
Feuerwehr Gehalt 2026: Was du wirklich verdienst – alle Bundesländer
Das Gehalt bei der Berufsfeuerwehr 2026: A7-Grundgehalt nach Bundesland, alle Zulagen erklärt und Netto-Beispiele. Jetzt informieren.
Das Gehalt bei der Berufsfeuerwehr ist Beamtenbesoldung – kein Tariflohn. Wie viel am Monatsende auf dem Konto landet, hängt vor allem von deinem Bundesland, deinem Dienstgrad und deinen anerkannten Erfahrungsstufen ab. Dieser Ratgeber richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, an angehende Brandmeisterinnen und Brandmeister sowie an alle, die vor dem Schritt in den feuerwehrtechnischen Dienst wissen wollen, womit sie 2026 realistisch rechnen können. Wir ordnen die aktuellen Grundgehälter der Besoldungsgruppe A7 für zehn Bundesländer ein, erklären die wichtigsten Zulagen und zeigen an einem Beispiel, wie stark sich Land und Erfahrungsstufe auswirken. Einen breiteren Einstieg liefert unser Ratgeber zum Feuerwehr-Gehalt; wie unterschiedlich die Länder besolden, vertieft die Übersicht zu den Regelungen der Bundesländer. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus den verkündeten Landesbesoldungstabellen – reine Prognosewerte lassen wir bewusst außen vor.
Was bestimmt dein Feuerwehr-Gehalt?
Anders als in vielen Angestelltenberufen gibt es bei der Berufsfeuerwehr kein frei verhandelbares Einstiegsgehalt. Als Beamtin oder Beamter wirst du nach dem Bundes- oder dem jeweiligen Landesbesoldungsgesetz bezahlt, und dieses legt für jede Kombination aus Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe einen festen Monatsbetrag fest. Das macht die Vergütung transparent und planbar – zugleich erklärt es, warum zwei Kolleginnen mit gleichem Dienstgrad je nach Wohn- und Dienstort spürbar unterschiedlich verdienen können. Vier Faktoren geben den Ausschlag:
- Bundesland: Jedes Land hat eigene Tabellen. Baden-Württemberg und Hamburg zahlen tendenziell am oberen Ende.
- Dienstgrad: Von A7 (Brandmeister) bis A16 (Branddirektor).
- Erfahrungsstufe: A7 hat mehrere Stufen, die automatisch über die Dienstzeit steigen.
- Zulagen: Feuerwehrzulage, Schichtzulagen und Erschwerniszulagen erhöhen das Bruttogehalt spürbar.
Weil die Besoldung Ländersache ist, lohnt der Blick in die konkrete Tabelle des Bundeslandes, in dem du dich bewirbst. Die folgende Übersicht zeigt das Grundgehalt in der Eingangsbesoldungsgruppe A7 für drei typische Erfahrungsstufen und macht die regionalen Unterschiede auf einen Blick sichtbar.
Grundgehalt A7 (Brandmeister) nach Bundesland – 2026
| Bundesland | A7 / Stufe 3 | A7 / Stufe 5 | A7 / Stufe 8 |
|---|---|---|---|
| Bayern | 3.162 € | 3.338 € | 3.552 € |
| Hamburg | 3.224 € | 3.406 € | 3.644 € |
| Baden-Württemberg | 3.314 € | 3.496 € | 3.691 € |
| Hessen | 3.047 € | 3.294 € | 3.599 € |
| Nordrhein-Westfalen | 3.111 € | 3.293 € | 3.540 € |
| Rheinland-Pfalz | 3.162 € | 3.344 € | 3.590 € |
| Niedersachsen | 3.114 € | 3.288 € | 3.524 € |
| Sachsen | 3.038 € | 3.231 € | 3.492 € |
| Brandenburg | 2.984 € | 3.170 € | 3.422 € |
| Thüringen | 2.987 € | 3.178 € | 3.438 € |
Quelle: Landesbesoldungstabellen, verkündete Stände 2024–2026 (überwiegend 01.02.2025, gültig bis 2026; Niedersachsen 01.04.2026; Bayern gültig bis 30.09.2026). Angaben ohne Gewähr, gerundet.
So liest du die Tabelle: Die drei Spalten stehen für unterschiedlich erfahrene Beschäftigte. Stufe 3 entspricht ungefähr dem Berufseinstieg nach der Ausbildung, Stufe 5 einigen Jahren im Dienst und Stufe 8 einer bereits längeren Laufbahn im mittleren Dienst. Innerhalb einer Zeile siehst du also, wie das Grundgehalt allein durch Dienstjahre wächst; von oben nach unten erkennst du das regionale Gefälle. Zwischen dem günstigsten und dem großzügigsten Land liegen in Stufe 3 mehrere Hundert Euro pro Monat – ein Unterschied, der sich über eine gesamte Berufslaufbahn zu einer erheblichen Summe addiert. Wichtig: Es handelt sich um das reine Grundgehalt. Zulagen sind hier noch nicht enthalten, können das Bruttogehalt aber deutlich anheben.
Zulagen auf einen Blick
| Zulage | Betrag / Monat | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Feuerwehrzulage | z. B. NRW 63,69–127,38 € | § 50 LBesG NRW bzw. jeweiliges LBesG |
| Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten (Bund) | bis ~108 € + Zusatzbeträge | §§ 17a–17d EZulV |
| Erschwerniszulagen (z. B. Taucher, Sprengstoff) | variiert | § 47 BBesG i. V. m. EZulV |
Die Zulagen sind der Grund, warum das ausgezahlte Brutto häufig über dem reinen Tabellenwert liegt. Die Feuerwehrzulage ist die bekannteste Komponente; ihre genaue Höhe und die Voraussetzungen unterscheiden sich von Land zu Land und richten sich nach dem jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Wer regelmäßig im 24-Stunden- oder Schichtdienst arbeitet, erhält zusätzlich eine Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten, und bestimmte Sonderfunktionen – etwa im Tauch- oder Sprengdienst – werden über Erschwerniszulagen abgegolten. Welche Zulagen für dich zusammenkommen, hängt also stark von deiner konkreten Verwendung ab. Einen tieferen Überblick über die einzelnen Bestandteile findest du in unserem Ratgeber zur Feuerwehr-Vergütung.
Rechenbeispiel: Wie stark Land und Stufe wirken
Eine Brandmeisterin in Bayern erhält in Stufe 3 laut Tabelle 3.162 € und in Stufe 8 3.552 € – allein durch das Aufsteigen in den Erfahrungsstufen wächst das Grundgehalt also um rund 390 € pro Monat. Vergleicht man denselben Einstieg (Stufe 3) zwischen den Ländern, liegt Baden-Württemberg mit 3.314 € etwa 152 € pro Monat über Bayern – über zwölf Monate rund 1.824 € mehr, und das noch vor Zulagen.
Näherungswerte auf Basis der oben genannten Tabelle, gerundet und ohne Gewähr. Zulagen, Steuern und Krankenversicherungsbeiträge sind nicht berücksichtigt.
Heilfürsorge oder Beihilfe – ein oft übersehener Gehaltsfaktor
Zum Nettoeinkommen gehört auch die Frage, wie deine Krankheitskosten abgesichert sind – und hier gibt es zwei sehr unterschiedliche Modelle. In einigen Ländern erhalten Feuerwehrbeamtinnen und -beamte im Einsatzdienst freie Heilfürsorge, das heißt, der Dienstherr übernimmt die Behandlungskosten weitgehend. In anderen Ländern gilt stattdessen die Beihilfe: Der Dienstherr übernimmt einen Teil der Kosten, den Rest deckst du über eine private Restkostenversicherung ab. Welches Modell greift, ist Ländersache und teils sogar von der Kommune abhängig. So ist die Beihilfe unter anderem in Bayern, Berlin und Brandenburg der Regelfall, während Länder wie Bremen, Hamburg oder Niedersachsen für den Einsatzdienst Heilfürsorge vorsehen. Weil das den tatsächlich verfügbaren Betrag beeinflusst, solltest du diesen Punkt bei der Wahl deines Dienstorts von Anfang an mitdenken.
Karrierepfad und Gehaltssprünge
Das Gehalt bleibt über die Jahre nicht stehen. Neben dem automatischen Aufstieg in den Erfahrungsstufen sorgen Beförderungen für die größeren Sprünge. Der klassische Weg im mittleren Dienst führt vom Brandmeister bis zum Hauptbrandmeister, mit einem Laufbahnaufstieg oder Studium öffnet sich der gehobene Dienst. Jeder Schritt in die nächste Besoldungsgruppe bedeutet ein höheres Grundgehalt.
