
Brandmeister, Oberbrandmeister & Hauptbrandmeister: Gehalt 2026 (A7–A9)
Was verdient ein Brandmeister? A7-Grundgehalt, Zulagen und Netto-Berechnung – alle Bundesländer im Vergleich.
Der Dienstgrad Brandmeister markiert den Einstieg in die Laufbahn der Berufsfeuerwehr und ist die Besoldungsgruppe, mit der die meisten angehenden Feuerwehrleute ihre Karriere im Einsatzdienst beginnen. Wer sich für den Feuerwehrberuf interessiert, stellt sich früh die Frage: Was verdient man als Brandmeister eigentlich – und lohnt sich der Weg in die Berufsfeuerwehr finanziell? Dieser Ratgeber ordnet die A7-Besoldung 2026 ein, zeigt die Unterschiede zwischen den Bundesländern und erklärt, wie sich das Grundgehalt über die Erfahrungsstufen entwickelt. Betroffen sind alle, die eine Laufbahn im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst anstreben – vom Anwärter im B1-Lehrgang bis zum verbeamteten Brandmeister auf Lebenszeit. Du erfährst, wie hoch das Einstiegsgehalt ausfällt, welche Zulagen dazukommen, was am Ende netto übrig bleibt und wann die Beförderung zum Oberbrandmeister ansteht. Alle Zahlen beruhen auf den verkündeten Landesbesoldungstabellen.
Was verdient ein Brandmeister?
Nach dem erfolgreichen B1-Lehrgang – der Grundausbildung an der Berufsfeuerwehr – werden Bewerberinnen und Bewerber zum Brandmeister ernannt und in die Besoldungsgruppe A7 eingestuft. Das Grundgehalt ist bundesweit nicht einheitlich, denn die Beamtenbesoldung ist seit der Föderalismusreform Ländersache: Jedes Bundesland beschließt seine eigenen Besoldungstabellen. Deshalb kann dieselbe Besoldungsgruppe A7 je nach Dienstherr spürbar unterschiedlich ausfallen. Die folgende Tabelle zeigt das monatliche Grundgehalt in A7 für ausgewählte Bundesländer – von der Anfangsstufe über die mittlere Stufe 5 bis zur Endstufe.
| Bundesland | A7 Einstieg (Anfangsstufe) | A7 Stufe 5 | A7 Endstufe |
|---|---|---|---|
| Bayern | 3.074 € | 3.338 € | 3.615 € |
| NRW | 3.216 € | 3.404 € | 3.793 € |
| Hamburg | 3.043 € | 3.406 € | 3.644 € |
| Baden-Württemberg | kein Feuerwehramt in A7 – Einstieg als Oberbrandmeister in A8: 3.302 € (Stufe 1) | ||
| Hessen | 3.077 € | 3.404 € | 3.709 € |
| Sachsen | 2.953 € | 3.322 € | 3.774 € |
| Thüringen | 2.987 € | 3.178 € | 3.575 € |
Grundgehalt A7, Monatsbrutto ohne Zulagen. Anfangsstufe = niedrigste Erfahrungsstufe des jeweiligen Landes (Bayern und Hessen ab Stufe 2, NRW/Thüringen ab Stufe 3, übrige ab Stufe 1). Stand: verkündete Landestabellen 2025/2026.
So liest du die Tabelle: Die erste Spalte nennt das Einstiegsgehalt in der jeweils niedrigsten Erfahrungsstufe des Landes, die letzte Spalte das Maximum in der Endstufe. Zwischen Anfangs- und Endstufe liegen – je nach Land – mehrere Hundert Euro, die allein durch Berufserfahrung und ganz ohne Beförderung hinzukommen. Auffällig sind die regionalen Unterschiede: Länder wie Baden-Württemberg oder Hamburg zahlen beim Einstieg spürbar mehr als etwa Sachsen oder Thüringen. Ein vollständiger Vergleich über alle Länder – einschließlich der Frage, wo sich der Dienst wegen Zulagen und Krankenversicherung effektiv am meisten lohnt – findet sich in unserer Übersicht zu den Unterschieden zwischen den Bundesländern. Wie sich die Feuerwehrbesoldung insgesamt zusammensetzt, erklärt außerdem der Ratgeber zum Feuerwehr-Gehalt im Überblick.
