Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung A7–A16 nach Dienstgrad
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Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung A7–A16 nach Dienstgrad

Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung der Berufsfeuerwehr nach Dienstgrad – vom Brandmeister (A7) über den Brandoberinspektor (A10) bis zum Leitenden Branddirektor (A16), inklusive Zulagen, Schichtdienst und Brutto-vs-Netto.

7 Min Lesezeit · Aktualisiert: 2. Oktober 2026

Die Feuerwehr-Gehaltstabelle zeigt, wie Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr in Deutschland bezahlt werden. Wie viel eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann verdient, richtet sich nicht nach einem frei verhandelten Lohn, sondern nach dem Dienstgrad und der zugehörigen Besoldungsgruppe (A7 bis A16). Dieser Ratgeber ordnet die wichtigsten Dienstgrade vom mittleren über den gehobenen bis zum höheren feuerwehrtechnischen Dienst den Besoldungsgruppen zu und nennt grobe Brutto-Spannen – jeweils als „ca.“-Werte, denn die genaue Höhe hängt vom Bundesland und von der Erfahrungsstufe ab.

Wie wird die Feuerwehr besoldet?

Die Berufsfeuerwehr ist Teil des öffentlichen Dienstes. Ihre Einsatzkräfte sind in aller Regel verbeamtet und werden nach der Besoldungsordnung A bezahlt. Diese teilt sich in Besoldungsgruppen (A7 bis A16) und innerhalb jeder Gruppe in mehrere Erfahrungsstufen, die mit den Dienstjahren steigen. Ein und derselbe Dienstgrad kann daher – abhängig von der Berufserfahrung – spürbar unterschiedlich vergütet werden. Den Direkteinstieg in den gehobenen Dienst mit Studium beschreibt der Ratgeber zur Laufbahngruppe 2.

Hinzu kommt: Besoldung ist Ländersache. Der Bund und jedes Bundesland haben eigene Besoldungstabellen. Zwischen einem finanzstarken und einem finanzschwachen Land können bei gleicher Besoldungsgruppe mehrere Hundert Euro Unterschied liegen. Die feuerwehrtechnische Laufbahn gliedert sich in drei Ebenen:

  • Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A7 bis A9 (Brandmeister bis Hauptbrandmeister)
  • Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A9/A10 bis A13 (Brandinspektor bis Brandoberamtsrat, darunter der Brandoberinspektor in A10)
  • Höherer feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A13 bis A16 (Brandrat bis Leitender Branddirektor)

Dienstunfähig vor der Wartezeit: Entlassung statt Pension

Im Beamtenverhältnis auf Widerruf wirst du bei dauernder Dienstunfähigkeit entlassen. Im Beamtenverhältnis auf Probe kommst du nur in den Ruhestand, wenn die Dienstunfähigkeit auf den Dienst zurückgeht – oder, bei anderer Ursache, wenn du die versorgungsrechtliche Wartezeit erfüllt hast und dein Dienstherr sich dafür entscheidet. Sonst folgt die Entlassung; statt einer Pension gibt es dann in der Regel nur die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einer kostenlosen Erstinformation zur Absicherung bei Dienstunfähigkeit.

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Gehaltstabelle nach Dienstgrad

Kurz orientiert: Diese Seite erklärt die Amtsbezeichnungen und Besoldungsgruppen; was am Monatsende mit Zulagen, Heilfürsorge und Pension tatsächlich herauskommt, steht im Ratgeber Feuerwehr-Gehalt 2026; dein persönliches Brutto und Netto nach Bundesland, Besoldungsgruppe und Stufe schätzt der Feuerwehr-Gehaltsrechner, die Versorgung im Ruhestand erklärt die Seite Pension für Feuerwehrbeamte.

Die Grundgehälter sind Ländersache – die geltenden Landestabellen mit Zulagen und Rechenbeispielen findest du in den Länder-Ratgebern: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Die folgenden Tabellen ordnen die gängigen Dienstgrade der Berufsfeuerwehr den Besoldungsgruppen nach Laufbahn zu und nennen eine ungefähre monatliche Brutto-Spanne. Die Spanne reicht jeweils von der niedrigsten bis zur höchsten Erfahrungsstufe; die konkreten Beträge unterscheiden sich je nach Bundesland.

