Feuerwehr Besoldung Hamburg 2026: Tabellen, Zulagen & Stadtstaatvergleich
Besoldung nach Bundesland ·

Feuerwehr Besoldung Hamburg 2026: Tabellen, Zulagen & Stadtstaatvergleich

Was verdient ein Feuerwehrmann in Hamburg? Grundgehalt A7–A13 nach HmbBesG, Feuerwehrzulage und Stadtstaatvergleich 2026.

7 Min Lesezeit · Aktualisiert: 25. September 2026

Feuerwehrbeamte in Hamburg werden nach dem HmbBesG besoldet. Die Grundgehälter richten sich nach Besoldungsgruppe (A7–A13) und Erfahrungsstufe. Hinzu kommen feuerwehrspezifische Zulagen, die das Nettoeinkommen spürbar erhöhen.

Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr Hamburg anstreben oder bereits im Dienst sind und ihr Einkommen realistisch einordnen möchten. Du erfährst, wie sich das monatliche Grundgehalt über die Besoldungsgruppen A7 bis A13 und die einzelnen Erfahrungsstufen aufbaut, welche feuerwehrspezifischen Zulagen hinzukommen und was der Stadtstaat-Status Hamburgs für dein Gesamtpaket bedeutet. Wir ordnen die nackten Tabellenwerte in den bundesweiten Kontext ein, zeigen ein konkretes Rechenbeispiel und beantworten die häufigsten Fragen rund um Heilfürsorge, Pensionsalter und Bewerbung. Die Zahlen stammen aus der aktuell gültigen Hamburger Besoldungstabelle; wie stark sich die Werte zwischen Bund und Ländern unterscheiden, zeigt unser Überblick zur Feuerwehr-Besoldung im Bundesländer-Vergleich.

Hinweis: Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis der aktuellen Landesbesoldungsgesetzgebung 2026. Maßgeblich sind die offiziellen Besoldungstabellen Hamburgs. Stand der Tabellenwerte: 2026 (aktuell gültige Tabelle ab 01.02.2025).

Besoldungsgruppen Feuerwehr Hamburg 2026

Die folgende Tabelle zeigt das Grundgehalt (brutto, ohne Zulagen) in drei Erfahrungsstufen je Besoldungsgruppe. So liest du sie: Die erste Spalte nennt die Besoldungsgruppe, die zweite den typischen Dienstgrad. Danach folgen drei Stationen einer Laufbahn — der Einstieg (Stufe 1), eine mittlere Erfahrungsstufe (Stufe 5) und die Höchststufe. Zwischen zwei Stufen steigt das Grundgehalt allein durch Dienstzeit, also ganz ohne Beförderung. Wichtig ist: Es handelt sich um reine Bruttogrundgehälter, in denen Zulagen, Familienzuschlag und Kinderanteile noch nicht enthalten sind.

Worauf diese Tabelle beruht
Besoldungsordnung A Hamburg, Stand 1. Februar 2025 — die derzeit gezahlten Grundgehaltssätze.

Was sich ändert
Der Senat hat am 9. Juni 2026 einen Gesetzentwurf vorgelegt: +2,8 Prozent rückwirkend zum 1. April 2026, +2,0 Prozent zum 1. März 2027 und +1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. Die Bürgerschaft muss noch zustimmen; die rückwirkende Auszahlung ist für 2026 vorgesehen.

Rechtsstand geprüft am 7. September 2026. Maßgeblich ist stets die amtliche Besoldungstabelle des Dienstherrn.

BesoldungsgruppeDienstgradEingangsstufe (Stufe 1) (€)Stufe 5 (€)Höchststufe (€)
A7Brandmeister3.042,703.405,953.643,81
A8Oberbrandmeister3.196,373.631,473.925,07
A9Hauptbrandmeister3.322,563.781,954.104,50
A10Brandoberinspektor3.537,464.138,034.553,63

Stand der Tabellenwerte: 2026 (aktuell gültige Besoldungstabelle, gültig ab 01.02.2025).

Ein Brandmeister startet in A7 und arbeitet sich über die Erfahrungsstufen nach oben; wer den Sprung in den gehobenen Dienst schafft, erreicht A10 und darüber hinaus die höheren Gruppen bis A13. Im Vergleich zu vielen Flächenländern liegt Hamburg damit solide im Mittelfeld bis oberen Drittel — bei gleichzeitig kurzen Wegen und dichtem Wachennetz einer Großstadt. Eine bundesweite Gesamtschau der Verdienststrukturen findest du in unserem Überblick zum Feuerwehr-Gehalt.