Zulagen für Brandmeister
Das Grundgehalt ist nur ein Teil der monatlichen Bezüge. Gerade im Einsatzdienst mit Wechselschicht kommen mehrere Zulagen hinzu, die das tatsächliche Einkommen erhöhen:
- Feuerwehrzulage: je nach Bundesland und Dienstzeit unterschiedlich – z. B. NRW in A7/A8 66,08 €/Monat nach einem, 132,16 €/Monat nach zwei Dienstjahren (§ 50 LBesG NRW, Anlage 15, gültig ab 01.08.2026)
- Schicht-/Wechselschichtzulage: je nach Dienstherr und Schichtmodell – beim Bund als Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten bis ca. 108 €/Monat Grundbetrag plus Zusatzbeträge (§§ 17a ff. EZulV)
- Erschwerniszulagen: ggf. zusätzlich, z. B. für Taucher- oder Höhenrettungsdienste
Wie hoch diese Zulagen konkret ausfallen, hängt vom Dienstherrn, vom Schichtmodell und von der individuellen Verwendung ab. Sie sind ein wesentlicher Grund, warum das Nettoeinkommen im Einsatzdienst oft höher liegt, als es das reine A7-Grundgehalt vermuten lässt.
Netto: Was bleibt vom Brandmeister-Gehalt übrig?
Brutto ist die eine Seite – entscheidend ist, was nach Steuern und Krankenversicherung übrig bleibt. Beamte zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, dafür fallen je nach Bundesland unterschiedliche Kosten für die Krankenabsicherung an. Manche Länder gewähren Feuerwehrbeamten im Einsatzdienst freie Heilfürsorge, andere gewähren nur Beihilfe – dann muss der verbleibende Anteil über eine private Krankenversicherung (PKV) abgesichert werden. Dieser Unterschied kann mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen und verschiebt die Rangfolge der Länder gegenüber dem reinen Bruttovergleich:
| Bundesland | A7 Stufe 3 brutto | Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Hamburg | ca. 3.224 € | Heilfürsorge (1,4 % Anrechnung) |
| NRW | ca. 3.216 € | Beihilfe + Restkostenversicherung |
| Bayern | ca. 3.162 € | Beihilfe + private Krankenversicherung |
| Sachsen | ca. 3.123 € | Heilfürsorge |
Bruttowerte: amtliche Landestabellen, A7 Stufe 3 (Hamburg und Bayern ab 01.02.2025, Bayern gültig bis 30.09.2026; NRW und Sachsen ab 01.04.2026). Wie viel netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und dem Krankenversicherungsbeitrag ab – eine Näherung liefert der Feuerwehr-Gehaltsrechner. Stand: September 2026.
Fazit: Hamburg und Sachsen gewähren im Einsatzdienst Heilfürsorge, sodass kein eigener PKV-Beitrag anfällt (Hamburg rechnet 1,4 % des Grundgehalts an); NRW hat ein hohes Grundgehalt, aber wie Bayern das Beihilfemodell, sodass der Beitrag zur Restkostenversicherung abgeht. Weil die Krankenabsicherung so stark ins Gewicht fällt, lohnt sich vor der Bewerbung ein genauer Blick auf die Regelung des jeweiligen Dienstherrn.
Vom Brandmeister zum Oberbrandmeister: Laufbahn und Stufenaufstieg
Brandmeister bleibt man nicht dauerhaft. Nach der Ausbildung folgt zunächst das Beamtenverhältnis auf Probe; die Verbeamtung auf Lebenszeit schließt sich nach der Probezeit an. Innerhalb der Besoldungsgruppe A7 steigt das Gehalt automatisch mit den Erfahrungsstufen:
- Stufe 1–2: nach 1 Jahr
- Stufe 2–3: nach weiteren 2 Jahren
- Stufe 3–4: nach weiteren 3 Jahren
- Ab Stufe 5: alle 3 Jahre bis zur Endstufe
Nach rund fünf Jahren in A7 ist – eine freie Planstelle vorausgesetzt – die Beförderung zum Oberbrandmeister (A8) möglich. Wer in die Laufbahngruppe 2 wechseln will (Einstieg meist als Brandoberinspektor, A10), braucht in der Regel einen Bachelor in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach mit anschließendem Vorbereitungsdienst – oder den Aufstieg über ein Auswahlverfahren des Dienstherrn. Weitere Berufsbilder und Karrierewege bei der Feuerwehr stellt unser Magazin vor.
Oberbrandmeister-Gehalt (A8/A9)
Was verdient ein Oberbrandmeister?
