Oberbrandmeister Gehalt 2026: A8/A9-Besoldung nach Bundesland
Besoldung · 8. Juni 2026

Oberbrandmeister Gehalt 2026: A8/A9-Besoldung nach Bundesland

Was verdient ein Oberbrandmeister? A8/A9-Grundgehalt in allen Bundesländern, Beförderungsvoraussetzungen und Karriereschritte.

7 Min Lesezeit · Aktualisiert: 9. Juli 2026

Der Oberbrandmeister ist die erste Beförderungsstufe nach dem Brandmeister. Je nach Bundesland entspricht er der Besoldungsgruppe A8 oder A9. Das Grundgehalt liegt 2026 zwischen ca. 3.070 € und 3.970 € brutto (je nach Land und Erfahrungsstufe).

Wer sich für den Beruf bei der Berufsfeuerwehr interessiert oder bereits als Brandmeister im Einsatzdienst arbeitet, stößt früher oder später auf die Frage, wie sich das Einkommen mit der nächsten Beförderung entwickelt. Dieser Ratgeber ordnet ein, was ein Oberbrandmeister 2026 verdient, warum die Beträge von Bundesland zu Bundesland spürbar auseinandergehen und welche Faktoren – von der Erfahrungsstufe bis zur freien Planstelle – über die Höhe entscheiden. Die folgenden Tabellen zeigen die Grundgehälter aus den amtlichen Landesbesoldungstabellen; im Text erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie die Werte auf Ihre eigene Situation übertragen und was neben dem reinen Bruttogehalt noch für das verfügbare Einkommen zählt.

Was verdient ein Oberbrandmeister?

Die folgende Übersicht zeigt für ausgewählte Bundesländer, in welche Besoldungsgruppe der Oberbrandmeister dort fällt und wie hoch das monatliche Grundgehalt in einer frühen (Stufe 3) und einer bereits erfahrenen Phase (Stufe 6) ausfällt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wie weit die Werte je nach Dienstort und Berufsjahren auseinanderliegen.

BundeslandBes.-GruppeGrundgehalt Stufe 3Grundgehalt Stufe 6
BayernA93.415 €3.777 €
NRWA8/A93.190 €3.540 €
HamburgA93.549 €3.895 €
Baden-WürttembergA93.633 €3.967 €
HessenA83.270 €3.696 €
SachsenA83.121 €3.492 €
ThüringenA83.070 €3.438 €

Alle Werte Grundgehalt brutto/Monat aus den aktuellen Landesbesoldungstabellen, Stand 2026.

Die Tabelle macht deutlich, wie stark das Grundgehalt vom Dienstort abhängt: Zwischen dem oberen Ende der Skala (Baden-Württemberg) und dem unteren Ende (Thüringen) liegen in Stufe 3 mehr als 500 € brutto im Monat – bei im Kern identischer Tätigkeit. Der Grund ist die Föderalismusreform: Die Besoldung ist seither Ländersache, jedes Bundesland beschließt eigene Besoldungstabellen, und auch der Bund führt eine eigene Tabelle. Ob Ihr Amt in A8 oder A9 eingruppiert ist, hängt zusätzlich vom jeweiligen Landesrecht ab. Einen breiteren Überblick über alle Laufbahnstufen bietet unser Ratgeber zur Feuerwehr-Besoldung; wie sich die Länder im Detail unterscheiden, zeigt der Vergleich der Feuerwehr-Gehälter nach Bundesland.

So lesen Sie die Werte richtig: Angegeben ist immer das monatliche Grundgehalt brutto – ohne Zulagen wie die Feuerwehrzulage, Schicht- und Wechselschichtzulagen oder Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst, die im Einsatzdienst regelmäßig hinzukommen. Die Stufen 3 und 6 stehen dabei stellvertretend für den Berufsverlauf: Stufe 3 entspricht ungefähr den ersten Jahren im Amt, Stufe 6 einem bereits erfahrenen Beamten. Ihr persönliches Bruttogehalt ergibt sich immer aus der Kombination von Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und Bundesland.

Wann wird man Oberbrandmeister?

Die Beförderung zum Oberbrandmeister ist keine Automatik, sondern an mehrere Voraussetzungen geknüpft. In der Regel gehören dazu:

  • Mindestens 4–6 Dienstjahre als Brandmeister
  • Eine freie Planstelle im Stellenplan der jeweiligen Berufsfeuerwehr
  • Eine positive dienstliche Beurteilung
  • In manchen Ländern zusätzlich eine Fortbildung oder ein Lehrgang
In Bayern und Baden-Württemberg regeln Stellenpläne, wie viele Oberbrandmeister-Stellen überhaupt vorhanden sind. Ohne freie Stelle gibt es keinen Aufstieg – unabhängig von der Dienstzeit.

Wie schnell eine Beförderung tatsächlich möglich ist, unterscheidet sich zudem von Dienstherr zu Dienstherr, weil die Zahl der Planstellen und die Bewerberlage vor Ort variieren. Eine überdurchschnittliche Beurteilung kann den Aufstieg beschleunigen; ist der Stellenplan hingegen ausgeschöpft, führt auch eine gute Beurteilung zunächst nur auf eine Warteliste.

A8 oder A9 – worin liegt der Unterschied?

Manche Länder führen den Oberbrandmeister in A8, andere in A9. A9 ist die höhere der beiden Gruppen und bringt bei sonst gleicher Erfahrungsstufe ein etwas höheres Grundgehalt. Darüber hinaus gibt es in einigen Ländern die Variante A9 mit Amtszulage (häufig als A9m bezeichnet), die als Endamt der Laufbahngruppe 1 gilt und üblicherweise dem Hauptbrandmeister zugeordnet ist. Der Oberbrandmeister erreicht diese Stufe erst mit dem nächsten Beförderungsschritt – ob Ihr konkretes Amt in A8 oder A9 geführt wird, entscheidet das Landesrecht und der Stellenplan Ihres Dienstherrn.

