Feuerwehr Besoldung NRW 2026: Tabellen, Zulagen & Vergleich
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Feuerwehr Besoldung NRW 2026: Tabellen, Zulagen & Vergleich

Was verdient ein Feuerwehrbeamter in Nordrhein-Westfalen? Grundgehalt A7–A13, Feuerwehrzulage und aktuelle NRW-Besoldungstabelle 2026.

7 Min Lesezeit · Aktualisiert: 24. September 2026

Feuerwehrbeamtinnen und -beamte in Nordrhein-Westfalen werden nach dem Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW) bezahlt. Wie hoch das Gehalt ausfällt, hängt vor allem von zwei Dingen ab: der Besoldungsgruppe (A7 bis A13 im feuerwehrtechnischen Dienst) und der Erfahrungsstufe, die mit den Dienstjahren steigt. Hinzu kommen feuerwehrtypische Zulagen, die das monatliche Einkommen spürbar anheben.

Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr in NRW anstreben oder bereits im Dienst sind und ihre Bezüge einordnen möchten — von der Bewerberin über den frisch ernannten Brandmeister bis zur erfahrenen Führungskraft. Sie finden hier die aktuell gültigen Grundgehalts-Tabellen, einen Überblick über die wichtigsten Zulagen, ein nachvollziehbares Rechenbeispiel sowie Antworten auf häufige Fragen zu Beihilfe, Pension und Aufstieg. Wie sich NRW im bundesweiten Vergleich einordnet, zeigen wir weiter unten und ausführlicher im Überblick zu den Unterschieden zwischen den Bundesländern. Alle Beträge sind Bruttowerte und dienen der Orientierung; maßgeblich bleiben die amtlichen Besoldungstabellen des Landes.

Hinweis: Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis der aktuellen Landesbesoldungsgesetzgebung 2026. Maßgeblich sind die offiziellen Besoldungstabellen NRWs (Stand: gültig ab 01.04.2026). Stand: September 2026.

Besoldungsgruppen Feuerwehr Nordrhein-Westfalen 2026

Die folgende Tabelle zeigt das monatliche Grundgehalt (brutto, ohne Zulagen) in drei ausgewählten Erfahrungsstufen je Besoldungsgruppe. In NRW werden die Stufen mit den amtlichen Nummern 3 bis 12 geführt — der Einstieg im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst beginnt also nicht bei Stufe 1, sondern bei der Eingangsstufe 3. Mit jeder weiteren Stufe steigt das Gehalt automatisch, unabhängig von einer Beförderung.

Worauf diese Tabelle beruht
Landesbesoldungsordnung A Nordrhein-Westfalen, Stand 1. April 2026.

Was sich ändert
Weitere Anpassungen sind für den 1. März 2027 (+2,0 Prozent) und den 1. Januar 2028 (+1,0 Prozent) vorgesehen.

Rechtsstand geprüft am 7. September 2026. Maßgeblich ist stets die amtliche Besoldungstabelle des Dienstherrn.

BesoldungsgruppeDienstgradEingangsstufe (Stufe 3) (€)Stufe 5 (€)Höchststufe (€)
A7Brandmeister3.215,643.403,663.793,02
A8Oberbrandmeister3.297,343.538,224.100,31
A9Hauptbrandmeister3.438,223.692,224.295,45
A10Brandoberinspektor3.693,514.018,944.783,77

So lesen Sie die Werte: Die Spalte „Eingangsstufe“ nennt das Startgehalt der jeweiligen Gruppe, die „Höchststufe“ den Endwert nach vielen Dienstjahren. Ein Wechsel der Besoldungsgruppe — etwa vom Brandmeister (A7) zum Oberbrandmeister (A8) — erfolgt über eine Beförderung, der Aufstieg innerhalb einer Gruppe dagegen allein über die Erfahrungsstufen. Wichtig für den Vergleich: Jedes Bundesland und der Bund haben eigene Besoldungstabellen mit eigenen Stufenzuschnitten. Die hier gezeigten Beträge gelten ausschließlich für NRW; wer Angebote aus anderen Ländern oder vom Bund gegenüberstellt, findet dort abweichende Werte. Einen breiteren Überblick über das gesamte Thema bietet unser Ratgeber zum Feuerwehr-Gehalt.

