
Feuerwehr Gehalt Bayern 2026: BayBesG – Alle A-Gruppen im Überblick
Bayern zahlt die höchsten Beamtengehälter in Deutschland. A7 bis A13 für Feuerwehrbeamte nach BayBesG 2026.
Bayern zahlt die höchsten Beamtengehälter in Deutschland. Für Feuerwehrbeamte bedeutet das 2026: A7/Stufe 5 = 3.338 € Grundgehalt – rund 40–100 € mehr als in anderen Flächenländern.
Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die sich für eine Laufbahn bei einer bayerischen Berufsfeuerwehr interessieren oder bereits im Einsatzdienst stehen und wissen möchten, was sie 2026 konkret verdienen. Bayern gehört bei der Beamtenbesoldung bundesweit zur Spitze und regelt seine Gehälter seit Jahren eigenständig. Auf dieser Seite findest du die aktuellen Grundgehaltstabellen der Besoldungsgruppen A7 bis A11, eine verständliche Erklärung der Erfahrungsstufen, einen Vergleich mit Nordrhein-Westfalen sowie Hinweise zu Zulagen und Krankenversicherung. Ergänzt wird das Ganze durch ein Rechenbeispiel und die häufigsten Fragen rund um das Feuerwehr-Gehalt in Bayern. So kannst du realistisch einschätzen, mit welchem Einkommen du in welcher Karrierestufe rechnen kannst.
Bayern: A-Besoldung 2026 für Feuerwehrbeamte
| Bes.-Gruppe | Dienstgrad | Stufe 3 | Stufe 5 | Stufe 8 |
|---|---|---|---|---|
| A7 | Brandmeister | 3.162 € | 3.338 € | 3.552 € |
| A8 | Oberbrandmeister | 3.264 € | 3.489 € | 3.753 € |
| A9 | Hauptbrandmeister | 3.415 € | 3.656 € | 3.942 € |
| A10 | Brandinspektor | 3.691 € | 4.000 € | 4.362 € |
| A11 | Oberbrandinspektor | 4.045 € | 4.363 € | 4.741 € |
Stand: Besoldungstabelle gültig ab 01.02.2025 (bis 30.09.2026). Alle Angaben gerundet, ohne Gewähr.
Die Tabelle zeigt das monatliche Brutto-Grundgehalt ohne Zulagen, Familienzuschlag oder Sonderzahlungen. Entscheidend ist neben der Besoldungsgruppe die Erfahrungsstufe: Sie steigt mit den Dienstjahren, sodass das Gehalt auch ohne Beförderung wächst. Ein Wechsel in eine höhere Besoldungsgruppe – etwa vom Brandmeister (A7) zum Oberbrandmeister (A8) – erfolgt dagegen über eine Beförderung. Weil jedes Bundesland seit der Föderalismusreform eine eigene Besoldungstabelle hat, lohnt der Blick über die Landesgrenze: Wie sich Bayern in die bundesweite Feuerwehr-Besoldung einordnet und wie groß die Unterschiede zwischen den Bundesländern ausfallen, zeigen unsere weiterführenden Übersichten.
Besonderheiten: Berufsfeuerwehren in Bayern
In Bayern gibt es 7 Berufsfeuerwehren: München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Regensburg, Ingolstadt und Fürth. Die Besoldung richtet sich nach dem Bayerischen Besoldungsgesetz (BayBesG), mit dem Bayern seine Besoldung seit dem 1. Januar 2011 eigenständig regelt.
Neben dem Grundgehalt können Zulagen das tatsächliche Einkommen spürbar erhöhen – vor allem die Feuerwehr- und die Wechselschichtzulage für den Dienst rund um die Uhr. Wichtig für die Nettobetrachtung ist außerdem die Krankenversicherung: Anders als in einigen anderen Ländern erhalten bayerische Feuerwehrbeamte keine freie Heilfürsorge, sondern Beihilfe (Art. 96 BayBG). Sie tragen also einen Teil ihrer Krankheitskosten über eine beihilfekonforme private Krankenversicherung selbst – ein Punkt, der beim Vergleich mit anderen Bundesländern oft übersehen wird.
Beispiel: So wächst das Grundgehalt mit der Erfahrungsstufe
Beispiel (Näherungswert): Ein Brandmeister der Besoldungsgruppe A7 startet laut aktueller Tabelle in Stufe 2 mit rund 3.074 € und erreicht in Stufe 5 rund 3.338 € brutto im Monat. Allein durch das Aufsteigen in den Erfahrungsstufen wächst das Grundgehalt in diesem Beispiel also um mehrere Hundert Euro – ganz ohne Beförderung. Kommt später ein Aufstieg nach A8 oder A9 hinzu, steigt das Gehalt zusätzlich. Die genannten Werte sind gerundete Näherungswerte aus der offiziellen Besoldungstabelle und dienen nur der Orientierung.
