Feuerwehr Besoldung Hamburg 2026: Tabellen, Zulagen & Stadtstaatvergleich
Besoldung nach Bundesland · 8. Juni 2026

Feuerwehr Besoldung Hamburg 2026: Tabellen, Zulagen & Stadtstaatvergleich

Was verdient ein Feuerwehrmann in Hamburg? Grundgehalt A7–A13 nach HmbBesG, Feuerwehrzulage und Stadtstaatvergleich 2026.

7 Min Lesezeit · Aktualisiert: 9. Juli 2026

Feuerwehrbeamte in Hamburg werden nach dem HmbBesG besoldet. Die Grundgehälter richten sich nach Besoldungsgruppe (A7–A13) und Erfahrungsstufe. Hinzu kommen feuerwehrspezifische Zulagen, die das Nettoeinkommen spürbar erhöhen.

Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr Hamburg anstreben oder bereits im Dienst sind und ihr Einkommen realistisch einordnen möchten. Du erfährst, wie sich das monatliche Grundgehalt über die Besoldungsgruppen A7 bis A13 und die einzelnen Erfahrungsstufen aufbaut, welche feuerwehrspezifischen Zulagen hinzukommen und was der Stadtstaat-Status Hamburgs für dein Gesamtpaket bedeutet. Wir ordnen die nackten Tabellenwerte in den bundesweiten Kontext ein, zeigen ein konkretes Rechenbeispiel und beantworten die häufigsten Fragen rund um Heilfürsorge, Pensionsalter und Bewerbung. Die Zahlen stammen aus der aktuell gültigen Hamburger Besoldungstabelle; wie stark sich die Werte zwischen Bund und Ländern unterscheiden, zeigt unser Überblick zur Feuerwehr-Besoldung im Bundesländer-Vergleich.

Hinweis: Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis der aktuellen Landesbesoldungsgesetzgebung 2026. Maßgeblich sind die offiziellen Besoldungstabellen Hamburgs. Stand der Tabellenwerte: 2026 (aktuell gültige Tabelle ab 01.02.2025).

Besoldungsgruppen Feuerwehr Hamburg 2026

Die folgende Tabelle zeigt das Grundgehalt (brutto, ohne Zulagen) in drei Erfahrungsstufen je Besoldungsgruppe. So liest du sie: Die erste Spalte nennt die Besoldungsgruppe, die zweite den typischen Dienstgrad. Danach folgen drei Stationen einer Laufbahn — der Einstieg (Stufe 1), eine mittlere Erfahrungsstufe (Stufe 5) und die Höchststufe. Zwischen zwei Stufen steigt das Grundgehalt allein durch Dienstzeit, also ganz ohne Beförderung. Wichtig ist: Es handelt sich um reine Bruttogrundgehälter, in denen Zulagen, Familienzuschlag und Kinderanteile noch nicht enthalten sind.

BesoldungsgruppeDienstgradStufe 1 (€)Stufe 5 (€)Höchststufe (€)
A7Brandmeister3.042,703.405,953.643,81
A8Oberbrandmeister3.196,373.631,473.925,07
A9Hauptbrandmeister3.322,563.781,954.104,50
A10Brandoberinspektor3.537,464.138,034.553,63

Stand der Tabellenwerte: 2026 (aktuell gültige Besoldungstabelle, gültig ab 01.02.2025).

Ein Brandmeister startet in A7 und arbeitet sich über die Erfahrungsstufen nach oben; wer den Sprung in den gehobenen Dienst schafft, erreicht A10 und darüber hinaus die höheren Gruppen bis A13. Im Vergleich zu vielen Flächenländern liegt Hamburg damit solide im Mittelfeld bis oberen Drittel — bei gleichzeitig kurzen Wegen und dichtem Wachennetz einer Großstadt. Eine bundesweite Gesamtschau der Verdienststrukturen findest du in unserem Überblick zum Feuerwehr-Gehalt.