Direkt zum Dienstgrad: Brandmeister · Oberbrandmeister · Hauptbrandmeister · Brandinspektor · Brandoberinspektor · Brandamtmann · Brandamtsrat · Brandoberamtsrat · Brandrat · Oberbrandrat · Branddirektor · Leitender Branddirektor

Mittlerer Dienst: Brandmeister bis Hauptbrandmeister (A7–A9)

Im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst beginnen die meisten Länder mit dem Brandmeister in A7; Beförderungen führen über den Oberbrandmeister (A8) zum Hauptbrandmeister (A9). In Bayern heißt das Amt in A9 Brandinspektor, in Baden-Württemberg ist seit 1. Dezember 2022 der Oberbrandmeister in A8 das Eingangsamt.

Dienstgrad Besoldungsgruppe ca. Brutto/Monat
Brandmeister/-in A7 ca. 2.900–3.900 €
Oberbrandmeister/-in A8 ca. 3.050–4.150 €
Hauptbrandmeister/-in A9 ca. 3.250–4.450 €

Gehobener Dienst: Brandinspektor bis Brandoberamtsrat (A9–A13)

Der gehobene Dienst beginnt in den meisten Ländern beim Brandoberinspektor (A10); einige Bundesländer steigen bereits als Brandinspektor (A9) ein, Baden-Württemberg erst als Brandamtmann (A11).

Dienstgrad Besoldungsgruppe ca. Brutto/Monat
Brandinspektor/-in (nicht in allen Ländern) A9 ca. 3.250–4.450 €
Brandoberinspektor/-in A10 ca. 3.500–5.000 €
Brandamtmann/-frau A11 ca. 3.900–5.300 €
Brandamtsrat/-rätin A12 ca. 4.200–5.900 €
Brandoberamtsrat/-rätin A13 ca. 4.900–6.400 €

Höherer Dienst: Brandrat bis Leitender Branddirektor (A13–A16)

Der höhere Dienst startet als Brandrat (A13) und führt bis zum Leitenden Branddirektor (A16) – die Amtsbezeichnungen variieren dabei von Land zu Land.

Dienstgrad Besoldungsgruppe ca. Brutto/Monat
Brandrat/-rätin A13 ca. 5.000–6.400 €
Oberbrandrat / Brandoberrat A14 ca. 5.200–7.000 €
Branddirektor/-in A15 ca. 6.300–7.800 €
Leitende/-r Branddirektor/-in A16 ca. 6.900–8.700 €

Stand September 2026, gerundete Richtwerte je nach Bundesland und Erfahrungsstufe. Maßgeblich sind stets die aktuellen Besoldungstabellen des jeweiligen Bundeslandes bzw. des Bundes. In Großstädten reichen die Spitzenämter der Feuerwehrleitung darüber hinaus in die Besoldungsordnung B.

Wie die Dienstgrade in den Ländern heißen und welche Rangabzeichen dazugehören, zeigen der Dienstgrade-Überblick und der Ratgeber zu den Dienstgraden der Feuerwehr in NRW.

Heilfürsorge oder Beihilfe? Das ist nicht überall gleich

Ob dein Dienstherr im Einsatzdienst die Krankheitskosten über Heilfürsorge trägt oder du Beihilfe plus private Ergänzung brauchst, ist nicht überall gleich geregelt. Heilfürsorge gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und für die Berufsfeuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern; in Bayern und Brandenburg gilt dagegen die Beihilfe. Die Heilfürsorge gilt nur, solange du Dienst- oder Anwärterbezüge erhältst. Ein lizenzierter Partner meldet sich mit einer kostenlosen Erstinformation für deine Situation.

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Zulagen & Schichtdienst

Das Grundgehalt aus der Besoldungstabelle ist nur ein Teil des Einkommens. Weil der Feuerwehrdienst mit besonderen Belastungen verbunden ist, kommen mehrere Zulagen hinzu:

  • Feuerwehrzulage (Stellenzulage): eine amtsspezifische Zulage für Beamtinnen und Beamte im Einsatzdienst. Ihre Höhe ist bundeslandabhängig und liegt nach zwei Dienstjahren bei rund 130 bis 200 € monatlich (Bund 190 €, Brandenburg 200 €).
  • Wechselschichtzulage: für den ständigen Dienst nach einem Schichtplan mit regelmäßigem Nachtdienst – in den meisten Ländern 102,26 €, neben der Feuerwehrzulage aber nur zur Hälfte (51,13 €); der Bund und mehrere Länder zahlen stattdessen Stundenzulagen. Höhe und Voraussetzungen erklärt der Ratgeber zur Wechselschichtzulage bei der Feuerwehr.
  • Erschwernis- und Dienst-zu-ungünstigen-Zeiten-Zuschläge: für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst sowie besondere Einsatzbelastungen.