Bayern vs. NRW: Der echte Gehaltsvergleich
Bayern hat das höchste Grundgehalt, NRW die Heilfürsorge. Was ist besser? Ein fairer Vergleich für A7 Stufe 5, ledig:
| Posten | Bayern | NRW |
|---|---|---|
| Grundgehalt A7 Stufe 5 (brutto) | ca. 3.338 € | ca. 3.293 € |
| Netto nach Abzügen | ca. 2.740 € | ca. 2.700 € |
| PKV-Beitrag (Bayern Beihilfe 50 %) | −120 € (Beihilfetarif) | 0 € (Heilfürsorge) |
| Wechselschichtzulage netto | ca. +75 € | ca. +75 € |
| Effektives Monatseinkommen | ca. 2.695 € | ca. 2.775 € |
Ergebnis: NRW liegt trotz niedrigererem Grundgehalt effektiv vorn — durch die Heilfürsorge. Langfristig (mit steigendem Alter und steigenden PKV-Beiträgen) wird der Vorteil von NRW noch größer.
Der Vergleich macht deutlich: Ein reiner Blick auf das Grundgehalt greift zu kurz. In Bayern gilt das Beihilfe-Prinzip mit ergänzender privater Krankenversicherung, während der feuerwehrtechnische Einsatzdienst in Nordrhein-Westfalen freie Heilfürsorge erhält. Die oben genannten Netto- und Zulagenwerte sind vereinfachte Näherungswerte, die je nach Steuerklasse, Familienstand und Tarif abweichen. Weitere Ratgeber rund um Bewerbung, Ausbildung und Gehalt findest du in unserem Magazin.
Bayern: Alle Besoldungsgruppen 2026
Bayern liegt bei fast allen Gruppen ca. 2–4 % über dem Bundesdurchschnitt. Besonders auffällig: der Sprung von A9 zu A10 (LG2-Einstieg):
| Gruppe | Dienstgrad | Eingangsstufe (Stufe 2) | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| A7 | Brandmeister | 3.074 € | 3.338 € |
| A8 | Oberbrandmeister | 3.151 € | 3.489 € |
| A9 | Hauptbrandmeister | 3.295 € | 3.656 € |
| A10 | Brandinspektor | 3.537 € | 4.000 € |
In der Übersicht aller Besoldungsgruppen fällt der Sprung von A9 nach A10 auf: Er markiert den Übergang vom mittleren in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst und ist meist mit zusätzlicher Qualifikation und mehr Führungsverantwortung verbunden. Wer eine langfristige Feuerwehr-Karriere in Bayern plant, profitiert damit doppelt – vom vergleichsweise hohen Grundgehalt und von spürbaren Gehaltssprüngen bei jeder Beförderung.
Häufige Fragen zum Feuerwehr-Gehalt in Bayern
Lohnt sich Bayern trotz Beihilfe statt Heilfürsorge?
Für junge, gesunde Beamte ist der Unterschied gering. Eine junge Beamten-PKV kostet 80–120 €/Monat — mit Bayern-Besoldung ist das locker abgedeckt. Mit steigendem Alter wird NRW aber interessanter. Wer in Bayern Karriere macht (A10 aufwärts), profitiert deutlich vom hohen Grundgehalt.
Welche bayerischen BFs zahlen am besten?
Das Grundgehalt ist einheitlich nach BayBesG — keine BF zahlt mehr als die andere. Unterschiede entstehen durch kommunale Zulagen (selten), Dienstpostenspezifische Zulagen und Spezialeinheiten-Zulagen. München hat mehr Stellen und mehr Aufstiegsmöglichkeiten als kleinere bayerische BFs.
Gibt es Ballungsraumzulage in Bayern?
Ja — für den Raum München: Die frühere Ballungsraumzulage (Art. 94 BayBesG) ist seit 01.01.2025 in der Ortskomponente des Orts- und Familienzuschlags aufgegangen. Beamte mit Dienstort im Verdichtungsraum München (auch bei der BF München) erhalten damit einen monatlichen Zuschlag zum Ausgleich der Lebenshaltungskosten. Hamburg kennt keine vergleichbare Zulage; Berlin zahlt eine Hauptstadtzulage.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt bei der Berufsfeuerwehr in Bayern?
Der Einstieg im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfolgt in der Besoldungsgruppe A7. Laut der aktuellen bayerischen Besoldungstabelle liegt das Grundgehalt hier je nach Erfahrungsstufe zwischen rund 3.074 € (Stufe 2) und 3.338 € (Stufe 5) brutto im Monat, jeweils ohne Zulagen.
Bekommen Feuerwehrbeamte in Bayern Heilfürsorge oder Beihilfe?
In Bayern erhalten Beamtinnen und Beamte der Berufsfeuerwehr keine freie Heilfürsorge, sondern Beihilfe nach Art. 96 BayBG. Sie benötigen daher zusätzlich eine beihilfekonforme private Krankenversicherung. Anders ist das etwa in Nordrhein-Westfalen, wo der Einsatzdienst freie Heilfürsorge erhält.
Nach welchem Gesetz richtet sich die Besoldung der Feuerwehr in Bayern?
Die Besoldung richtet sich nach dem Bayerischen Besoldungsgesetz (BayBesG). Bayern regelt seine Beamtenbesoldung seit dem 1. Januar 2011 eigenständig und weicht damit vom Bundesbesoldungsrecht ab. Die Grundgehaltssätze werden regelmäßig durch Besoldungsanpassungen fortgeschrieben.
Quellen & Rechtsgrundlagen
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