Feuerwehrspezifische Zulagen in Hamburg

Zum Grundgehalt kommen mehrere Zulagen, die für Feuerwehrbeamte typisch sind:

ZulageMonatsbetrag (ca.)Voraussetzung
Feuerwehrzulageca. 170 € (ab 08/2026: 180 €; im 1. Jahr 85 € bzw. 95 €)Aktiver Feuerwehrdienst
Wechselschichtzulageca. 244 €Vollständiger Schichtdienst
Atemschutzgeräteträgerzulageca. 101 €G26.3 positiv, aktiver Trägerdienst

Diese Zulagen machen den Unterschied zwischen dem reinen Grundgehalt und dem tatsächlichen Monatsbrutto aus. Die Feuerwehrzulage erhält, wer aktiv im Einsatzdienst steht; die Wechselschichtzulage honoriert den belastenden Rund-um-die-Uhr-Schichtbetrieb, und die Atemschutzgeräteträgerzulage kommt hinzu, sobald die arbeitsmedizinische Tauglichkeit (G26.3) vorliegt und man tatsächlich als Träger eingesetzt wird. Ob und in welcher Höhe die einzelnen Zulagen anfallen, hängt vom konkreten Einsatzprofil ab — nicht jede und jeder erhält alle drei gleichzeitig.

Beispiel (Näherungswert): Ein Brandmeister in A7, Stufe 5, hat laut Tabelle ein Grundgehalt von 3.405,95 € brutto im Monat. Kommen die Feuerwehrzulage von rund 170 € und die Wechselschichtzulage von rund 244 € hinzu, ergibt sich ein Monatsbrutto von etwa 3.820 €. Rechnet man die Atemschutzgeräteträgerzulage von rund 101 € dazu, liegt der Wert bei knapp 3.921 €. Familienzuschlag und Kinderanteile sind darin noch nicht enthalten. Es handelt sich um einen gerundeten Näherungswert — maßgeblich bleiben die offiziellen Tabellenwerte und dein persönliches Zulagenprofil.

Sonderzahlung und Jahreseinkommen

In Hamburg ist die frühere Sonderzahlung ins monatliche Grundgehalt integriert. Das Grundgehalt (A7 Höchststufe) ergibt ein Jahresbrutto von ca. 43.700 € — zuzüglich Zulagen. Ein separates Weihnachts- oder Urlaubsgeld wird dadurch nicht mehr gesondert ausgezahlt; der entsprechende Anteil steckt bereits in den zwölf Monatsbeträgen. Für die eigene Finanzplanung ist das praktisch: Man kann das Monatsbrutto einfach mit zwölf multiplizieren, um eine erste Orientierung zum Jahreseinkommen zu erhalten, statt mit Sonderzahlungen und schwankenden Monaten zu rechnen.

Einordnung: Oberes Drittel — starkes Gesamtpaket

Hamburg liegt als Stadtstaat im oberen Drittel — mit dem Vorteil einer kompakten Stadtstruktur und kurzen Wegen. Anders als in großen Flächenländern verteilt sich der Dienst nicht über weite ländliche Ausrückebereiche, sondern konzentriert sich auf ein dichtes städtisches Wachennetz.

Im bundesweiten Vergleich der 16 Bundesländer liegt Hamburg beim Einstiegsgehalt A7/Stufe 1 mit ca. 3.043 € im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg (ca. 3.133 €), das Schlusslicht bildet Sachsen (ca. 2.872 €). Zusammen mit der Heilfürsorge ist das Gesamtpaket dennoch eines der attraktivsten. Neben dem reinen Grundgehalt lohnt beim Ländervergleich immer der Blick auf das Krankenversicherungssystem, das Pensionsalter und die Lebenshaltungskosten — erst diese Gesamtrechnung zeigt, wie viel netto am Monatsende wirklich übrig bleibt.

