Berufsfeuerwehr Rostock: Bewerbung, Gehalt & Infos MV 2026
Berufsfeuerwehren · 8. Juni 2026

Berufsfeuerwehr Rostock: Bewerbung, Gehalt & Infos MV 2026

Berufsfeuerwehr Rostock: Voraussetzungen, Einstellungstest, Besoldung nach Mecklenburg-Vorpommerner Recht und aktuelle Stelleninfos 2026.

8 Min Lesezeit · Aktualisiert: 9. Juli 2026

Die Berufsfeuerwehr Rostock sucht regelmäßig Nachwuchs für den feuerwehrtechnischen Einsatzdienst. Rostock ist die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, und ihr Hafen mit den Fährverbindungen nach Skandinavien sorgt für ein Einsatzprofil, das es so nur an wenigen Standorten in Deutschland gibt. Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Ausbildung oder einen Quereinstieg bei der Feuerwehr Rostock erwägen – vom Schulabgänger mit abgeschlossener Berufsausbildung bis zur Fachkraft, die sich beruflich verändern möchte. Du erfährst, welche Voraussetzungen die Hansestadt erwartet, wie das Auswahlverfahren abläuft, wie hoch die Besoldung nach dem Recht Mecklenburg-Vorpommerns ausfällt und wie die Krankenversicherung im Einsatzdienst geregelt ist. Wer den Weg in den Beruf grundsätzlich verstehen will, findet in unserem Überblick Feuerwehrmann werden die wichtigsten Schritte. Alle Gehaltsangaben sind Brutto-Grundgehälter und dienen der Orientierung; verbindlich ist stets die jeweils aktuelle Stellenausschreibung der Stadt Rostock.

Steckbrief: Berufsfeuerwehr Rostock

Bevor es in die Details geht, hier die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Die folgende Übersicht zeigt, in welchem Bundesland Rostock liegt, wie groß die Wehr grob ist und wie Besoldung und Krankenversicherung im Einsatzdienst grundsätzlich geregelt sind. Die Angaben sind Anhaltspunkte – die genauen Werte hängen von Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und der jeweiligen Ausschreibung ab.

MerkmalWert
BundeslandMecklenburg-Vorpommern (MV)
Einwohnerca. 210.000
Feuerwehrwachen (ca.)4
Besoldung EinstiegA7–A9 nach LBesG MV, Heilfürsorge, Feuerwehrzulage
KrankenversicherungHeilfürsorge im Einsatzdienst (Beihilfe für Angehörige und im Ruhestand)

So liest du die Tabelle: Die Besoldungsgruppe (etwa A7) beschreibt die Wertigkeit des Amtes, die Erfahrungsstufe steigt mit den Dienstjahren. Weil jedes Bundesland ein eigenes Besoldungsgesetz hat, sind die Beträge in Mecklenburg-Vorpommern nicht mit denen des Bundes oder anderer Länder identisch. Wie groß diese Unterschiede sind, zeigt unser Vergleich der Feuerwehr-Besoldung zwischen den Bundesländern. Einen Gesamtüberblick über Gehaltsbestandteile, Zulagen und Netto-Effekte bietet der Ratgeber zum Feuerwehr-Gehalt.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Der Einstieg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst setzt eine Mischung aus schulischer Grundqualifikation, handwerklicher oder technischer Berufserfahrung und körperlicher Eignung voraus. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was die meisten Ausschreibungen der Berufsfeuerwehr Rostock erwarten – im Detail entscheidet immer der Text der konkreten Stellenausschreibung.

  • Mindestens Hauptschulabschluss + abgeschlossene Berufsausbildung (mittlerer Dienst)
  • Führerschein Klasse B (oft C/CE empfohlen)
  • Mindestalter 18 Jahre, Höchstalter meist 30–35 Jahre je nach MV-Recht
  • Körperliche Eignung (Sporttest, G26-Untersuchung)
  • Rettungssanitäter-Schein oft Pflicht oder Vorteil
  • Keine Vorstrafen, polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge

Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr Rostock

Das Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Rostock folgt dem in Mecklenburg-Vorpommern üblichen Aufbau. Es kombiniert einen schriftlichen Wissenstest mit einem Sporttest, einer arbeitsmedizinischen Untersuchung und einem persönlichen Gespräch. Wer sich gezielt vorbereitet – gerade auf den Sportteil und die Rechenaufgaben –, verbessert seine Chancen spürbar.

