
Fahrzeuge & Technik · 12. Juni 2026
Wärmebildkamera im Einsatz: Technik & Nutzen
Die Wärmebildkamera (WBK) macht für die Feuerwehr Unsichtbares sichtbar: Sie zeigt Glutnester, Personen im Rauch und Temperaturunterschiede. Heute gehört sie zur Standardausrüstung jedes Atemschutztrupps.
Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?
Die WBK erfasst Infrarotstrahlung und wandelt Temperaturunterschiede in ein sichtbares Bild um. Im dichten Brandrauch, in dem das Auge nichts erkennt, zeichnen sich Menschen, Türen und Glutnester deutlich ab.
Einsatzmöglichkeiten
- Personensuche: Vermisste im verrauchten Raum schnell finden
- Glutnestsuche: versteckte Brandherde in Wänden und Dächern
- Brandausbreitung: Wärmestaus und gefährdete Bereiche erkennen
- Technische Hilfe: auslaufende Stoffe, Füllstände von Tanks
💡 Die Wärmebildkamera ersetzt nicht die Vorsicht: Sie zeigt Temperaturen, aber keine tragfähigen Böden. Der Atemschutztrupp tastet sich weiter mit der Rückzugslinie vor.
Pflicht oder Kür?
Eine bundesweite Pflicht gibt es nicht, doch immer mehr Bundesländer und Kommunen rüsten flächendeckend aus. Die Diskussion, die WBK zum Standard auf jedem ersten Fahrzeug zu machen, ist in vollem Gange.
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