Feuerwehrspezifische Zulagen in Hamburg

Zum Grundgehalt kommen mehrere Zulagen, die für Feuerwehrbeamte typisch sind:

ZulageMonatsbetragVoraussetzung
Feuerwehrzulage180,00 € (nach 2 Jahren; 95,00 € im 1. Jahr), seit 01.08.2026Fachrichtung Feuerwehr (§ 50 HmbBesG, Anlage IX)
Wechselschichtzulage51,13 € (voller Satz 102,26 €)Ständiger Wechselschichtdienst mit durchschnittlich mindestens 40 Nachtdienststunden je fünf Wochen; neben der Feuerwehrzulage nur zur Hälfte (§ 14 HmbEZulVO)
Zulage für besonders belastende Dienste1,28 bis 5,34 € je StundeFeuerwehr-Einsatzdienst nachts, an Wochenenden und Feiertagen (§ 4b HmbEZulVO: 5,34 € freitag- und samstagnachts, 4,16 € u. a. an Sonn- und Feiertagen, sonst nachts 1,28 €)

Diese Zulagen machen den Unterschied zwischen dem reinen Grundgehalt und dem tatsächlichen Monatsbrutto aus. Die Feuerwehrzulage erhält, wer aktiv im Einsatzdienst steht; die Wechselschichtzulage honoriert den ständigen Schichtbetrieb mit Nachtschichten, wird neben der Feuerwehrzulage aber nur zur Hälfte gezahlt; für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsstunden kommt die Hamburger Zulage für besonders belastende Dienste im Feuerwehreinsatzdienst hinzu. Eine eigene Zulage für Atemschutzgeräteträger gibt es nicht. Ob und in welcher Höhe die einzelnen Zulagen anfallen, hängt vom Dienstplan ab.

Beispiel (Näherungswert): Ein Brandmeister in A7, Stufe 5, hat laut Tabelle ein Grundgehalt von 3.405,95 € brutto im Monat. Kommen die Feuerwehrzulage von 180 € und die halbe Wechselschichtzulage von 51,13 € hinzu, ergibt sich ein Monatsbrutto von etwa 3.637 €, dazu die Stundenzulagen nach Dienstplan. Familienzuschlag und Kinderanteile sind darin noch nicht enthalten. Es handelt sich um einen gerundeten Näherungswert — maßgeblich bleiben die offiziellen Tabellenwerte und dein persönliches Zulagenprofil.

Sonderzahlung und Jahreseinkommen

In Hamburg ist die frühere Sonderzahlung ins monatliche Grundgehalt integriert. Das Grundgehalt (A7 Höchststufe) ergibt ein Jahresbrutto von ca. 43.700 € — zuzüglich Zulagen. Ein separates Weihnachts- oder Urlaubsgeld wird dadurch nicht mehr gesondert ausgezahlt; der entsprechende Anteil steckt bereits in den zwölf Monatsbeträgen. Für die eigene Finanzplanung ist das praktisch: Man kann das Monatsbrutto einfach mit zwölf multiplizieren, um eine erste Orientierung zum Jahreseinkommen zu erhalten, statt mit Sonderzahlungen und schwankenden Monaten zu rechnen.

Einordnung: Oberes Drittel — starkes Gesamtpaket

Hamburg liegt als Stadtstaat im oberen Drittel — mit dem Vorteil einer kompakten Stadtstruktur und kurzen Wegen. Anders als in großen Flächenländern verteilt sich der Dienst nicht über weite ländliche Ausrückebereiche, sondern konzentriert sich auf ein dichtes städtisches Wachennetz.

Im bundesweiten Vergleich der 16 Bundesländer liegt Hamburg beim Einstiegsgehalt A7/Stufe 1 mit ca. 3.043 € im oberen Mittelfeld. Den höchsten Einstieg hat Baden-Württemberg, wo die Feuerwehrlaufbahn erst in A8 mit ca. 3.302 € beginnt; das Schlusslicht bildet Brandenburg (ca. 2.891 €). Zusammen mit der Heilfürsorge ist das Gesamtpaket dennoch eines der attraktivsten. Neben dem reinen Grundgehalt lohnt beim Ländervergleich immer der Blick auf das Krankenversicherungssystem, das Pensionsalter und die Lebenshaltungskosten — erst diese Gesamtrechnung zeigt, wie viel netto am Monatsende wirklich übrig bleibt.