  • Schriftlicher Test: Mathematik, Deutsch, technisches Verständnis, Logik
  • Sporttest: Laufen, Klimmzüge/Hängen, Hindernisparcours
  • Medizinische Untersuchung: G26.3, Sehtest, Hörtest
  • Eignungsgespräch: Motivation, Teamfähigkeit, Stresssituationen

Alle Stufen des Auswahlverfahrens erklärt

Besoldung in Mecklenburg-Vorpommern

Feuerwehrbeamtinnen und -beamte in Rostock werden nach der Besoldungsordnung A des Landes Mecklenburg-Vorpommern bezahlt. Der Einstieg im mittleren Dienst erfolgt in der Regel in der Gruppe A7. Innerhalb jeder Gruppe steigt das Grundgehalt mit den Erfahrungsstufen: Wer neu anfängt, startet in einer niedrigen Stufe und rückt mit den Dienstjahren automatisch auf. Zum Grundgehalt kommen weitere Bestandteile hinzu, etwa die Feuerwehrzulage für den Einsatzdienst sowie – je nach persönlicher Situation – der Familienzuschlag. Weil die Länder ihre Tabellen unabhängig voneinander anpassen, lohnt sich vor einer Bewerbung ein Blick auf die Feuerwehr-Besoldung Mecklenburg-Vorpommern 2026 und auf die Unterschiede zwischen Bund und Ländern.

Rechenbeispiel (Näherungswert)

Beispiel: Eine Bewerberin startet in Rostock in der Besoldungsgruppe A7, Stufe 1. Nach der aktuell verkündeten Besoldungstabelle für Mecklenburg-Vorpommern (gültig ab 01.02.2025) sind das rund 2.893,21 € Grundgehalt im Monat. Mit wachsender Erfahrung steigt das Grundgehalt innerhalb von A7 auf etwa 3.134,06 € in Stufe 5 und bis zu 3.489,79 € in der höchsten Stufe 10. Wer später nach A9 aufsteigt, erreicht dort in Stufe 2 rund 3.215,82 €. Hinzu kommen die Feuerwehrzulage und – im aktiven Einsatzdienst – die freie Heilfürsorge, sodass kein eigener Beitrag zu einer privaten Krankenvollversicherung anfällt. Die genannten Beträge sind Brutto-Grundgehälter und Näherungswerte; Zulagen, Familienzuschlag und Abzüge bleiben unberücksichtigt.

Krankenversicherung: Heilfürsorge in Rostock

Für die Krankenversicherung gilt in Mecklenburg-Vorpommern eine Besonderheit, die den Beruf finanziell attraktiv macht: Beamtinnen und Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes erhalten im aktiven Einsatzdienst freie Heilfürsorge und sind damit den Polizeivollzugsbeamten gleichgestellt. Der Dienstherr übernimmt die Krankheitskosten, eine eigene private Krankenvollversicherung ist während der aktiven Dienstzeit nicht erforderlich. Wichtig zu wissen: Die Heilfürsorge endet mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Für Angehörige und für die Zeit im Ruhestand greift dann die Beihilfe, die üblicherweise durch eine ergänzende Restkosten- oder Anwartschaftsversicherung abgesichert wird.

KV-Modell MV: Heilfürsorge für Berufsfeuerwehrbeamte im Einsatzdienst (§ 140 i.V.m. § 137 LBG M-V); Beihilfe für Angehörige und im Ruhestand. Beihilfe für Feuerwehrbeamte →

Rostock als Feuerwehr-Standort

Die Berufsfeuerwehr Rostock hat eines der ungewöhnlichsten Einsatzprofile bundesweit. Wer hier arbeitet, deckt weit mehr ab als klassische Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung in der Stadt – der Hafen und die Küstenlage bringen Aufgaben mit sich, die anderswo kaum vorkommen:

  • Rostocker Hafen (Überseehafen): Einer der größten Ostseehäfen Deutschlands — Schiffsbrände, Gefahrgut auf Schiffen, maritime Schadenslagen
  • Fährverbindungen nach Skandinavien: Große RoPax-Fähren (bis 2.000 Passagiere) — spezifische Fährbrand-Ausbildung
  • Universität Rostock: Größte Universität MV — Labore und historische Gebäude
  • Ostseeküste: Sturmflutrisiko, Eislagen im Winter

Die folgende Übersicht fasst die für Bewerber wichtigsten Kennzahlen des Standorts zusammen – vom Einstiegsgehalt über die Krankenversicherung bis zum Höchstalter und der fachlichen Besonderheit:

KriteriumRostock (MV)
A7 Stufe 1 bruttoca. 2.893 € (Stand 02/2025)
KrankenversicherungHeilfürsorge
Höchstalterca. 36 Jahre (MV)
BesonderheitMaritime Einsätze, Fährbrand-Ausbildung

Maritime Spezialisierung: Rostock ist einer der wenigen Standorte, an dem Feuerwehrleute regelmäßig für Schiffsbrände ausgebildet werden. Wer sich für maritime Feuerwehrarbeit interessiert, findet in Rostock ein einzigartiges Berufsumfeld. Stellenausschreibungen der Berufsfeuerwehr Rostock veröffentlicht die Hansestadt Rostock auf ihrer offiziellen Website im Bereich „Karriere / Stellenangebote“. Die Einstellungszyklen variieren – Mecklenburg-Vorpommern schreibt bedarfsabhängig aus, mal jährlich, mal nach konkretem Bedarf.

Häufige Fragen zur Berufsfeuerwehr Rostock

Erhalte ich bei der Berufsfeuerwehr Rostock Heilfürsorge oder Beihilfe?

Im aktiven Einsatzdienst erhalten Beamtinnen und Beamte des feuerwehrtechnischen Dienstes in Mecklenburg-Vorpommern freie Heilfürsorge; sie sind insoweit dem Polizeivollzug gleichgestellt (§ 140 i.V.m. § 137 LBG M-V). Eine eigene private Krankenvollversicherung ist dafür nicht nötig. Für Angehörige und im Ruhestand gilt die Beihilfe – eine ergänzende Anwartschafts- bzw. Restkostenversicherung ist dann sinnvoll.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt bei der Berufsfeuerwehr Rostock?

Der Einstieg im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt in der Besoldungsgruppe A7. Nach der aktuell verkündeten Besoldungstabelle für Mecklenburg-Vorpommern (gültig ab 01.02.2025) beträgt das Grundgehalt in A7, Stufe 1 rund 2.893,21 Euro im Monat; mit steigender Erfahrungsstufe wächst es innerhalb von A7 auf bis zu 3.489,79 Euro in Stufe 10. Hinzu kommen die Feuerwehrzulage und weitere Bestandteile. Die Beträge sind Brutto-Grundgehälter und Näherungswerte.

Nach welchem Recht wird die Feuerwehr Rostock besoldet?

Rostock ist eine kommunale Berufsfeuerwehr in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Beamtinnen und Beamten werden nach der Besoldungsordnung A des Landes Mecklenburg-Vorpommern bezahlt. Die Höhe des Grundgehalts hängt von der Besoldungsgruppe (Einstieg A7) und der Erfahrungsstufe ab. Weil jedes Bundesland ein eigenes Besoldungsgesetz hat, unterscheiden sich die Beträge zwischen Bund und Ländern teils deutlich.

Bis zu welchem Alter kann ich mich in Mecklenburg-Vorpommern bewerben?

Das Höchstalter für die Einstellung in den feuerwehrtechnischen Dienst liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 36 Jahren. Verbindlich ist immer die jeweils aktuelle Stellenausschreibung der Hansestadt Rostock. Wer sich dem Höchstalter nähert, sollte mehrere Verfahren parallel angehen, um die Chancen zu erhöhen.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Bewerbung erfüllen?

Für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst werden in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung, der Führerschein der Klasse B (oft C/CE empfohlen), ein Mindestalter von 18 Jahren, die gesundheitliche Eignung (Sporttest, arbeitsmedizinische Untersuchung G26.3) sowie ein einwandfreies Führungszeugnis erwartet. Ein Rettungssanitäter-Schein ist häufig Pflicht oder von Vorteil.

Was macht die Berufsfeuerwehr Rostock besonders?

Rostock ist die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und verfügt über einen der größten Ostseehäfen Deutschlands. Schiffsbrände, Gefahrgut auf Schiffen und große Fähren nach Skandinavien prägen das Einsatzprofil, weshalb eine Fährbrand-Ausbildung zum Alltag gehört. Hinzu kommen Risiken durch Sturmfluten und Eislagen an der Küste.

Hinweis: Alle Besoldungsangaben in diesem Ratgeber sind Brutto-Grundgehälter nach der aktuell verkündeten Landestabelle und stellen Näherungswerte dar. Individuelle Zulagen, Familienzuschlag, Steuer- und Abzugsbeträge sind nicht berücksichtigt. Maßgeblich sind die geltenden Besoldungsgesetze Mecklenburg-Vorpommerns und die jeweilige Stellenausschreibung der Hansestadt Rostock.

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