A7, A8 und A9 im Vergleich

Wie sich der Weg von Brandmeister (A7) über den Oberbrandmeister (A8) bis zu A9 finanziell auswirkt, zeigt der folgende Vergleich am Beispiel zweier Länder mit unterschiedlicher Besoldungsstruktur:

GruppeNRW EinstiegNRW Stufe 5Bayern Stufe 5
A7 (Brandmeister)ca. 3.111 €ca. 3.293 €ca. 3.338 €
A8 (Oberbrandmeister)ca. 3.190 €ca. 3.423 €ca. 3.489 €
A9 (Oberbrandmeister)ca. 3.326 €ca. 3.572 €ca. 3.656 €

Zwei Bewegungen überlagern sich hier: der Sprung durch die Beförderung (von A7 auf A8 auf A9) und der Anstieg innerhalb einer Gruppe durch die Erfahrungsstufen. In NRW liegt zwischen dem A8-Einstieg (ca. 3.190 €) und A9 in Stufe 5 (ca. 3.572 €) ein Unterschied von rund 380 € brutto im Monat. Über die Jahre kommt so ein spürbarer Betrag zusammen – wobei sich das tatsächliche Netto je nach Steuerklasse, Familienstand und Krankenversicherung individuell unterscheidet.

Beispiel (Näherungswert): Ein Oberbrandmeister in Nordrhein-Westfalen, eingruppiert in A8, erreicht in Erfahrungsstufe 3 laut Landesbesoldungstabelle ein Grundgehalt von rund 3.190 € brutto im Monat. Wird dasselbe Amt in A9 geführt, sind es in Stufe 3 rund 3.326 € – also etwa 136 € brutto mehr. Mit steigender Erfahrungsstufe wächst der Betrag weiter: In Stufe 5 liegt A9 in NRW bei rund 3.572 € brutto. Alle Angaben sind gerundete Näherungswerte aus der jeweils aktuellen Landestabelle; Zulagen sowie die individuelle Steuer- und Abgabenlast sind darin nicht enthalten.

Was am Ende netto übrig bleibt, hängt nicht nur vom Bundesland, sondern auch von der Krankenversicherung ab. Feuerwehrbeamte im Einsatzdienst sind je nach Land unterschiedlich abgesichert: In einem Teil der Länder gibt es für die aktive Dienstzeit freie Heilfürsorge, sodass keine eigenen Beiträge zur Krankenversicherung anfallen. In anderen Ländern gilt dagegen das Beihilfe-Prinzip – der Dienstherr übernimmt einen Teil der Krankheitskosten, den Rest deckt eine private Krankenversicherung ab. Ob in Ihrem Bundesland Heilfürsorge oder Beihilfe gilt, klären Sie am besten direkt bei Ihrem Dienstherrn, weil dieser Unterschied das verfügbare Einkommen deutlich beeinflusst. Weitere Ratgeber rund um Gehalt, Bewerbung und Ausbildung finden Sie im Feuerwehr-Magazin.

Häufige Fragen zum Oberbrandmeister-Gehalt

In welche Besoldungsgruppe fällt der Oberbrandmeister?

Der Oberbrandmeister ist je nach Bundesland in Besoldungsgruppe A8 oder A9 eingruppiert. Welche Gruppe gilt, richtet sich nach dem Landesrecht des jeweiligen Dienstherrn. Er ist die erste Beförderungsstufe nach dem Brandmeister (A7).

Wie viel verdient ein Oberbrandmeister brutto im Monat?

Das monatliche Grundgehalt liegt 2026 je nach Bundesland und Erfahrungsstufe ungefähr zwischen 3.070 € und 3.970 € brutto. Hinzu kommen im Einsatzdienst Zulagen und Zuschläge, die in diesen Grundgehältern noch nicht enthalten sind.

Was ist der Unterschied zwischen A9 und A9m?

A9 ist die reguläre Besoldungsgruppe, A9m eine höher dotierte Variante mit Amtszulage. Sie gilt als Endamt der Laufbahngruppe 1 und wird üblicherweise dem Hauptbrandmeister zugeordnet. Der Oberbrandmeister erreicht A9m erst mit dem nächsten Beförderungsschritt.

Wann wird man zum Oberbrandmeister befördert?

Eine Beförderung setzt in der Regel mehrere Dienstjahre als Brandmeister, eine positive dienstliche Beurteilung und eine freie Planstelle im Stellenplan voraus. Ohne freie Stelle ist ein Aufstieg auch bei langer Dienstzeit und guter Beurteilung nicht möglich.

Bekommt ein Oberbrandmeister freie Heilfürsorge?

Das hängt vom Bundesland ab. In einem Teil der Länder erhalten Feuerwehrbeamte im Einsatzdienst während der aktiven Dienstzeit freie Heilfürsorge; in anderen Ländern gilt das Beihilfe-Prinzip mit ergänzender privater Krankenversicherung. Welche Regelung für Sie gilt, erfahren Sie bei Ihrem Dienstherrn.

Wie stark steigt das Gehalt mit den Erfahrungsstufen?

Innerhalb einer Besoldungsgruppe wächst das Grundgehalt mit jeder Erfahrungsstufe. Beim Bund steigt A8 beispielsweise von rund 3.217 € in Stufe 1 auf rund 4.102 € in Stufe 8 – allein durch die Dienstzeit, unabhängig von einer Beförderung.

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