste echte Hürde. Einen Rettungssanitäter-Schein führt die Feuerwehr Freiburg auf ihrer Seite nicht als Voraussetzung auf – ob er gefordert oder erwünscht ist, steht gegebenenfalls in der aktuellen Ausschreibung. Wer noch keine passende Ausbildung hat, findet im Leitfaden Feuerwehrmann werden einen Überblick über mögliche Wege in den Beruf.
Einstellungstest
Die Feuerwehr Freiburg nennt auf ihrer Seite zur Berufsfeuerwehr drei Prüfungen – eine schriftliche, eine sportliche und eine mündliche – sowie die gesundheitliche Eignung für Atemschutz. Inhalte, Reihenfolge und Grenzwerte veröffentlicht sie dort nicht; maßgeblich ist die aktuelle Ausschreibung der Feuerwehr Freiburg:
- Schriftliche Eignungsprüfung: Inhalte nennt die Stadt nicht
- Sportliche Eignungsprüfung: richtet sich laut Feuerwehr Freiburg nach der bundesweiten Empfehlung zur physischen Eignungsfeststellung bei Berufsfeuerwehren
- Mündliche Eignungsprüfung: Gespräch, Details nennt die Stadt nicht
- Gesundheitliche Eignung: Du musst Atemschutzgeräte tragen dürfen
Für den schriftlichen Teil lohnt es sich, Schulwissen über mehrere Wochen strukturiert aufzufrischen. Für den Sport ist die bundesweite Empfehlung zur physischen Eignungsfeststellung der beste Anhaltspunkt, weil sich Freiburg daran orientiert; welche Übungen genau verlangt werden, erfährst du mit der Ausschreibung oder Einladung. Eine ausführliche Erklärung aller Stufen findest du im Ratgeber Alle Stufen des Auswahlverfahrens erklärt.
Besoldung in Baden-Württemberg
Feuerwehrbeamte in Freiburg werden nicht nach Tarif, sondern nach der Besoldungsordnung des Landes Baden-Württemberg bezahlt. Das Grundgehalt hängt von der Besoldungsgruppe (A8 beim Einstieg, mit Beförderung A9, A10 und höher) sowie von der Erfahrungsstufe ab, die mit den Dienstjahren steigt. Hinzu kommt die Feuerwehrzulage, die den besonderen Belastungen des Einsatzdienstes Rechnung trägt. Wichtig zu wissen: Besoldung ist Ländersache – jedes Bundesland und der Bund haben eigene Tabellen, sodass sich das Gehalt für dieselbe Besoldungsgruppe von Land zu Land unterscheidet. Einen bundesweiten Überblick liefert unser Ratgeber Feuerwehr-Gehalt, und wie die einzelnen Länder im Vergleich abschneiden, zeigt die Übersicht Besoldung nach Bundesländern.
| Kriterium | Freiburg (BW) |
|---|---|
| A8 Stufe 1 brutto (Oberbrandmeister, Eingangsamt) | ca. 3.302 € (Tabelle ab 01.04.2026, vom Land vorgriffsweise gezahlt) |
| Krankenversicherung | Heilfürsorge (§ 79 Abs. 1 LBG BW) oder – wenn die Stadt sie ersetzt hat – Beihilfe plus Zuschuss (§ 79 Abs. 4 LBG BW) |
| Pensionsalter | 60 Jahre (bundesweit niedrigstes!) |
| Höchstalter | auf der Freiburger Seite nicht genannt |
So liest du die Tabelle: Der Wert „A8 Stufe 1“ steht für das Grundgehalt zu Beginn der Laufbahn, also ohne Zulagen und vor Steuern. Mit jeder Erfahrungsstufe und jeder Beförderung wächst dieser Betrag. Das Pensionsalter von 60 Jahren gehört im bundesweiten Vergleich zu den niedrigsten Altersgrenzen und ist einer der attraktivsten Punkte des feuerwehrtechnischen Dienstes: Wer früh einsteigt, kann die aktive Dienstzeit deutlich vor der allgemeinen Regelaltersgrenze abschließen.