Feuerwehrbeamte leisten typischerweise 24-Stunden-Schichten im Wechsel. Dadurch summieren sich die Zulagen übers Jahr spürbar und können das Nettoeinkommen deutlich anheben. Alle Zulagen mit Beträgen und Voraussetzungen erklärt der Ratgeber Feuerwehr-Zulagen.

Brutto vs. Netto

Bei Beamtinnen und Beamten fällt vom Brutto weniger ab als bei Angestellten: Es gibt keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Abgezogen werden im Wesentlichen die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag (sofern anwendbar). Dafür müssen sich Feuerwehrbeamte in der Regel privat krankenversichern und erhalten dazu die staatliche Beihilfe, die einen großen Teil der Krankheitskosten übernimmt.

Als grobe Faustregel bleibt vom Brutto oft ein höherer Netto-Anteil übrig, als es Angestellte gewohnt sind. Die genaue Höhe hängt von Steuerklasse, Kinderzahl, Beihilfesatz und dem privaten Krankenversicherungstarif ab – pauschale Euro-Werte lassen sich hier seriös nicht angeben.

Praxisbeispiel: Ein Brandoberinspektor (A10) mit einigen Dienstjahren liegt beim Grundgehalt ungefähr in der Mitte der oben genannten Spanne, also grob bei rund 4.000 € brutto im Monat. Rechnet man Feuerwehrzulage und Schichtzuschläge hinzu, kommt monatlich ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Betrag obendrauf. Wegen der geringeren Sozialabgaben fällt das Netto im Verhältnis höher aus als bei einem vergleichbar bezahlten Angestellten – die exakte Summe hängt aber, wie beschrieben, von den persönlichen Faktoren ab.

Häufige Fragen

Was verdient ein Brandoberinspektor?

Ein Brandoberinspektor ist der klassische Einstiegsdienstgrad des gehobenen Dienstes und wird nach Besoldungsgruppe A10 bezahlt. Das Grundgehalt liegt je nach Bundesland und Erfahrungsstufe bei ca. 3.500 bis 5.000 € brutto im Monat. Hinzu kommen Feuerwehr- und Schichtzulagen.

Was verdient man im gehobenen Dienst der Feuerwehr?

Der gehobene Dienst umfasst die Besoldungsgruppen A9/A10 bis A13, also vom Brandinspektor über den Brandoberinspektor (A10) und Brandamtmann bis zum Brandoberamtsrat. Die Grundgehälter bewegen sich grob zwischen ca. 3.250 und 6.400 € brutto monatlich, abhängig von Besoldungsgruppe, Bundesland und Erfahrungsstufe.

Wie viel verdient man im höheren Dienst der Feuerwehr?

Der höhere Dienst reicht von A13 (Brandrat) bis A16 (Leitender Branddirektor). Die Grundgehälter liegen je nach Amt, Bundesland und Erfahrungsstufe ungefähr zwischen ca. 5.000 und 8.700 € brutto im Monat. Leitungsfunktionen großer Feuerwehren können darüber hinaus in die Besoldungsordnung B fallen.

Welche Zulagen bekommen Feuerwehrbeamte?

Zusätzlich zum Grundgehalt gibt es vor allem die Feuerwehrzulage sowie Zulagen für Wechselschicht- und Nachtdienst und Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Die genaue Höhe ist bundeslandabhängig; Schicht- und Wechselschichtzulage werden neben der Feuerwehrzulage in den meisten Ländern nur zur Hälfte gezahlt.

💡 Tipp: Mit dem Feuerwehr-Gehaltsrechner schätzt du dein Brutto und Netto nach Bundesland, Besoldungsgruppe (A7–A16), Erfahrungsstufe, Familienstand und Schichtdienst – das Grundgehalt kommt aus der amtlichen Tabelle deines Landes.

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Quellen & Rechtsgrundlagen

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