Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung A7–A16 nach Dienstgrad
Besoldung · 1. Juli 2026

Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung A7–A16 nach Dienstgrad

Feuerwehr-Gehaltstabelle 2026: Besoldung der Berufsfeuerwehr nach Dienstgrad – vom Brandmeister (A7) über den Brandoberinspektor (A10) bis zum Leitenden Branddirektor (A16), inklusive Zulagen, Schichtdienst und Brutto-vs-Netto.

6 Min Lesezeit · Aktualisiert: 6. Juli 2026

Die Feuerwehr-Gehaltstabelle zeigt, wie Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr in Deutschland bezahlt werden. Wie viel eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann verdient, richtet sich nicht nach einem frei verhandelten Lohn, sondern nach dem Dienstgrad und der zugehörigen Besoldungsgruppe (A7 bis A16). Dieser Ratgeber ordnet die wichtigsten Dienstgrade vom mittleren über den gehobenen bis zum höheren feuerwehrtechnischen Dienst den Besoldungsgruppen zu und nennt grobe Brutto-Spannen – jeweils als „ca.“-Werte, denn die genaue Höhe hängt vom Bundesland und von der Erfahrungsstufe ab.

Wie wird die Feuerwehr besoldet?

Die Berufsfeuerwehr ist Teil des öffentlichen Dienstes. Ihre Einsatzkräfte sind in aller Regel verbeamtet und werden nach der Besoldungsordnung A bezahlt. Diese teilt sich in Besoldungsgruppen (A7 bis A16) und innerhalb jeder Gruppe in mehrere Erfahrungsstufen, die mit den Dienstjahren steigen. Ein und derselbe Dienstgrad kann daher – abhängig von der Berufserfahrung – spürbar unterschiedlich vergütet werden.

Hinzu kommt: Besoldung ist Ländersache. Der Bund und jedes Bundesland haben eigene Besoldungstabellen. Zwischen einem finanzstarken und einem finanzschwachen Land können bei gleicher Besoldungsgruppe mehrere Hundert Euro Unterschied liegen. Die feuerwehrtechnische Laufbahn gliedert sich in drei Ebenen:

  • Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A7 bis A9 (Brandmeister bis Hauptbrandmeister)
  • Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A9/A10 bis A13 (Brandinspektor bis Brandoberamtsrat, darunter der Brandoberinspektor in A10)
  • Höherer feuerwehrtechnischer Dienst – Besoldungsgruppen A13 bis A16 (Brandrat bis Leitender Branddirektor)

Gehaltstabelle nach Dienstgrad

Die folgende Tabelle ordnet die gängigen Dienstgrade der Berufsfeuerwehr den Besoldungsgruppen zu und nennt eine ungefähre monatliche Brutto-Spanne. Die Spanne reicht jeweils von der niedrigsten bis zur höchsten Erfahrungsstufe; die konkreten Beträge unterscheiden sich je nach Bundesland.

Dienstgrad Besoldungsgruppe Laufbahn ca. Brutto/Monat
Brandmeister/-in A7 mittlerer Dienst ca. 2.900–3.700 €
Oberbrandmeister/-in A8 mittlerer Dienst ca. 3.100–4.000 €
Hauptbrandmeister/-in A9 mittlerer Dienst ca. 3.350–4.300 €
Brandinspektor/-in A9/A10 gehobener Dienst ca. 3.350–4.800 €
Brandoberinspektor/-in A10 gehobener Dienst ca. 3.550–4.800 €
Brandamtmann/-frau A11 gehobener Dienst ca. 3.900–5.300 €
Brandamtsrat/-rätin A12 gehobener Dienst ca. 4.200–5.900 €
Brandoberamtsrat/-rätin A13 gehobener Dienst ca. 4.900–6.400 €
Brandrat/-rätin A13 höherer Dienst ca. 5.000–6.400 €
Oberbrandrat / Brandoberrat A14 höherer Dienst ca. 5.200–7.000 €
Branddirektor/-in A15 höherer Dienst ca. 6.300–7.800 €
Leitende/-r Branddirektor/-in A16 höherer Dienst ca. 6.900–8.700 €

Stand 2026, gerundete Richtwerte je nach Bundesland und Erfahrungsstufe. Maßgeblich sind stets die aktuellen Besoldungstabellen des jeweiligen Bundeslandes bzw. des Bundes. In Großstädten reichen die Spitzenämter der Feuerwehrleitung darüber hinaus in die Besoldungsordnung B.

Der gehobene Dienst beginnt in den meisten Ländern beim Brandoberinspektor (A10); einige Bundesländer steigen bereits als Brandinspektor (A9) ein, Baden-Württemberg erst als Brandamtmann (A11). Der höhere Dienst startet als Brandrat (A13) und führt bis zum Leitenden Branddirektor (A16) – die Amtsbezeichnungen variieren dabei von Land zu Land.