Die folgende Übersicht zeigt für ausgewählte Bundesländer, in welche Besoldungsgruppe der Oberbrandmeister dort fällt und wie hoch das monatliche Grundgehalt in einer frühen (Stufe 3) und einer bereits erfahrenen Phase (Stufe 6) ausfällt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wie weit die Werte je nach Dienstort und Berufsjahren auseinanderliegen.
| Bundesland | Bes.-Gruppe | Grundgehalt Stufe 3 | Grundgehalt Stufe 6 |
|---|---|---|---|
| Bayern | A9 | 3.415 € | 3.777 € |
| NRW | A8/A9 | 3.297 € | 3.659 € |
| Hamburg | A9 | 3.549 € | 3.895 € |
| Baden-Württemberg | A9 | 3.736 € | 4.079 € |
| Hessen | A8 | 3.380 € | 3.808 € |
| Sachsen | A8 | 3.209 € | 3.591 € |
| Thüringen | A8 | 3.070 € | 3.438 € |
Alle Werte Grundgehalt brutto/Monat aus den aktuellen Landesbesoldungstabellen, Stand 2026.
Die Tabelle macht deutlich, wie stark das Grundgehalt vom Dienstort abhängt: Zwischen dem oberen Ende der Skala (Baden-Württemberg) und dem unteren Ende (Thüringen) liegen in Stufe 3 mehr als 500 € brutto im Monat – bei im Kern identischer Tätigkeit. Der Grund ist die Föderalismusreform: Die Besoldung ist seither Ländersache, jedes Bundesland beschließt eigene Besoldungstabellen, und auch der Bund führt eine eigene Tabelle. Ob Ihr Amt in A8 oder A9 eingruppiert ist, hängt zusätzlich vom jeweiligen Landesrecht ab. Einen breiteren Überblick über alle Laufbahnstufen bietet unser Ratgeber zur Feuerwehr-Besoldung; wie sich die Länder im Detail unterscheiden, zeigt der Vergleich der Feuerwehr-Gehälter nach Bundesland.
So lesen Sie die Werte richtig: Angegeben ist immer das monatliche Grundgehalt brutto – ohne Zulagen wie die Feuerwehrzulage, Schicht- und Wechselschichtzulagen oder Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst, die im Einsatzdienst regelmäßig hinzukommen. Die Stufen 3 und 6 stehen dabei stellvertretend für den Berufsverlauf: Stufe 3 entspricht ungefähr den ersten Jahren im Amt, Stufe 6 einem bereits erfahrenen Beamten. Ihr persönliches Bruttogehalt ergibt sich immer aus der Kombination von Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und Bundesland.
Wann wird man Oberbrandmeister?
Die Beförderung zum Oberbrandmeister ist keine Automatik, sondern an mehrere Voraussetzungen geknüpft. In der Regel gehören dazu:
- Mindestens 4–6 Dienstjahre als Brandmeister
- Eine freie Planstelle im Stellenplan der jeweiligen Berufsfeuerwehr
- Eine positive dienstliche Beurteilung
- In manchen Ländern zusätzlich eine Fortbildung oder ein Lehrgang
A8 oder A9 – worin liegt der Unterschied?
Manche Länder führen den Oberbrandmeister in A8, andere in A9. A9 ist die höhere der beiden Gruppen und bringt bei sonst gleicher Erfahrungsstufe ein etwas höheres Grundgehalt. Darüber hinaus gibt es in einigen Ländern die Variante A9 mit Amtszulage (häufig als A9m bezeichnet), die als Endamt der Laufbahngruppe 1 gilt und üblicherweise dem Hauptbrandmeister zugeordnet ist. Der Oberbrandmeister erreicht diese Stufe erst mit dem nächsten Beförderungsschritt – ob Ihr konkretes Amt in A8 oder A9 geführt wird, entscheidet das Landesrecht und der Stellenplan Ihres Dienstherrn.
Hauptbrandmeister-Gehalt (A9m)
Grundgehalt Hauptbrandmeister (A9) nach Bundesland
Die folgende Tabelle zeigt das reine A9-Grundgehalt in zwei typischen Erfahrungsstufen. Maßgeblich für die tatsächliche Bezahlung ist die Erfahrungsstufe – sie steigt mit den Dienstjahren – sowie das jeweilige Landesbesoldungsgesetz. Seit der Föderalismusreform ist die Besoldung Ländersache, weshalb dieselbe Besoldungsgruppe von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfällt. Die Amtszulage des Hauptbrandmeisters ist in diesen Grundgehaltswerten noch nicht enthalten und kommt monatlich obendrauf.
| Bundesland | A9 Grundgehalt Stufe 3 | A9 Grundgehalt Stufe 5 |
|---|---|---|
| Bayern | 3.415 € | 3.656 € |
| Hamburg | 3.549 € | 3.782 € |
| NRW | 3.438 € | 3.692 € |
| Baden-Württemberg | 3.736 € | 3.991 € |
| Sachsen | 3.487 € | 3.758 € |
| Thüringen | 3.252 € | 3.515 € |
Als Hauptbrandmeister kommt zum A9-Grundgehalt die Amtszulage hinzu (NRW 374,97 €, Bayern 357,59 €; übrige Länder rund 355–375 €/Monat). Werte Stand 2026.