Feuerwehrspezifische Zulagen in Nordrhein-Westfalen

Zum Grundgehalt kommen mehrere Zulagen, die für den Einsatzdienst typisch sind und den tatsächlichen Verdienst deutlich über den reinen Tabellenwert heben:

ZulageMonatsbetrag (ca.)Voraussetzung
Feuerwehrzulage (§ 50 LBesG NRW)66,08 € / 132,16 €nach 1 bzw. 2 Jahren Einsatzdienst (A7/A8)
Wechselschichtzulage102,26 € (neben Feuerwehrzulage hälftig: 51,13 €)Vollständiger Wechselschichtdienst

Die Feuerwehrzulage nach § 50 LBesG NRW wird nach einer bestimmten Dienstzeit im Einsatzdienst gezahlt und erhöht sich mit zunehmender Zugehörigkeit. Die Wechselschichtzulage honoriert den durchgehenden Schichtbetrieb rund um die Uhr; wird sie neben der Feuerwehrzulage gewährt, fällt sie hälftig aus. Anders als eine einmalige Vergütung fließen diese Zulagen dauerhaft Monat für Monat und sind damit ein wesentlicher Teil des Gesamteinkommens, auch wenn sie in den Grundgehalts-Tabellen nicht auftauchen. Familienzuschlag und Kinderzulagen kommen je nach persönlicher Situation zusätzlich hinzu.

Ein Brandmeister (A7, Stufe 5: 3.403,66 €) in Nordrhein-Westfalen kommt mit Feuerwehrzulage (132,16 €) und hälftiger Wechselschichtzulage (51,13 €) damit auf ein monatliches Bruttogehalt von ca. 3.587 € — zuzüglich etwaiger Kinderzulage und Familienzuschlag.

Rechenbeispiel: Monatsbrutto eines Brandmeisters

Beispiel (Näherungswert): Eine Brandmeisterin in der Eingangsstufe (A7, Stufe 3) erhält laut Tabelle ein Grundgehalt von ca. 3.216 € brutto im Monat. Nach dem ersten Jahr im Einsatzdienst kommt die Feuerwehrzulage von 66,08 € hinzu. Damit ergibt sich ein monatliches Bruttoeinkommen von rund 3.282 € — noch ohne Wechselschichtzulage, Familienzuschlag oder Kinderzulagen. Der Betrag ist ein gerundeter Näherungswert und dient allein der Veranschaulichung; die individuelle Höhe hängt von Stufe, Dienstzeit und persönlicher Situation ab.

Sonderzahlung und Jahreseinkommen

In NRW gibt es keine gesonderte Jahressonderzahlung mehr — sie ist seit 2017 anteilig in die monatliche Besoldung integriert. Das Jahresbrutto entspricht daher zwölf Monatsbezügen: A7 Höchststufe (Stufe 10: ca. 3.793 €) × 12 ergibt rund 45.500 € Grundgehalt im Jahr; die Zulagen kommen hinzu. Wer die einzelnen Monatswerte einer Gruppe nachrechnen möchte, findet die Bandbreite jeweils in der obigen Tabelle.

Einordnung: Mittelfeld der Westländer

NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland und stellt die meisten hauptamtlichen Feuerwehrbeamten.

Im bundesweiten Vergleich liegt Nordrhein-Westfalen beim Einstiegsgehalt A7 (Eingangsstufe) mit ca. 3.216 € in der Spitzengruppe. Baden-Württemberg liegt mit ca. 3.221 € knapp darüber, Rheinland-Pfalz mit ca. 3.173 € und Bayern mit ca. 3.074 € darunter; das Schlusslicht bildet Brandenburg mit ca. 2.891 €. Die Spanne zwischen dem höchsten und niedrigsten Land beträgt bundesweit rund 330 € im Monat. Nicht in dieser reinen Gehaltsbetrachtung enthalten ist die Krankenversicherung: In NRW gilt für Feuerwehrbeamte die Beihilfe plus Restkostenversicherung, in Ländern wie Hamburg, Niedersachsen oder Sachsen dagegen die freie Heilfürsorge – das verschiebt den Nettovergleich. Weitere Länder-Ratgeber und Vergleiche finden Sie in unserem Magazin.

