Feuerwehr Pension: Wie hoch ist die Ruheversorgung für Feuerwehrbeamte?

Als Beamter bei der Berufsfeuerwehr erhältst du im Ruhestand eine lebenslange Pension statt einer gesetzlichen Rente. Die Höhe richtet sich nach Dienstjahren und letztem Grundgehalt – nach 40 Dienstjahren sind bis zu 71,75 % des letzten Grundgehalts möglich.

Wie wird die Pension berechnet?

Grundformel: Ruhegehaltssatz × ruhegehaltsfähige Dienstbezüge

  • Ruhegehaltssatz: 1,79625 % je Dienstjahr; maximal 71,75 % nach 40 Jahren
  • Ruhegehaltsfähige Dienstbezüge: Grundgehalt der letzten Besoldungsgruppe (ohne Zulagen)
  • Mindestversorgung: Jedes Bundesland garantiert eine Mindestpension (ca. 1.700–1.900 € brutto)

Rechenbeispiel

Beispiel: Hauptbrandmeister (A9m), 38 Dienstjahre, Bayern
Ruhegehaltssatz: 38 × 1,79625 % = 68,26 %
Letztes Grundgehalt: ca. 3.000 €
→ Pension: ca. 2.048 € brutto/Monat

Sonderregelung: Frühpensionierung bei Feuerwehr

Feuerwehrbeamte können unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Dienstunfähigkeit, besondere Altersregelungen) früher in den Ruhestand treten. In manchen Bundesländern gilt für Feuerwehrbeamte im aktiven Einsatzdienst ein besonderes Mindestalter für den Ruhestand (i.d.R. 60 Jahre).

Pension vs. gesetzliche Rente

Die Pension ist in der Regel deutlich höher als eine vergleichbare gesetzliche Rente, weil:

  • Kein Beitrag zu Rentenversicherung notwendig (höheres Nettoeinkommen während der aktiven Zeit)
  • Garantiert lebenslang, keine Abhängigkeit von Kapitalmärkten
  • Hinterbliebene erhalten Witwen-/Waisenversorgung

So berechnet sich deine Feuerwehr-Pension

Die Pension ist das stärkste Argument für den Beamtenstatus. Wie hoch sie ausfällt, hängt von Dienstjahren und letztem Grundgehalt ab:

DienstjahreRuhegehaltssatzBasis A9m Stufe 8 (ca. 3.090 € brutto)
20 Jahre35,75 %ca. 1.104 €
25 Jahre46,85 %ca. 1.447 €
30 Jahre57,95 %ca. 1.790 €
35 Jahre69,05 %ca. 2.133 €
40 Jahre (Maximum)71,75 %ca. 2.218 €

Der Ruhegehaltssatz steigt pro Dienstjahr um ca. 1,79375 % und ist auf 71,75 % gedeckelt. Wer 40 Jahre Dienst hat, erhält knapp 72 % seines letzten Grundgehalts — lebenslang, angepasst an die Besoldungserhöhungen.

Warum ist die Pension besser als gesetzliche Rente?

  • Keine Beiträge: Als Beamter zahlst du keine Rentenversicherungsbeiträge (ca. 9,3 % des Bruttogehalts) — mehr Nettolohn heute
  • Lebenslang: Die Pension läuft bis zum Tod, ohne Kapitalverzehr
  • Dynamisierung: Pensionen steigen mit Beamtenbesoldungserhöhungen
  • Keine Abstriche bei Witwen-/Waisengeld: Familie wird auch nach dem Tod des Beamten versorgt

Häufige Fragen zur Feuerwehr-Pension

Was passiert, wenn ich den Dienst früher beende (Invalidität)?
Bei Dienstunfähigkeit infolge eines Dienstunfalls: volle Erwerbsminderungsversorgung. Bei allgemeiner Dienstunfähigkeit: Ruhegehalt nach den bis dahin abgeleisteten Dienstjahren, jedoch mindestens der gesetzliche Mindestsatz (aktuell ca. 35 % nach § 14 BeamtVG).

Bekomme ich auch Pension, wenn ich nur 10 Jahre Dienst hatte?
Nein — ohne Mindestdienstzeit (5 Jahre im Beamtenverhältnis) gibt es keine Pension, sondern nur Nachzahlung in die Rentenversicherung. Mit 5–19 Jahren gibt es ein reduziertes Ruhegeld. Volles Pensionsniveau erst ab 40 Jahren Dienst.

Wie hoch ist die Steuerlast auf die Pension?
Pensionen sind steuerpflichtig — aber oft geringer belastet als Löhne, weil kein Vorsorgeaufwand mehr abgesetzt wird. Wer allein von der Pension lebt, zahlt je nach Höhe etwa 15–22 % Einkommensteuer — erheblich weniger als im aktiven Dienst.

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