- A7 – Brandmeister: Einstieg nach B1-Lehrgang
- A8 – Oberbrandmeister: nach ca. 4–6 Dienstjahren
- A9 – Hauptbrandmeister: Endamt des mittleren Dienstes, nach 3–5 weiteren Jahren
- A10–A13 – Brandinspektor bis Brandoberrat: nach Laufbahnaufstieg oder FH-Studium
Das Gesamtpaket: Was das Gehalt wirklich wert ist
Das Feuerwehrgehalt sollte nie isoliert betrachtet werden. Zum Gesamtpaket gehören der sichere Arbeitsplatz durch den Beamtenstatus, die Pension statt der gesetzlichen Rente, die Absicherung über Heilfürsorge oder Beihilfe sowie ein Berufsunfähigkeitsschutz über die Dienstunfähigkeitsregelung. Hinzu kommen der 24-Stunden-Dienst mit langen zusammenhängenden Freiphasen und die gute Vereinbarkeit mit einem geregelten Privatleben. Weil Beamtinnen und Beamte nicht in die Renten- und Arbeitslosenversicherung einzahlen, fällt das Netto im Verhältnis zum Brutto oft günstiger aus als bei Angestellten – dafür sind Steuer und Krankenversicherungsbeitrag selbst zu tragen. Wer die einzelnen Bausteine im Zusammenhang betrachtet, findet ein Paket, das im öffentlichen Dienst kaum Konkurrenz hat. Weitere Ratgeber rund um Bewerbung, Ausbildung und Verdienst sammeln wir laufend in unserem Magazin.
Häufige Fragen zum Feuerwehr-Gehalt 2026
Wie viel verdient ein Brandmeister (A7) 2026?
Das Grundgehalt in der Besoldungsgruppe A7 liegt 2026 je nach Bundesland und Erfahrungsstufe grob zwischen rund 2.900 € und 3.700 € brutto im Monat. Die untere Spanne betrifft Berufseinsteiger in Ländern mit niedrigeren Tabellen, die obere Spanne erfahrene Kräfte in höher besoldenden Ländern wie Baden-Württemberg oder Hamburg. Hinzu kommen noch Zulagen.
Wovon hängt die Höhe des Gehalts ab?
Entscheidend sind vier Faktoren: das Bundesland mit seiner eigenen Besoldungstabelle, der Dienstgrad beziehungsweise die Besoldungsgruppe, die Erfahrungsstufe, die mit den Dienstjahren steigt, sowie die Zulagen. Ein frei verhandelbares Gehalt gibt es im Beamtenverhältnis nicht – die Beträge sind gesetzlich festgelegt.
Steigt das Gehalt automatisch mit den Dienstjahren?
Ja. Innerhalb einer Besoldungsgruppe steigst du nach festgelegten Zeiträumen automatisch in die nächsthöhere Erfahrungsstufe auf, ohne dass es dafür einer Beförderung bedarf. Der genaue Rhythmus der Stufenaufstiege steht im jeweiligen Landesbesoldungsgesetz. Größere Gehaltssprünge ergeben sich zusätzlich durch Beförderungen in eine höhere Besoldungsgruppe.
Bekomme ich als Feuerwehrbeamter Heilfürsorge oder Beihilfe?
Das hängt vom Bundesland ab. Länder wie Bremen, Hamburg oder Niedersachsen gewähren Beamtinnen und Beamten im Einsatzdienst der Feuerwehr freie Heilfürsorge, bei der der Dienstherr die Krankheitskosten weitgehend übernimmt. In Ländern wie Bayern, Berlin oder Brandenburg gilt dagegen die Beihilfe, die du mit einer privaten Restkostenversicherung ergänzt. Teils kann die Regelung sogar von der Kommune abhängen.
Verdient man bei der Feuerwehr mehr als bei der Polizei?
Beide Berufsgruppen starten in der Regel in A7 und haben ähnliche Besoldungstabellen. Bei der Feuerwehr kommt die spezifische Feuerwehrzulage hinzu, die Polizei hat ihrerseits Polizeizulagen. Unterm Strich sind die Gehälter sehr ähnlich; entscheidend sind eher Bundesland und Zulagenstruktur als die Berufsgruppe selbst.
Zahlen Feuerwehrbeamte in die Rentenversicherung ein?
Nein. Als Beamtinnen und Beamte zahlen Feuerwehrkräfte weder in die gesetzliche Renten- noch in die Arbeitslosenversicherung ein. Stattdessen erwerben sie einen Anspruch auf Pension. Das ist einer der Gründe, warum das Nettoeinkommen im Verhältnis zum Bruttogehalt oft höher ausfällt als bei Angestellten; Lohnsteuer und Krankenversicherungsbeitrag sind allerdings selbst zu tragen.
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