Beispiel (Näherungswert): Ein Berufsanfänger startet in Freiburg nach dem Vorbereitungsdienst als Oberbrandmeister in Besoldungsgruppe A8, Stufe 1. Nach der Besoldungstabelle Baden-Württembergs ab 01.04.2026 (vorgriffsweise gezahlt; das Gesetz wird im Oktober 2026 im Landtag erwartet) entspricht das einem monatlichen Grundgehalt von rund 3.302,04 € brutto. Mit wachsender Erfahrung klettert das Gehalt innerhalb von A8 bis zur Stufe 9 auf rund 4.100,47 € brutto. Nach einer Beförderung zum Hauptbrandmeister (A9) gilt die höhere A9-Tabelle. Diese Beträge sind Grundgehälter ohne Zulagen wie die Feuerwehrzulage und dienen nur zur Orientierung – verbindlich sind allein die amtlichen Tabellen. Die genauen Grundgehälter für A8–A11 findest du zudem im Ratgeber Feuerwehr Besoldung Baden-Württemberg.
Krankenversicherung: Beihilfe oder Heilfürsorge?
Baden-Württemberg ist beim Thema Krankenversicherung ein Sonderfall, den man kennen sollte. Der gesetzliche Grundsatz nach § 79 Landesbeamtengesetz BW sieht für Beamte des Einsatzdienstes der Feuerwehr die freie Heilfürsorge vor. Der kommunale Dienstherr kann sie jedoch durch Beihilfe plus einen Zuschuss zur Krankenversicherung ablösen – und viele Städte haben genau das getan. Wie hoch der Zuschuss zur Krankenversicherung dann ausfällt, legt der Gemeinderat per Satzung fest (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 17.11.2016, 4 S 1942/14). Ob in Freiburg konkret Heilfürsorge oder Beihilfe plus Zuschuss gilt, hängt also von der aktuellen kommunalen Regelung ab und sollte direkt bei der Stadt erfragt werden. Bei einem Beihilfe-Modell ergänzt eine beihilfekonforme private Krankenversicherung die Absicherung.
Besonderheiten der Berufsfeuerwehr Freiburg
Freiburg zählt zu den attraktivsten Standorten im deutschen Feuerwehrwesen – nicht nur wegen der Lebensqualität, sondern auch wegen eines ungewöhnlich vielfältigen Einsatzspektrums. Die Lage am Rand des Schwarzwalds und im Dreiländereck stellt die Einsatzkräfte vor Aufgaben, die es in dieser Kombination nur an wenigen Orten gibt:
- Schwarzwald als Hinterland: Waldbrandgefahr, Sturmlagen und Wintersport-Einsätze in den Skigebieten – ein einzigartiges Einsatzspektrum
- Universitätsstandort: Die Universität Freiburg mit chemischen Laboren und historischen Gebäuden erhöht die Anforderungen an den Brandschutz
- Freiburger Münster: Das gotische Münster aus dem 13. Jahrhundert steht für den anspruchsvollen Brandschutz an historischen Objekten
- Grenzlage Dreiländereck: Die Nähe zu Frankreich und der Schweiz führt zu internationaler Einsatzkooperation
Weil Freiburg als Standort sehr begehrt ist, sind die Auswahlverfahren entsprechend kompetitiv. Stellen schreibt die Stadt bei Bedarf auf www.wirliebenfreiburg.de unter „offene Stellen“ aus; bewerben kannst du dich nur über das Bewerbungsportal der Stadt. Die Ausbildung beginnt derzeit jeweils im April und dauert 19 Monate: sechs Monate Grundausbildung, ein Monat Laufbahnlehrgang mit Laufbahnprüfung und zwölf Monate berufspraktische Ausbildung im Einsatzdienst.
Häufige Fragen zur Berufsfeuerwehr Freiburg
Wie viel verdient man bei der Berufsfeuerwehr Freiburg?
Feuerwehrbeamte in Freiburg werden nach dem Landesbesoldungsgesetz Baden-Württemberg (LBesGBW) bezahlt. Der Einstieg in den mittleren Dienst erfolgt als Oberbrandmeister in Besoldungsgruppe A8. Das monatliche Grundgehalt in A8 Stufe 1 liegt nach der Tabelle ab 01.04.2026 (vorgriffsweise gezahlt) bei rund 3.302,04 € brutto und steigt mit den Erfahrungsstufen an. Hinzu kommen die Feuerwehrzulage und weitere Bestandteile, die nicht im Grundgehalt enthalten sind. Die genannten Werte sind Näherungswerte; maßgeblich sind die amtlichen Besoldungstabellen.
Habe ich in Freiburg Beihilfe oder Heilfürsorge?