Zulagen & Schichtdienst

Das Grundgehalt aus der Besoldungstabelle ist nur ein Teil des Einkommens. Weil der Feuerwehrdienst mit besonderen Belastungen verbunden ist, kommen mehrere Zulagen hinzu:

  • Feuerwehrzulage (Stellenzulage): eine amtsspezifische Zulage für Beamtinnen und Beamte im Einsatzdienst. Ihre Höhe ist bundeslandabhängig und liegt größenordnungsmäßig im Bereich von rund 130 bis 190 € monatlich.
  • Wechselschichtzulage: für den ständigen Dienst nach einem Schichtplan mit regelmäßigem Nachtdienst – im Bund rund 100 € monatlich. Da Feuerwehrbeamte bereits die Feuerwehrzulage erhalten, wird die Schichtzulage häufig nur anteilig (etwa zu 75 Prozent) gezahlt.
  • Erschwernis- und Dienst-zu-ungünstigen-Zeiten-Zuschläge: für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst sowie besondere Einsatzbelastungen.

Feuerwehrbeamte leisten typischerweise 24-Stunden-Schichten im Wechsel. Dadurch summieren sich die Zulagen übers Jahr spürbar und können das Nettoeinkommen deutlich anheben.

Brutto vs. Netto

Bei Beamtinnen und Beamten fällt vom Brutto weniger ab als bei Angestellten: Es gibt keine Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Abgezogen werden im Wesentlichen die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag (sofern anwendbar). Dafür müssen sich Feuerwehrbeamte in der Regel privat krankenversichern und erhalten dazu die staatliche Beihilfe, die einen großen Teil der Krankheitskosten übernimmt.

Als grobe Faustregel bleibt vom Brutto oft ein höherer Netto-Anteil übrig, als es Angestellte gewohnt sind. Die genaue Höhe hängt von Steuerklasse, Kinderzahl, Beihilfesatz und dem privaten Krankenversicherungstarif ab – pauschale Euro-Werte lassen sich hier seriös nicht angeben.

Praxisbeispiel: Ein Brandoberinspektor (A10) mit einigen Dienstjahren liegt beim Grundgehalt ungefähr in der Mitte der oben genannten Spanne, also grob bei rund 4.000 € brutto im Monat. Rechnet man Feuerwehrzulage und Schichtzuschläge hinzu, kommt monatlich ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Betrag obendrauf. Wegen der geringeren Sozialabgaben fällt das Netto im Verhältnis höher aus als bei einem vergleichbar bezahlten Angestellten – die exakte Summe hängt aber, wie beschrieben, von den persönlichen Faktoren ab.

Häufige Fragen

Was verdient ein Brandoberinspektor?

Ein Brandoberinspektor ist der klassische Einstiegsdienstgrad des gehobenen Dienstes und wird nach Besoldungsgruppe A10 bezahlt. Das Grundgehalt liegt je nach Bundesland und Erfahrungsstufe bei ca. 3.550 bis 4.800 € brutto im Monat. Hinzu kommen Feuerwehr- und Schichtzulagen.

Was verdient man im gehobenen Dienst der Feuerwehr?

Der gehobene Dienst umfasst die Besoldungsgruppen A9/A10 bis A13, also vom Brandinspektor über den Brandoberinspektor (A10) und Brandamtmann bis zum Brandoberamtsrat. Die Grundgehälter bewegen sich grob zwischen ca. 3.350 und 6.400 € brutto monatlich, abhängig von Besoldungsgruppe, Bundesland und Erfahrungsstufe.

Wie viel verdient man im höheren Dienst der Feuerwehr?

Der höhere Dienst reicht von A13 (Brandrat) bis A16 (Leitender Branddirektor). Die Grundgehälter liegen je nach Amt, Bundesland und Erfahrungsstufe ungefähr zwischen ca. 5.000 und 8.700 € brutto im Monat. Leitungsfunktionen großer Feuerwehren können darüber hinaus in die Besoldungsordnung B fallen.

Welche Zulagen bekommen Feuerwehrbeamte?

Zusätzlich zum Grundgehalt gibt es vor allem die Feuerwehrzulage sowie Zulagen für Wechselschicht- und Nachtdienst und Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Die genaue Höhe ist bundeslandabhängig; die Schichtzulage wird bei Feuerwehrbeamten wegen der Feuerwehrzulage oft nur anteilig gezahlt.

💡 Tipp: Mit dem interaktiven Besoldungsrechner lässt sich das Grundgehalt für alle Bundesländer, Besoldungsgruppen (A5–A16) und Erfahrungsstufen inkl. Familienzuschlag berechnen.

Kostenlose Erstinformation: Welche Absicherung passt zu deiner Besoldungsgruppe — von Dienstunfähigkeit bis PKV? Ein lizenzierter Versicherungsvermittler unterstützt dich — jetzt unverbindlich anfragen.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Nach oben scrollen