Beförderung und Aufstiegswege

In Nordrhein-Westfalen gilt — wie bundesweit — das Laufbahnprinzip:

  • Laufbahngruppe 1.2 (mittlerer Dienst): Einstieg A7, Aufstieg bis A9m über Erfahrungsstufen und Beförderungen
  • Laufbahngruppe 2.1 (gehobener Dienst): Einstieg A9g/A10 nach B1- oder Studiumsabschluss, bis A13
  • Höherer Dienst: Brandrat (A13/A14) bis Branddirektor (B-Besoldung) — Studium Pflicht

Jede Beförderung erhöht das Grundgehalt und ist an Dienstzeit, Leistungsbeurteilung und freie Planstellen geknüpft. Wer den Aufstieg plant, sollte früh die formalen Voraussetzungen (etwa Laufbahnprüfung oder Studium) im Blick behalten, weil sie über den erreichbaren Endpunkt der Laufbahn entscheiden. Welche Amtsbezeichnung zu welcher Stufe gehört und wie die Schulterstücke aussehen, erklärt der Ratgeber zu den Dienstgraden der Feuerwehr in NRW.

Häufige Fragen zur Feuerwehr-Besoldung in NRW

Habe ich in NRW Heilfürsorge oder Beihilfe?

Beihilfe. In Nordrhein-Westfalen erhalten Feuerwehrbeamtinnen und -beamte – auch im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehren – Beihilfe nach § 75 LBG NRW in Verbindung mit der Beihilfenverordnung NRW. Der Dienstherr erstattet damit einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten (Beihilfesatz in der Regel 50 %, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %); den Rest deckt eine beihilfekonforme private Restkostenversicherung ab. Eine freie Heilfürsorge sieht das Landesbeamtengesetz nur für Polizeivollzugsbeamte vor (§ 112 Abs. 2 LBG NRW); § 116 Abs. 2 LBG NRW verweist für den feuerwehrtechnischen Dienst nicht auf diese Vorschrift. Der Beitrag zur Restkostenversicherung hängt von Alter, Gesundheitszustand und Tarif ab und sollte von Anfang an eingeplant werden.

Wann gehen Feuerwehrbeamte in NRW in Pension?

Feuerwehrbeamtinnen und -beamte im Einsatzdienst treten in NRW mit 61 Jahren in den Ruhestand; für ältere Jahrgänge gelten Übergangsregelungen (§ 116 LBG NRW). Wer früh einsteigt und eine lange Dienstzeit erreicht, kann den maximalen Ruhegehaltssatz von 71,75 Prozent erreichen. Die besondere Altersgrenze trägt der körperlich fordernden Tätigkeit im Einsatzdienst Rechnung.

Wie hoch ist das Höchstalter für Bewerbungen in NRW?

Die gesetzliche Höchstaltersgrenze für die Verbeamtung liegt in NRW grundsätzlich bei 42 Jahren (§ 14 Abs. 3 LBG NRW; für schwerbehinderte Menschen 45 Jahre). Einzelne Städte setzen in ihren Ausschreibungen teils engere Grenzen — prüfen Sie deshalb immer die konkrete Stellenausschreibung. Da das Einstellungsverfahren mehrere Monate dauern kann, sollten Interessierte nicht zu lange warten.

Wie viel verdient ein Hauptbrandmeister (A9) in NRW?

Ein Hauptbrandmeister wird nach Besoldungsgruppe A9 bezahlt. Laut der aktuellen NRW-Tabelle reicht das Grundgehalt von ca. 3.438 € in der Eingangsstufe bis ca. 4.295 € in der Höchststufe (brutto, ohne Zulagen). Hinzu kommen die feuerwehrspezifischen Zulagen sowie ein etwaiger Familienzuschlag, sodass das tatsächliche Monatsbrutto entsprechend höher ausfällt.

Lohnt sich ein Wechsel von einem anderen Bundesland nach NRW?

Ein Wechsel des Bundeslandes ist für Beamte in der Regel keine einfache Versetzung, sondern erfordert eine Neueinstellung beim neuen Dienstherrn. Ob sich der Schritt lohnt, hängt vom Gesamtpaket ab: Grundgehalt, Krankenversicherungssystem (in NRW Beihilfe plus Restkostenversicherung, in Ländern wie Hamburg oder Sachsen freie Heilfürsorge), Lebenshaltungskosten und Pensionsregelungen. Wer in Grenznähe wohnt, sollte beide Seiten sorgfältig vergleichen, bevor er sich entscheidet.

Weiterführende Artikel:

Quellen & Rechtsgrundlagen

Beihilfe statt Heilfürsorge in Nordrhein-Westfalen: Feuerwehrbeamte erhalten hier Beihilfe – den nicht gedeckten Anteil der Krankheitskosten musst du über eine beihilfekonforme Restkostenversicherung absichern, und der Beitrag steigt mit dem Eintrittsalter. Welche Absicherung zu deiner Besoldung passt, klärt eine kostenlose Erstinformation — Erstinformation anfordern →
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