Baden-Württemberg ist ein Sonderfall. Gesetzlicher Grundsatz nach § 79 Landesbeamtengesetz BW ist die freie Heilfürsorge für Beamte des Einsatzdienstes der Feuerwehr. Der kommunale Dienstherr kann sie jedoch durch Beihilfe plus einen Zuschuss zur Krankenversicherung ablösen, und viele Städte haben davon Gebrauch gemacht. Die Höhe des Zuschusses legt dann der Gemeinderat per Satzung fest. Ob in Freiburg Heilfürsorge oder Beihilfe plus Zuschuss gilt, solltest du direkt bei der Stadt erfragen.
Wie hoch ist das Höchstalter für die Bewerbung in Freiburg?
Eine feste Altersgrenze nach oben oder unten nennt die Feuerwehr Freiburg auf ihrer Seite zur Berufsfeuerwehr nicht. Maßgeblich ist die jeweilige Ausschreibung der Stadt. Wer sich zeitlich unter Druck sieht, sollte sich frühzeitig und möglichst bei mehreren Berufsfeuerwehren parallel bewerben, um die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.
Wann kann ich als Feuerwehrbeamter in Freiburg in Pension gehen?
Für den Einsatzdienst nennt die Übersicht ein Pensionsalter von 60 Jahren. Das gehört zu den niedrigsten Altersgrenzen im bundesweiten Vergleich und ist ein wichtiger Vorteil des feuerwehrtechnischen Dienstes gegenüber vielen anderen Laufbahnen.
Wie läuft der Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr Freiburg ab?
Die Feuerwehr Freiburg nennt eine schriftliche, eine sportliche und eine mündliche Eignungsprüfung; außerdem musst du gesundheitlich geeignet sein, Atemschutzgeräte zu tragen. Beim Sport orientiert sich Freiburg an der bundesweiten Empfehlung zur physischen Eignungsfeststellung für Berufsfeuerwehren. Eine gezielte Vorbereitung über mehrere Wochen – schriftlich wie sportlich – erhöht die Erfolgschancen deutlich.
Wo finde ich Stellenausschreibungen der Berufsfeuerwehr Freiburg?
Die Stadt schreibt Stellen bei Bedarf auf www.wirliebenfreiburg.de unter „offene Stellen“ aus, die Bewerbung läuft nur über das Bewerbungsportal der Stadt. Ausbildungsbeginn ist derzeit jeweils im April. Weil Freiburg als Standort sehr begehrt ist, lohnt sich eine frühzeitige Bewerbung.
In den ersten fünf Dienstjahren meist kein Ruhegehalt
Wirst du als Anwärter oder Beamter auf Probe dienstunfähig, bekommst du vor Ablauf der fünfjährigen Wartezeit in der Regel kein Ruhegehalt – es sei denn, die Dienstunfähigkeit geht auf einen Dienstunfall oder eine im Dienst erlittene Schädigung zurück – dann greift die Unfallfürsorge. Kostenlose Erstinformation anfordern:
Alle in diesem Ratgeber genannten Beträge und Altersgrenzen sind Näherungswerte und beziehen sich auf die Besoldungstabelle Baden-Württembergs ab 01.04.2026, die das Land vorgriffsweise zahlt; das Anpassungsgesetz wird im Oktober 2026 im Landtag erwartet. Maßgeblich sind stets die aktuellen amtlichen Besoldungstabellen sowie die konkreten Ausschreibungen der Stadt Freiburg.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- Landesbesoldungsgesetz Baden-Württemberg (LBesGBW) – Anlage 1: Oberbrandmeister A 8 als Eingangsamt, Amtmann A 11 als Eingangsamt des gehobenen technischen Dienstes
- Ausbildungs- und Prüfungsordnung mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst (APrOFw mD) – § 6 Oberbrandmeisteranwärter
- Ausbildungs- und Prüfungsordnung gehobener feuerwehrtechnischer Dienst (APrOFw gD) – §§ 6, 8 Brandamtmannanwärter, zwei Jahre Vorbereitungsdienst
- Landesamt für Besoldung und Versorgung Baden-Württemberg – Besoldungstabelle ab 01.04.2026
Rechtsstand: September 2026 (Normtexte am 25.09.2026 abgerufen). Grundgehälter: Tabelle ab 01.04.2026, vom Land vorgriffsweise gezahlt; das Gesetz wird im Oktober 2026 im Landtag erwartet.