Beförderung und Aufstiegswege

In Hamburg gilt — wie bundesweit — das Laufbahnprinzip:

  • Laufbahngruppe 1.2 (mittlerer Dienst): Einstieg A7, Aufstieg bis A9m über Erfahrungsstufen und Beförderungen
  • Laufbahngruppe 2.1 (gehobener Dienst): Einstieg A9g/A10 nach B1- oder Studiumsabschluss, bis A13
  • Höherer Dienst: Brandrat (A13/A14) bis Branddirektor (B-Besoldung) — Studium Pflicht

Jede Beförderung erhöht das Grundgehalt und ist an Dienstzeit, Leistungsbeurteilung und freie Planstellen geknüpft. Der Aufstieg passiert also nicht automatisch, sondern setzt neben der reinen Verweildauer auch Eignung und eine offene Stelle voraus. Wer die längerfristige Perspektive plant, sollte deshalb Stufenaufstieg (durch Erfahrung) und Beförderung (in eine höhere Gruppe) als zwei getrennte Hebel verstehen. Weitere Ratgeber rund um Beruf, Besoldung und Bewerbung findest du in unserem Magazin.

Häufige Fragen zur Feuerwehr-Besoldung in Hamburg

Wie viel verdient ein Brandmeister (A7) bei der Feuerwehr Hamburg?

Das Grundgehalt in A7 reicht laut aktueller Tabelle von 3.042,70 € (Stufe 1) bis 3.643,81 € (Höchststufe). Hinzu kommen feuerwehrspezifische Zulagen wie Feuerwehr-, Wechselschicht- und Atemschutzzulage. Ein Brandmeister in Stufe 5 kommt mit den üblichen Zulagen auf ein Monatsbrutto von rund 3.820 € (Näherungswert, ohne Familienzuschlag).

Habe ich in Hamburg Heilfürsorge oder Beihilfe?

Feuerwehrbeamte in Hamburg haben grundsätzlich Anspruch auf freie Heilfürsorge und können zwischen Heilfürsorge und Beihilfe wählen. Die Heilfürsorge wird mit 1,4 % des Grundgehalts als Sachbezug auf die Besoldung angerechnet. Die Leistungen orientieren sich an der gesetzlichen Krankenversicherung, jedoch ohne die üblichen Zuzahlungen. Rechtsgrundlage sind § 114 in Verbindung mit § 112 HmbBG und die Hamburgische Heilfürsorgeverordnung.

Wann gehen Feuerwehrbeamte in Hamburg in Pension?

Für Feuerwehrbeamte in Hamburg gilt eine besondere Altersgrenze: Der Ruhestand beginnt regelmäßig mit 60 Jahren (§ 108 HmbBG); ein Hinausschieben um bis zu drei Jahre ist möglich. Wer eine volle Dienstzeit von rund 40 Jahren erreicht, kann den maximalen Ruhegehaltssatz von 71,75 % erreichen.

Welche Zulagen bekomme ich zusätzlich zum Grundgehalt?

Typisch sind drei Zulagen: die Feuerwehrzulage für den aktiven Einsatzdienst, die Wechselschichtzulage für den vollständigen Schichtdienst und die Atemschutzgeräteträgerzulage nach bestandener G26.3-Untersuchung. Die genauen Monatsbeträge stehen in der Zulagentabelle weiter oben; ob alle drei zusammenkommen, hängt vom persönlichen Einsatzprofil ab.

Wie ist das Höchstalter für eine Bewerbung bei der Feuerwehr Hamburg?

Das Höchstalter für die Einstellung liegt in Hamburg bei 35 Jahren. Das Einstellungsverfahren dauert erfahrungsgemäß 6 bis 12 Monate — wer sich erst mit Anfang 30 entscheidet, sollte die Bewerbung deshalb zügig angehen.

Liegt Hamburg im bundesweiten Vergleich vorne?

Beim Einstiegsgehalt A7, Stufe 1 liegt Hamburg mit rund 3.043 € im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit rund 3.133 €, Schlusslicht Sachsen mit rund 2.872 €. Zusammen mit der Heilfürsorge zählt das Hamburger Gesamtpaket zu den attraktiveren im Ländervergleich.

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Quellen & Rechtsgrundlagen

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