Beförderung und Aufstiegswege

In Hamburg gilt — wie bundesweit — das Laufbahnprinzip:

  • Laufbahngruppe 1.2 (mittlerer Dienst): Einstieg A7, Aufstieg bis A9m über Erfahrungsstufen und Beförderungen
  • Laufbahngruppe 2.1 (gehobener Dienst): Einstieg A9g/A10 nach B1- oder Studiumsabschluss, bis A13
  • Höherer Dienst: Brandrat (A13/A14) bis Branddirektor (B-Besoldung) — Studium Pflicht

Jede Beförderung erhöht das Grundgehalt und ist an Dienstzeit, Leistungsbeurteilung und freie Planstellen geknüpft. Der Aufstieg passiert also nicht automatisch, sondern setzt neben der reinen Verweildauer auch Eignung und eine offene Stelle voraus. Wer die längerfristige Perspektive plant, sollte deshalb Stufenaufstieg (durch Erfahrung) und Beförderung (in eine höhere Gruppe) als zwei getrennte Hebel verstehen. Weitere Ratgeber rund um Beruf, Besoldung und Bewerbung findest du in unserem Magazin.

Häufige Fragen zur Feuerwehr-Besoldung in Hamburg

Wie viel verdient ein Brandmeister (A7) bei der Feuerwehr Hamburg?

Das Grundgehalt in A7 reicht laut aktueller Tabelle von 3.042,70 € (Stufe 1) bis 3.643,81 € (Höchststufe). Hinzu kommen die Feuerwehrzulage (180 € nach zwei Dienstjahren) und im Wechselschichtdienst die halbe Wechselschichtzulage (51,13 €). Ein Brandmeister in Stufe 5 kommt damit auf ein Monatsbrutto von rund 3.637 € (Näherungswert, ohne Familienzuschlag und Stundenzulagen).

Habe ich in Hamburg Heilfürsorge oder Beihilfe?

Feuerwehrbeamte in Hamburg haben grundsätzlich Anspruch auf freie Heilfürsorge und können zwischen Heilfürsorge und Beihilfe wählen. Die Heilfürsorge wird mit 1,4 % des Grundgehalts als Sachbezug auf die Besoldung angerechnet. Die Leistungen orientieren sich an der gesetzlichen Krankenversicherung, jedoch ohne die üblichen Zuzahlungen. Rechtsgrundlage sind § 114 in Verbindung mit § 112 HmbBG und die Hamburgische Heilfürsorgeverordnung.

Wann gehen Feuerwehrbeamte in Hamburg in Pension?

Für Feuerwehrbeamte in Hamburg gilt eine besondere Altersgrenze: Der Ruhestand beginnt regelmäßig mit 60 Jahren (§ 108 HmbBG); ein Hinausschieben um bis zu drei Jahre ist möglich. Wer eine volle Dienstzeit von rund 40 Jahren erreicht, kann den maximalen Ruhegehaltssatz von 71,75 % erreichen.

Welche Zulagen bekomme ich zusätzlich zum Grundgehalt?

Typisch sind die Feuerwehrzulage (180 € nach zwei Dienstjahren, 95 € im ersten), die Wechselschichtzulage, die neben der Feuerwehrzulage nur zur Hälfte gezahlt wird (51,13 €), und die Hamburger Stundenzulage für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste im Feuerwehreinsatzdienst. Eine eigene Atemschutzzulage gibt es nicht.

Wie ist das Höchstalter für eine Bewerbung bei der Feuerwehr Hamburg?

Das Höchstalter für die Einstellung liegt in Hamburg bei 35 Jahren. Das Einstellungsverfahren dauert erfahrungsgemäß 6 bis 12 Monate — wer sich erst mit Anfang 30 entscheidet, sollte die Bewerbung deshalb zügig angehen.

Liegt Hamburg im bundesweiten Vergleich vorne?

Beim Einstiegsgehalt A7, Stufe 1 liegt Hamburg mit rund 3.043 € im oberen Mittelfeld. Den höchsten Einstieg hat Baden-Württemberg, wo die Feuerwehrlaufbahn erst in A8 mit rund 3.302 € beginnt; Schlusslicht ist Brandenburg mit rund 2.891 €. Zusammen mit der Heilfürsorge zählt das Hamburger Gesamtpaket zu den attraktiveren im Ländervergleich.

Weiterführende Artikel:

Quellen & Rechtsgrundlagen

Heilfürsorge endet mit dem Ruhestand: In Hamburg trägt der Dienstherr im Einsatzdienst die Krankheitskosten – mit der Pensionierung wechselst du in die Beihilfe und brauchst dann eine private Restkostenversicherung. Eine Anwartschaft sichert dir diesen Wechsel ohne erneute Gesundheitsprüfung. Kostenlose Erstinformation — Erstinformation anfordern →
Nach oben scrollen