Ein direkter Vergleich der Länder lohnt sich, denn zwischen dem günstigsten und dem besten Landeswert liegen bei gleicher Stufe mehrere Hundert Euro pro Monat. Wer regional flexibel ist, erkennt die Unterschiede schnell im Bundesländer-Vergleich der Feuerwehr. Wie sich das Gehalt über die gesamte Laufbahn – vom Brandmeister bis zum Hauptbrandmeister – entwickelt, zeigt der Überblick zum Feuerwehr-Gehalt.
Wann wird man Hauptbrandmeister?
Die Beförderung zum HBM erfolgt nach den Oberbrandmeister-Jahren, wenn eine Planstelle vorhanden ist. Typischer Zeitplan:
- Jahr 0–5: Brandmeister (A7)
- Jahr 5–10: Oberbrandmeister (A8/A9)
- Jahr 10–15+: Hauptbrandmeister (A9m)
Das A9m-Amt gilt als „Beförderungsstau-Puffer“ – viele Beamte verbleiben hier bis zur Pensionierung, es sei denn, sie steigen in LG2 auf.
Hauptbrandmeister als Gruppenführer
In der Praxis übernehmen Hauptbrandmeister häufig Führungsaufgaben als Truppführer oder Gruppenführer. Das erfordert den Lehrgang „Gruppenführer“ an der Landesfeuerwehrschule.
Häufige Fragen zum Brandmeister-Gehalt
Welche Besoldungsgruppe hat ein Brandmeister?
Der Brandmeister ist der Besoldungsgruppe A7 zugeordnet und bildet die erste Stufe der Laufbahngruppe 1 im feuerwehrtechnischen Dienst. Nach dem erfolgreichen B1-Grundlehrgang wird man zum Brandmeister ernannt und in A7 eingestuft.
Wie viel verdient ein Brandmeister am Anfang?
Das Einstiegs-Grundgehalt in A7 liegt 2026 je nach Bundesland etwa zwischen 2.915 € und 3.221 € brutto im Monat – jeweils in der niedrigsten Erfahrungsstufe des Landes und noch ohne Zulagen. Feuerwehr- und Schichtzulagen kommen im Einsatzdienst hinzu.
Steigt das Gehalt als Brandmeister automatisch?
Ja. Innerhalb der Besoldungsgruppe A7 steigt das Grundgehalt in festen Zeitabständen über die Erfahrungsstufen an, auch ohne Beförderung. In der Endstufe erreicht A7 je nach Land bis zu rund 3.795 € brutto.
Bekommt ein Brandmeister freie Heilfürsorge?
Das hängt vom Bundesland ab. Einige Länder gewähren Feuerwehrbeamten im Einsatzdienst freie Heilfürsorge, sodass für die Krankenversicherung kaum Kosten anfallen. In anderen Ländern gibt es stattdessen Beihilfe, und der verbleibende Anteil muss privat versichert werden. Dieser Unterschied beeinflusst das Nettoeinkommen spürbar.
Wann wird man zum Oberbrandmeister befördert?
Die Beförderung zum Oberbrandmeister in die Besoldungsgruppe A8 ist in den meisten Bundesländern nach etwa vier bis sechs Dienstjahren möglich – vorausgesetzt, es ist eine entsprechende Planstelle frei.
In welche Besoldungsgruppe fällt der Oberbrandmeister?
Der Oberbrandmeister ist je nach Bundesland in Besoldungsgruppe A8 oder A9 eingruppiert. Welche Gruppe gilt, richtet sich nach dem Landesrecht des jeweiligen Dienstherrn. Er ist die erste Beförderungsstufe nach dem Brandmeister (A7).
Was ist der Unterschied zwischen A9 und A9m?
A9 ist die reguläre Besoldungsgruppe, A9m eine höher dotierte Variante mit Amtszulage. Sie gilt als Endamt der Laufbahngruppe 1 und wird üblicherweise dem Hauptbrandmeister zugeordnet. Der Oberbrandmeister erreicht A9m erst mit dem nächsten Beförderungsschritt.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- Baden-Württemberg: LBesGBW – Anlage 1 (Oberbrandmeister A 8 als Eingangsamt)
- Baden-Württemberg: LBV-Besoldungstabelle ab 01.04.2026
- Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)
- Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG)